Vorgehen bei geerbtem Deka Immobilien Europa Fonds – jetzt verkaufen oder abwarten?

  • Ich habe eine Frage zum weiteren Vorgehen mit einem kleinen geerbten Investment (~5.700€) und würde mich über eure Einschätzungen freuen.

    Ich habe durch ein Erbe Anteile am Deka-ImmobilienEuropa Fonds erhalten, die ursprünglich bei der Sparkasse lagen. Da dort eine Kündigungsfrist von 12 Monaten für die Rückgabe gilt, habe ich das Depot zur ING übertragen, um flexibler zu sein und ggf. über die Börse verkaufen zu können.

    Was ich dabei allerdings nicht bedacht habe: Die Rücknahmepreise über die Fondsgesellschaft/Sparkasse unterscheiden sich ja von den Börsenpreisen, die aktuell teils deutlich darunter liegen.

    Mein ursprünglicher Plan war, ungefähr zu dem Wert zu verkaufen, den das Depot zum Zeitpunkt des Erbfalls (Todeszeitpunkt) hatte. Deshalb habe ich erstmal abgewartet. Inzwischen ist der Kurs aber weiter gefallen, und ich bin unsicher, wie ich jetzt am besten vorgehen soll.

    Meine Fragen:

    • Da die laufenden Kosten 2,7% p.a. betragen, würdet ihr in so einer Situation eher verkaufen (um weitere Verluste zu vermeiden)?
    • Oder macht es Sinn, bei offenen Immobilienfonds wie diesem länger zu warten?
    • Wie bewertet ihr generell den Unterschied zwischen Rückgabe über die Fondsgesellschaft vs. Verkauf über die Börse?

    Ich bin etwas hin- und hergerissen zwischen „Verlust begrenzen“ und „Geduld haben“ und freue mich über eure Erfahrungen oder Einschätzungen.

    Vielen Dank!

  • Kater.Ka 8. April 2026 um 04:42

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Du darfst auch mögliche Opportunitätskosten nicht außer Acht lassen.

    Klar, aus psychologischer Sicht sind "Verluste" nie toll. Aber überlege halt auch, dass du das Geld aus dem Verkauf des Immobilienfonds anderweitig ggf. besser hättest investieren können.

    Macht der Fonds z.B. mehr Gewinn als Tagesgeld in den nächsten Monaten?

    Klar, das weiß man nicht. Aber man weiß, dass es bestimmte Neukunden Angebote für z.B. 6 Monate gibt.


    Meine Meinung ist daher auch, jetzt mit Schreckeb verkaufen und anderweitig anlegen.

  • Was ich dabei allerdings nicht bedacht habe: Die Rücknahmepreise über die Fondsgesellschaft/Sparkasse unterscheiden sich ja von den Börsenpreisen, die aktuell teils deutlich darunter liegen.

    Ich habe damals die 12 Monate abgewartet. Statt der 10% direktem Verlust (da waren die hohen Orderkosten bei der ING noch gar nicht eingerechnet) habe ich noch mal 2,x% Gewinn gemacht. Aber die Meinung ist hier im Forum unpopulär. Hier hat man lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Ich habe das zum Glück anders gesehen, und siehe da: Die Taube war eine Delikatesse.

  • Da die laufenden Kosten 2,7% p.a. betragen, würdet ihr in so einer Situation eher verkaufen (um weitere Verluste zu vermeiden)?

    Ich würde nicht, ich werde, sobald der Erbschein da ist und ich das Deka-Depot meiner verstorbenen Mutter in der Hand habe.

    Ich bin etwas hin- und hergerissen zwischen „Verlust begrenzen“ und „Geduld haben“ und freue mich über eure Erfahrungen oder Einschätzungen.

    Woher weisst Du, wo der Kurs in 12 Monaten oder auch in X Jahrzehnten steht?

    Was ich heute in der Hand habe, kann ich heute nach meinen Wünschen anlegen und ansatzweise damit hochrechnen, was für mich dabei rauskommt.

    Erbe ist für mich geschenktes Geld. Entweder, die Anlageform passt zu meinen Vorstellungen oder ich schichte um.

    Ich nehme mal an, dass es sich hier bei den Ausgangs-Fonds um Anteile handelt, die komplett nach 07/2013 erworben wurden. Nicht dass noch Altbestände dabei sind und nur die seitdem wieder angelegten Ausschüttungen (Deka macht sowas meist autoamtisch, wenn man nicht widerspricht) eine 12-Monatige Kündigungsfrist haben.

    Ich habe das zum Glück anders gesehen, und siehe da: Die Taube war eine Delikatesse.

    In der Rückschau weisst Du es. Hätte es damals parallel >13% Rendite auf das Investment in anderen Assets gegeben, wäre Dein Vorgehen negativ ausgefallen.

  • In der Rückschau weisst Du es. Hätte es damals parallel >13% Rendite auf das Investment in anderen Assets gegeben, wäre Dein Vorgehen negativ ausgefallen.

    Ja, in Bitcoin oder Nvidia hätte es die bspw. wohl gegeben. Aber als ich Wahrscheinlichkeiten abgewägt habe, habe ich das nicht gesehen, auch da das alte Problem: Glaskugel kaputt.

  • Ich habe durch ein Erbe Anteile am Deka-ImmobilienEuropa Fonds erhalten, die ursprünglich bei der Sparkasse lagen. Da dort eine Kündigungsfrist von 12 Monaten für die Rückgabe gilt, habe ich das Depot zur ING übertragen, um flexibler zu sein und ggf. über die Börse verkaufen zu können.

    Moin und willkommen im Forum,

    hier findest du eine Blaupause zu deinen Fragen mit vielen wertvollen Antworten. Es geht auch um

    Erbe - Deka Fonds - Offener Immo Fonds

    Ein Tipp: die Suchfunktion ist hier echt klasse.

  • Ich habe damals die 12 Monate abgewartet. Statt der 10% direktem Verlust (da waren die hohen Orderkosten bei der ING noch gar nicht eingerechnet) habe ich noch mal 2,x% Gewinn gemacht.

    Hättest du an der Börse zugekauft zu dem um 10% reduzierten Preis, hättest du übers Jahr 12,x% Gewinn gemacht. Das bringt ein ETF auch nicht unbedingt.

    Diejenigen, die an der Börse solche Immofonds aufkaufen, verdienen nicht wenig daran.

  • Ich nehme mal an, dass es sich hier bei den Ausgangs-Fonds um Anteile handelt, die komplett nach 07/2013 erworben wurden. Nicht dass noch Altbestände dabei sind und nur die seitdem wieder angelegten Ausschüttungen (Deka macht sowas meist autoamtisch, wenn man nicht widerspricht) eine 12-Monatige Kündigungsfrist haben.

    Das würde ich an deiner Stelle definitiv prüfen. Wir hatten aus dem Erbe der Großeltern auch Deka Fonds von 2003, die in den 2010er Jahren ins elterliche UI Depot übertragen wurden. Für die UI war es dann Neubestand.

    Konnte über alte Depotauszüge von vor 2013 nachweisen, dass es Altbestand ist und, abgesehen von den wiederangelegten Ausschüttungen, fast alles sofort verkaufen.

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