Sammelbeschwerde: Inakzeptabler Kundensupport bei Trade Republic

  • Hallo zusammen,

    ich wende mich an die Community, weil ich mit dem aktuellen Zustand des Kundensupports bei Trade Republic (TR) unzufrieden bin. Aus meiner Sicht ist der Service mittlerweile untragbar und ich suche Betroffenen für ein kollektives Vorgehen.

    Folgende Punkte :

    • Eingeschränkte Kommunikationswege:
      Support gibt es ausschließlich über die Smartphone-App. Am Desktop (Browser) wird diese Funktion gar nicht angeboten. Zudem unterbindet TR in der App das Markieren/Kopieren von Texten oder das Speichern der Kommunkation als PDF, was die Dokumentation erschwert.
    • Inkompetente KI-Bots:
      Die Antworten wirken wie von einer mangelhaften KI oder inkompetenten Mitarbeitern generiert. Sie sind oft fehlerhaft, unvollständig und gehen konsequent nicht auf die vorgebrachten Argumente ein.
    • Keine Erreichbarkeit:
      Es gibt keine telefonische Erreichbarkeit, selbst bei dringenden oder komplexen Angelegenheiten.

    Um sich gegen diese Missstände zu wehren, wäre eine Möglickeit eine Sammelbeschwerde bei der BaFin einzureichen. Nur wenn sich Verbraucher als Kollektiv zusammenschließen, besteht die Möglichkeit, dass die BaFin einschreitet.

    Wer hat ähnliche Erfahrungen mit TR gemacht ?

  • Es gibt ein TR-Forum, (natürlich) nicht offiziell von TR, aber da findet man sicher auch noch ein paar Leidensgefährten und Fallbeispiele. Tomarcy hat aber Recht: Wer da neu Kundenbeziehung eingeht, hätte wissen können, wenn nicht gar müssen, worauf er sich einlässt. Die andere Frage ist allerdings auch, ob TR mit den o.g. Punkten irgendwo gegen geltendes Bankenrecht oder Verbraucherschutzbestimmungen verstößt, oder ob es einfach schlicht ärgerlich ist. Dann wäre eine BaFin-Beschwerde letztlich auch kein Mittel, um sich effektiv zu wehren, sondern nur eines, seinem Unmut Ausdruck zu verleihen.

    Mein persönliches Mittel, mich gegen die Entwicklungen bei TR und insbesondere dem Support zu wehren, war vor einiger Zeit recht simpel: Scalable. Aber zugegebenermaßen habe ich auch vorher schon einige der Möglichkeiten von TR nicht genutzt, und das Depot in einer Größenordnung gehalten, wo man sich über die möglichen Übertragungsprobleme und die schwierige Dokumentation eher weniger Gedanken machen muss, als ein wirklich intensiver, finanzstarker Benutzer das vielleicht machen müsste.

  • Vielen Dank.
    Es ist schlimmer als ich befürchtet habe. Ein Depotübertrag scheint ziemlich riskant zu sein, wenn plötzlich Wertpapiere nicht mehr auffindbar sind.

    Ich bin kürzlich aus den selben Gründen von TR zur ING gewechselt. Hinsichtlich des Depotübertrags kann ich dich beruhigen, das hat reibungslos geklappt. Nach einer Woche waren die Wertpapiere drüben und nach spätestens drei Wochen auch die Einstandskurse. Man muss nur wissen, dass man den Übertrag in der TR-App initiieren muss und nicht über den neuen Broker. Im Normalfall ist das anders.

  • Ich bin schon ziemlich lange bei TR. Bislang gab es keine Probleme.

    Diesen Monat konnte ich die Dokumente der Vorabpauschalen nicht öffnen. Nach Meldung ging es dann - allerdings ohne Antwort.

    Vor kurzem habe ich einige Anteile zweier ETF übertragen von der Ing. Die waren schnell eingebucht. Es dauerte dann noch etliche Tage, bis die Daten dazu eintrudelten, obwohl in den Dokumenten stand, dass alles abgeschlossen sei.

