Hey Leute, ich hänge mich hier mal mit rein, weil das Thema bei uns gerade leider schmerzhaft aktuell ist. Mein Partner hatte letztes Jahr einen echt blöden Sturz im Haushalt und wir mussten uns danach monatelang mit unserer alten Versicherung herumschlagen, was am Ende nur in Frust geendet hat. Die haben die Zahlungen ewig hinausgezögert, jedes ärztliche Gutachten angezweifelt und am Ende wegen irgendwelcher winzigen Formulierungen im Vertrag kaum etwas übernommen, obwohl die Verletzung ihn im Alltag immer noch einschränkt. Das war für uns der Punkt zu sagen, dass wir diesen alten Vertrag kündigen und jetzt etwas Vernünftiges suchen, wo man im Ernstfall nicht wie ein Bittsteller behandelt wird. Ich frage mich jetzt bloß, worauf man beim Wechsel am meisten achten muss, damit uns das nicht noch mal passiert, also ob es da Anbieter gibt, die für eine schnellere Abwicklung bekannt sind oder ob es bestimmte Fristen für die Invaliditätsfeststellung gibt, die man unbedingt großzügiger wählen sollte. Hat jemand von euch vielleicht schon mal gewechselt und dabei auf spezielle Punkte geachtet, die den Unterschied zwischen „ewigem Hinhalten“ und echter Hilfe ausmachen? Danke für jeden Tipp! ![]()
Eure Erfahrungen mit (privaten) Unfallversicherungen – Worauf sollte man achten?
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Numbergame -
2. April 2026 um 11:40 -
Unerledigt
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Hallo.
Aus meiner Sicht ist wichtig, dass man sich darüber klar ist, welches Risiko man wirklich absichern will. (Eine UV ersetzt keine BUV oder Risiko-LV.) Ggf. macht es Sinn vorher eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Versicherer abgeschlossen zu haben.
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Ich würde, solange die Möglichkeit besteht eine BU zu haben/zu bekommen, auf eine Unfallversicherung verzichten. In 80 oder 90% der Fälle wird man durch Krankheit invalide, nicht Unfall. Das Geld kann man sich sparen.
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Ich würde, solange die Möglichkeit besteht eine BU zu haben/zu bekommen, auf eine Unfallversicherung verzichten. In 80 oder 90% der Fälle wird man durch Krankheit invalide, nicht Unfall. Das Geld kann man sich sparen.
Es ist eine allgemein bekannte Wahrheit, dass die Unfallversicherungen eine richtige Gewinnmaschine für die Versicherungen sind.
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In jedem Fall bei der neuen Versicherung Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten, falls abgefragt wird.
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Danke für jeden Tipp!
Was ist denn eure Idee und Wunsch, was die Unfallversicherung abdecken/absichern soll?
Riskante Hobby oder Sportarten?
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Hallo.
Aus meiner Sicht ist wichtig, dass man sich darüber klar ist, welches Risiko man wirklich absichern will. (Eine UV ersetzt keine BUV oder Risiko-LV.) Ggf. macht es Sinn vorher eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Versicherer abgeschlossen zu haben.
Danke dir für den Hinweis. Mir geht es tatsächlich nicht darum, mit der Unfallversicherung etwas zu ersetzen, was eigentlich in den Bereich BU oder Risiko-LV gehört, sondern eher um die Lücke bei dauerhaften Unfallfolgen. Gerade Dinge wie Umbauten, zusätzliche Hilfe im Alltag oder finanzielle Puffer nach einem schweren Unfall habe ich dabei im Kopf. Den Gedanken mit der Rechtsschutzversicherung finde ich spannend und ehrlich gesagt hatte ich den bisher gar nicht so präsent. Macht aber Sinn, weil man ja doch immer wieder liest, dass es im Leistungsfall zu Diskussionen kommen kann. Das vorher sauber getrennt abzuschließen ist wahrscheinlich der stressfreiere Weg.
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Es ist eine allgemein bekannte Wahrheit, dass die Unfallversicherungen eine richtige Gewinnmaschine für die Versicherungen sind.
Trotzdem finde ich es zu einfach, das Thema komplett als „Abzocke“ abzutun. Es ist am Ende wie bei jeder Versicherung eine Wette gegen ein seltenes, aber potenziell sehr teures Ereignis. Wenn man genug Rücklagen hat und das Risiko selbst tragen kann, braucht man sie wahrscheinlich nicht zwingend. Wenn man aber weiß, dass ein schwerer Unfall die finanzielle Situation richtig ins Wanken bringen würde, kann so eine Police als Ergänzung schon Sinn machen.
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In jedem Fall bei der neuen Versicherung Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten, falls abgefragt wird.
Was ist denn eure Idee und Wunsch, was die Unfallversicherung abdecken/absichern soll?
Riskante Hobby oder Sportarten?
Ja, das mit den Gesundheitsfragen sehe ich genauso, da würde ich auch nichts „schönreden“, weil es im Leistungsfall sonst schnell unangenehm werden kann.
Bei mir geht es weniger um Extremsport oder besonders riskante Hobbys. Mir schwirrt eher der Gedanke im Kopf herum, was passiert, wenn man im ganz normalen Alltag einen richtig blöden Unfall hat und danach dauerhaft eingeschränkt ist.
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Aber du hast doch die Erfahrung gemacht, dass die UV sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt zu leisten. Welchen Sinn macht so eine Versicherung?
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Aber du hast doch die Erfahrung gemacht, dass die UV sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt zu leisten. Welchen Sinn macht so eine Versicherung?
Ich verstehe total, was du meinst, weil man genau dieses Gefühl schnell bekommt, wenn man einmal Stress mit der Unfallversicherung hatte. Man denkt sich dann echt, wofür zahle ich das eigentlich, wenn im Ernstfall erstmal alles abgewehrt wird, trotzdem empfinden wir sie als sehr wichtig. Der Hauptsinn der UV ist halt eher der große Ernstfall, also wirklich schwere Unfälle mit bleibenden Schäden aber eben auch so ein sturz von meinem Partner, der nun eingeschränkt ist.
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