Alltagsfinanzen

  • Nur noch abschließend, weil mich das doch etwas schockiert hat, habe ich mal die Eintrittspreise mehrere umliegender Freibäder und Strandbäder gegoogelt: Hier kostet die Einzelkarte für Kinder bis 14 Jahre zwischen 2 und 3 Euro. Nicht mal Erwachsene zahlen annähernd 12 Euro. Was ist das für ein Bad?

    Das wird ein Spaßbad sein! Mal hier ein Beispiel aus Düsseldorf

    Montag bis Freitag (ab 10 Uhr) sowie Samstag, Sonntag

    Aufenthaltsdauer: Ganzer Tag

    Ermäßigte 6,10 € : Kinder

    Erwachsene 9,20 €

    Hier wären 12 EUR ein Schnäppchen

  • Für Besitzer eines Autos mit Verbrenner-Motor kann ich den Tip geben möglichst Kurzstrecken zu vermeiden und diese mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen. Das spart auf Dauer Reparaturkosten bzw. das Auto dankt es mit längerem Leben.

  • Bis zur Pandemie oft unterwegs (gut) gegessen. Und dann gemerkt, seltener eine Pizza, ein Eis, ein Cappuccino auswärts - es wird das Erlebnis, das es früher mal war.

    Auf den Trick mit den Klamotten bin ich inzwischen auch gekommen. Über den Umweg, etwas zu den älteren Sachen Passendes zu kaufen und nicht Einzelstücke.

    Für Obst und Gemüse Netze statt Tüten.

    Für Smoothies aus älterem Obst und Gemüse einen Smoothiemaker, der sich schon bezahlt gemacht hat.

    Keine Putzmittel mehr. Stattdessen putzen mit Natron, Essig(säure), Zitronensäure, Buttermilch (Kalk).


    sorry, doppelt. Hatte das nur etwas klarer formulieren wollen.

  • Auch wenn du nicht mich gefragt hast, ich verwende Trade Republic, das wertet schön aus,

    Aber in den Rubriken wird leider gewürfelt.

    Zu Restaurantbesuchen gehört jedes Brötchen-Kaufen beim Bäcker. Zu Wohnkosten die Fischgläschen von Ikea usw. Ich fände es hilfreich, wenn man zumindest nachträglich selbst zuordnen könnte.

  • zu meiner Grundschulzeit war ich auch schon der Sparer, der Essen und Trinken von zu Hause hatte.

    Während andere ihr Brötchen mit Dickmann beim Becker auf dem Weg zur Schule kauften + das Abo kleine flasche Milch bzw Kakao in der Schule hatten.

    und so ging es später auch weiter, mit Fahrrad zur Schule, während andere mit Monatskarte Bus fuhren...

    und alle mit Nintendo etc.

    Und ich rede hier vom sozialen Brennpunkt in NRW und nicht Starnberger See in Bayern.

    Ganz ehrlich: In der Grundschule war niemand von uns ein kleiner Warren Buffett. Ob man Kakao in der Schule hatte oder das Brot von daheim, das haben die Eltern entschieden – nicht die Kids.

    Sich im Nachhinein damit als Spargenie darzustellen, klingt eher nach Geschichtsklitterung.

    Und was das Fahrrad oder kein Nintendo betrifft: Das war weniger ‚strategisches Sparen‘, sondern schlicht Erziehung, Umfeld und finanzielle Möglichkeiten. Überheblich auf andere Kinder zurückzublicken, die halt ein Brötchen oder eine Milch gekauft haben, ist ziemlich schräg – da ging’s nicht um Finanzbildung, sondern ums ganz normale Aufwachsen.

  • alles über 10€ sind ja schon Urlaubspreise und ich rede schon von Luxus wie Dorsch.

    Ich halte schon Kantinenessen mit 5/6 € zu teuer. Dann lieber den Gürtel enger schnallen und zu Hause gut essen.

    Ganz ehrlich: Das klingt ziemlich abgehoben. Du kannst doch nicht pauschal sagen, alles über 5 € sei ‚zu teuer‘ – ohne zu wissen, wie der Alltag, die Region oder das Arbeitsumfeld der Leute aussieht.

    Für viele ist die Kantine nicht nur Essen, sondern auch Zeitersparnis, Bequemlichkeit und manchmal sogar Networking mit Kollegen. Da spielen 2–3 € Unterschied im Preis kaum eine Rolle – vor allem, wenn man dafür mittags vernünftig essen kann und nicht abends noch groß kochen muss.

    5–10 € für ein Mittagessen sind heutzutage absolut normal. Wer ernsthaft so tut, als seien das ‚Urlaubspreise‘, lebt eher in einer eigenen Blase als in der Realität.

  • 5–10 € für ein Mittagessen sind heutzutage absolut normal. Wer ernsthaft so tut, als seien das ‚Urlaubspreise‘, lebt eher in einer eigenen Blase als in der Realität.

