Riester Nachfolgeprodukt Altersvorsorge Depot

  • Das Altersvorsorge Depot nimmt Form an. Als Nachfolgeprodukt zum bisherigen Riester soll es einiges besser machen. Der Entwurf für den 17. Dezember wurde nun bekannt:

    • Renditeorientiertes Depot ohne Auszahlungs-Garantie
    • Bestehende Riester-Verträge weiterführen oder umsteigen
    • Standard-Depot passiv, max. 1,5 % Kosten p.a.
    • Zulagen: 30 ct/€ bis 1.200 €, 20 % bis 1.800 €, Kinder 25 ct/€, max. 300 €
    Nachfolge der Riester-Rente: Altersvorsorgedepot ohne Garantie geplant
    Sie können besser entscheiden, weil Sie besser informiert sind – das ist das Ziel von Table.Briefings. Mit dem Informationsvorsprung zum Wettbewerbsvorteil.
    table.media

    https://cdn.table.media/assets/berlin/pav_entwurf.pdf

  • Warten wir doch einfach ab, welche Form es angenommen hat, wenn es wirklich spruchreif ist!

    Och menno, sei kein Spassverderber. Gibt doch nichts Schöneres als über ungelegte Eier zu diskutieren ;)

    Ich sehe übrigens keine verpflichtende Leibrente in dem Referentenentwurf. Das könnte meinem beitragsfrei gestellten Riester das Überleben sichern :S

  • Oder man liest sich einfach schon mal die Punkte im Referentenentwurf durch :S

    ... und baut darauf, daß wider die Gewohnheit dieses Gesetz ausnahmsweise mal so aus dem Bundestag herauskommt, wie es hineingegangen ist.

  • Der Sparteil klingt ja nicht dumm, der Knackpunkt wird eher wieder die Auszahlungsphase sein.

    Also abwarten, was kommt.

    Ja da bin ich auch gespannt. Ich bin mit meinem Riester Vertrag schon zufrieden, aber ich weiß dass ich sehr sehr alt werden muss damit ich keinen Verlust mache

    Ich hoffe dass es beim Altersvorsorge Depot besser gemacht wird. Dann würde ich wechseln

  • Ich bin mit meinem Riester-Vertrag schon zufrieden, aber ich weiß, dass ich sehr sehr alt werden muss, damit ich keinen Verlust mache.

    ... weiß also, daß ich mit meinen Riester-Vertrag vermutlich Verlust mache. Ich bin aber ein genügsamer Mensch und somit auch mit Verlust zufrieden. Hauptsache, es gibt staatliche Zulagen und Steuervorteile.

    Also echt!

    :)

  • 30% bis 1200€ und darüber hinaus 20% bis 1800€.

    Insgesamt also max 30%*1200 + 20%*600, ggf. zzgl. Kinderzulage.

    Dann kommt es darauf an wie der persönliche Steuersatz ist. Wenn der recht hoch ist, ist die heutige Riester-Förderung deutlich besser

  • Ich sehe übrigens keine verpflichtende Leibrente in dem Referentenentwurf. Das könnte meinem beitragsfrei gestellten Riester das Überleben sichern :S

    "Die Attraktivität der privaten Altersvorsorge und der Wettbewerb unter den Anbietern sollen darüber hinaus durch eine Flexibilisierung der Auszahlungsphase gesteigert werden. Künftig können sich Altersvorsorgende neben lebenslangen Leistungen auch für langlaufende Auszahlungspläne bis mindestens zum 85. Lebensjahr entscheiden."

    Lese ich so als gebe es dann zukünftig die Wahl zwischen Leibrente und Leibrente light.

  • Lese ich so als gebe es dann zukünftig die Wahl zwischen Leibrente und Leibrente light.

    Übel, nicht war ? Warten wir mal ab, ob man sich dem „Todeszugriff“ der Versicherungen wenigstens teilweise entziehen kann.

    Man stelle sich bitte auch die vielen Banksparpläne vor (damals wegen der niedrigen (quasi null) Kosten massiv empfohlen).

    Da wartet bisher eine mit der Bank verbandelte privisionshungrige Versicherung auf nichtsahnende Opfa.

  • "Die Attraktivität der privaten Altersvorsorge und der Wettbewerb unter den Anbietern sollen darüber hinaus durch eine Flexibilisierung der Auszahlungsphase gesteigert werden. Künftig können sich Altersvorsorgende neben lebenslangen Leistungen auch für langlaufende Auszahlungspläne bis mindestens zum 85. Lebensjahr entscheiden."

    Lese ich so als gebe es dann zukünftig die Wahl zwischen Leibrente und Leibrente light.

    Ja, die Idee ist wohl, dass man nicht mit Renteneintritt das gesamte angesparte Kapital abräumt. Wo kämen wir denn da hin, wenn jemand mit seinem mühsam angesparten Geld im Ruhestand nicht nur tut was er will sondern auch wann er es will ;)

    Aber der entscheidende Punkt ist, dass diese neue Regelung auch Auszahlungen bspw. aus einem ETF Depot ermöglicht und es bis zum 85. Lebensjahr aufbrauchen darf. Mit der bisherigen lebenslangen Leibrente waren Anbieter hingegen immer zwingend auf eine Versicherungslösung angewiesen. Selbst in einem Riester-Fondssparplan wie bspw. der DWS TopRente Dynamic muss für diese Leibrente ab 85 ein signifikanter Teil (knapp 30%) des Kapitals abgezweigt und in eine Versicherung überführt werden. Und diese Versicherungen sind meist grottenschlecht.

  • Mit seinem Geld kann er das ja machen, aber bei der Förderung hat der Staat ein Wörtchen mitzureden.

    Da kann man geteilter Meinung sein. Es war fürs Alter gedacht. Nun ist er alt und will das Geld ausgeben. Je nach restlicher Lebenserwartung oder Gesundheitszustand kann das auch sehr sinnvoll sein. Und er müsste es weiterhin nachgelagert versteuern. Dann hätten doch alle was sie wollen.

    Aber ich verstehe deinen Punkt. Ich könnte mit dem Kompromiss einer Entnahme bis 85 jedenfalls gut leben.

  • Würde es so kommen, wäre es garnicht mal so ganz schlecht: bis zu 30% Entnahme bei Beginn der Auszahlung. Danach dann dynamische (wow!) Entnahme bis 85. Auszahlung des verbleibenden Betrags dann am Schluss.

    Zusammen mit der Möglichkeit bestehende Riester umzuwandeln ein echter Hoffnungsschimmer für alle Betroffenen.

  • Habe meinen Riestervertrag schon vor einigen Jahren beitragsfrei gestellt (UniProfiRente Select). Die Rahmenbedingungen zum Altersvorsorgedepot klingen gar nicht so schlecht finde ich. Bin daher ernsthaft am überlegen noch im Dezember etwas einzuzahlen um die Förderung bzw. steuerliche Vergünstigung für 2025 mitzunehmen und dann asap auf das neue Produkt idealerweise bei einem neuen Anbieter zu wechseln. Ist natürlich ein Omlette aus ungelegten Eiern... Was meint Ihr?

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