    Seit gestern stehen wieder beide Positionen ohne die hinterlegten Daten im Portfolio (so wie direkt nach der Einbuchung). Also Rendite so wie die übertragene Summe oder der andere ETF auf 0.

    Wenn ich diese jetzt verkaufen wollte, könnte es sein, dass der Wert des Kaufs gleich der Gewinn wäre, so wie angezeigt.

    Darf alles nicht sein....

  • Ich habe mich noch nicht entschieden, aber vielleicht ist es, die einzige Möglichkeit, wenn der Service nicht besser wird. Bei einem Wechsel kann auch vieles beim Depotübertrag schief laufen.
    Das ist vermutlich die größte Hürde.

    Bevor ich mich permanent ärgere, würde ich wechseln.

    Du kannst ja neue Anlagen aufs neue Depot nehmen, die alten evtl. peu â peu verkaufen und neu kaufen fürs neue Depot. Fallen vielleicht Steuer und Kosten an, aber es ist nicht so nervensufreibend wie ein sich möglicherweise Monate hinzirhender Depotübertrag.

  • Bei den Neos wird sich im laufenden Jahr viel tun.

    M.E. ist nur SC für ein Überleben gesetzt. Dort wird mit Verstand gearbeitet.

    TR ist relativ groß, aber es läuft sehr viel Mist.

    Flatex ist als richtiger Broker außerhalb des 0,25% Universums empfehlenswert, obwohl bei mir der ehemalige Depotgebührenstachel sehr tief sitzt.

    Würde wechseln.

  • Hi,


    darf ich fragen wo die entscheidenden Vorteile bei den Neobrokern sind?

    Ich habe ein Aktivkonto bei der DKB und bezahle weder Konto- noch Depotführungsgebühren.

    Für Aktionssparpläne zahlt man 0 €, ansonsten 1,50€ pro Ausführung. Die Kundenbetreuung ist auch in Ordnung.

    Gibt es ansonsten Vorteile bei Neobrokern die ich übersehe oder warum sind diese so beliebt?


    VG

  • Das sind doch schon mal genug Vorteile. Nicht jeder möchte an wechselnde Aktions-ETFs gebunden sein und bei einer Sparrate von 50€ hat man dann bei der DKB einfach mal 3% Gebühren. Und vielleicht hat man ja auch mehrere kleinere Raten fürs zusammengestellte Portfolio.

    Einmalkäufe kosten bei Neos in der Regel 1€, wobei etwa bei Scalable alle iShares, Amundi und Xtrackers ab 500€ (oder sogar 250€) momentan noch kostenlos sind.

  • Ich habe ein Aktivkonto bei der DKB [...] Die Kundenbetreuung ist auch in Ordnung.

    Da habe ich tatsächlich andere Erfahrungen gemacht: die Verfügbarkeit wurde immer mehr schlechter, die Initial Response Time wurde immer länger...bin gerade dabei, von dort weg zu 2 anderen Banken zu gehen.

    Tipp: versuch mal auf der Webseite eine Email-Adresse, eine Telefonnummer oder auch nur ein Kontaktformular zu finden...irgendwo ganz tief drin, nachdem man sich angemeldet hat, gibt es so was, man macht es dem Kunden aber maximal schwer, Support zu erhalten, gerade in Paniksituationen ("Ich glaube, jemand hat meine Konto leer geräumt" oder "Der Automat hat meine Karte geschluckt") ist so was wenig hilfreich.

  • Bevor ich mich permanent ärgere, würde ich wechseln.

    Du kannst ja neue Anlagen aufs neue Depot nehmen, die alten evtl. peu â peu verkaufen und neu kaufen fürs neue Depot. Fallen vielleicht Steuer und Kosten an, aber es ist nicht so nervensufreibend wie ein sich möglicherweise Monate hinzirhender Depotübertrag.

    Bei den Verkaufskosten kann sich das lohnen, aber was ist, wenn die Überweisung dann wegen Geldwäscheverdachts nicht rausgeht? Das passiert da glaube ich öfter als holprige Depotüberträge. Ich habe schon mehrfach von und nach TR übertragen, Probleme gab es dabei nie.