    Nein, das ist nicht normal sondern subventioniert vom Arbeitgeber. Für 5 Euro kannst du kein warmes Mittagessen mehr kostendeckend produzieren. Ich denke, manche müssen bald mal im Jahr 2025 ankommen und von ihren Kindheitserinnerungen loslassen … (Geschichtsklitterung gefällt mir in dem Zusammenhang)

    Bei uns in der Gegend haben die ersten Kitas das Essensgeld pro Kind Ü3 auf 120 Euro/Monat erhöht, was bei 20 Tagen 6 Euro entspricht. Der Magistrat betont, dies liege immer noch unterhalb der tatsächlich anfallenden Kosten für Lebensmittel und Personal.

  • 5–10 € für ein Mittagessen sind heutzutage absolut normal. Wer ernsthaft so tut, als seien das ‚Urlaubspreise‘, lebt eher in einer eigenen Blase als in der Realität.

    Ja. Inzwischen ist für Mittagstisch im Restaurant 10 EUR eher günstig. Bei Kantinen kommt es darauf an, wieviel der Arbeitgeber zuschießt. Wenn der Arbeitgeber nicht deutlich subventioniert, dürfte ein Mittagessen für unter 5 EUR quasi unmöglich sein.

  • Nein, das ist nicht normal sondern subventioniert vom Arbeitgeber. Für 5 Euro kannst du kein warmes Mittagessen mehr kostendeckend produzieren. Ich denke, manche müssen bald mal im Jahr 2025 ankommen und von ihren Kindheitserinnerungen loslassen … (Geschichtsklitterung gefällt mir in dem Zusammenhang)

    Bei uns in der Gegend haben die ersten Kitas das Essensgeld pro Kind Ü3 auf 120 Euro/Monat erhöht, was bei 20 Tagen 6 Euro entspricht. Der Magistrat betont, dies liege immer noch unterhalb der tatsächlich anfallenden Kosten für Lebensmittel und Personal.

    Ob subventioniert oder nicht, ändert nichts an der Realität: Für Arbeitnehmer sind 5–10 € fürs Mittagessen heutzutage normal. Punkt. Wer da von ‚Urlaubspreisen‘ spricht, hat schlicht den Bezug verloren.

    Und mal ehrlich: Der Hinweis auf Kindheitserinnerungen ist nett formuliert, ersetzt aber kein Argument. Die Fakten sind klar: selbst mit Zuschüssen bewegen sich Kantinenessen, Kitas oder Restaurants längst in dieser Spanne – und das nicht erst seit 2025.

    Am Ende zählt nicht die theoretische Produktionskostenrechnung, sondern was real auf der Rechnung steht. Und da sind 5–10 € der Alltag, egal wie man’s dreht.

  • Ein weiterer Tipp: Repair Cafés nutzen, wenn zum Beispiel (wie bei uns) ein Fön kaputt gegangen ist.

    Überhaupt lohnt es sich, sich ein paar Dinge selbst beizubringen (mit Youtube inzwischen sehr einfach), um kleinere Dinge selbst zu reparieren: am Fahrrad, am Rollokasten, am Laptop, ...

  • Ich habe gar nichts anders behauptet. Bin voll und ganz bei dir.

    Dann habe ich dich falsch verstanden – tut mir leid dafür. 👍 Bin da voll bei dir. Mir geht’s nur darum: Ich mag diese Belehrungen nicht, die so tun, als wäre jeder komplett seines Glückes Schmied. Oft stecken Privilegien dahinter. Und ständig so zu reden, als müsse man jede Ausgabe rechtfertigen – Kaffee to go, Auto, Urlaub – nervt einfach.

    Am Ende gleicht es sich sowieso aus: Der eine spart am Kaffee to go und haut’s für Streaming raus, der andere raucht, der Nichtraucher haut’s dafür anders raus. Es ist nie so schwarz-weiß, wie’s gern dargestellt wird.

    Wie der Spruch: Nichtraucher sagt zum Raucher ‚Was du alles hättest, wenn du nicht rauchen würdest.‘ Raucher antwortet: ‚Und wo ist dein Extra-Vermögen?‘ – genau das bringt’s für mich auf den Punkt.

  • Und ständig so zu reden, als müsse man jede Ausgabe rechtfertigen – Kaffee to go, Auto, Urlaub – nervt einfach.

    Es geht nicht um rechtfertigen. Es geht um Sensibilisierung für die eigenen Ausgaben.

    Kann doch jeder mit seinem Geld machen was er will.

    Aber man braucht sich dann nicht wundern, dass kein / kaum / nicht genug Geld zum Sparen übrig bleibt, wenn man entsprechende Ausgaben hat.

    Wie der Spruch: Nichtraucher sagt zum Raucher ‚Was du alles hättest, wenn du nicht rauchen würdest.‘ Raucher antwortet: ‚Und wo ist dein Extra-Vermögen?‘ – genau das bringt’s für mich auf den Punkt.

    Also meins liegt tatsächlich auf dem Konto und dient als Topf für das nächste Auto.