LBS Bausparvertrag von Januar 2023: Erhöhung der Bausparsumme

  • Hallo, zusammen,

    mein LBS-Berater hat mir vorgeschlagen, bei meinem 2023 abgeschlossenen Bausparvertrag "Tarif Niedrigzins" die Bausparsumme von 100.000 Euro auf 300.000 Euro zu erhöhen, um den Darlehenszinssatz festzuschreiben, da aktuell erhebliche Erhöhungen der Darlehenszinsen zu erwarten seien.

    Ist das ein guter Vorschlag ?

  • Kater.Ka 11. April 2026 um 12:53

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Im Regelfall ist das kein gutes Geschäft für einen Verbraucher.

    Überhaupt einen Bausparer abzuschließen rechnet sich oft nicht, das eingezahlte Geld wird kaum verzinst, und man zahlt noch Abschluss Kosten, je nach Höhe der gesamt Summe

  • Die Erhöhung kostet dich 200.000 x 1,x%

    Also mindestens 2.000 Euro plus.

    Warum hat der „Berater“ dir die Erhöhung empfohlen? Stehen konkrete Bauprojekte oder Investitionen an?

    Wenn nein, würde ich dir empfehlen keine Erhöhung zu machen.

    Im Gegenteil: ich würde sogar erwägen, mit Opportunitätskosten auszurechnen und dann zu entscheiden: weiter oder lieber weg…

    Klar, die Abschlussgebühren sind weg. Aber mit einem Schlussstrich kannst du vermutlich aus dem Stand die 10-20€ Kontogebühr und v.a. deutlich mehr Zinsen erwirtschaften.

  • Ich würde mir als erstes die Frage stellen, wofür der Bausparer gebraucht wird:

    Bietet er sehr gute Habenzinsen, sodass es sich als sicherer Vermögensteil eignet?

    Hast du absehbar(!!!) Verwendung für den Darlehensteil? Bietet dieser gute Zinssätze, wird er passend zuteilungsreif?

    Sind irgendwelche (staatlichen) Zuschüsse enthalten, die sich lohnen? Oder eine Kündigung erschweren?

  • Hallo, zusammen,

    mein LBS-Berater hat mir vorgeschlagen, bei meinem 2023 abgeschlossenen Bausparvertrag "Tarif Niedrigzins" die Bausparsumme von 100.000 Euro auf 300.000 Euro zu erhöhen, um den Darlehenszinssatz festzuschreiben, da aktuell erhebliche Erhöhungen der Darlehenszinsen zu erwarten seien.

    Zunächst einmal ist es für den "Bausparproduktefachverkäufer" ein ganz tolles Geschäft.
    Angenommen, du würdest dich auf diesen "Deal" einlassen - zunächst einmal musst du die eine Seite des Vertrages erfüllen, nämlich kräftig ansparen und zwar mindestens € 1.200,00 pro Monat
    (die Regelsparrate beträgt 0,4% der Bausparsumme).
    Wenn du dir das für die nächsten 7 bis 8 Jahre leisten kannst, dann kannst du hoffen, dass du nach ca. 8 Jahren (hoffentlich) den Vertrag zugeteilt bekommst und du neben deinem eingezahlten Guthaben auch das Darlehen erhältst.

    Das muss dann auch noch zurück gezahlt werden mit einer festen Monatsrate von € 1.800,00, bis der Darlehensanteil komplett getilgt worden ist. (die Kreditrate beträgt üblicherweise 0,6% der Vertragssumme).

    Fraglich ist, ob du deinen Vertrag tatsächlich zugeteilt bekommst, wenn du ihn auch brauchst.
    Bis dahin bekommst du für dein eingezahltes Geld kaum Zinsen und obendrein musst du die Abschlusskosten für die Aufstockung des Vertrages zahlen. Wieviel das ist, hängt von dem Bauspartarif ab. (üblicherweise betragen die Abschlusskosten 1,0%- bis 1,6% der Vertragsumme)

    Ich würde mich auf diesen Deal nicht einlassen wollen - selten sind Bausparverträge in dieser Höhe sinnvoll.

  • Vielen herzlichen Dank für Eure sehr gut erläuterten Beiträge :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    ... den Bausparvertrag hatte ich für meinen Sohn abgeschlossen, der war damals 17 Jahre alt. Mir wurde es so schmackhaft gemacht, dass ich meinem Sohn mit diesem Produkt eine gute Grundlage schaffen würde für die Anschaffung eigenen Eigentums. Aktuell sollte ich nun - gemäß meinem LBS-Verkäufer, die Sparsumme auf 300.000,00 Euro erhöhen, um die guten Darlehenszinsen für meinen Sohn zu "konservieren". Er meinte, für 100.000,00 Euro bekäme man ja kein Haus oder Wohnung.

  • Vielen herzlichen Dank für Eure sehr gut erläuterten Beiträge :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    ... den Bausparvertrag hatte ich für meinen Sohn abgeschlossen, der war damals 17 Jahre alt. Mir wurde es so schmackhaft gemacht, dass ich meinem Sohn mit diesem Produkt eine gute Grundlage schaffen würde für die Anschaffung eigenen Eigentums. Aktuell sollte ich nun - gemäß meinem LBS-Verkäufer, die Sparsumme auf 300.000,00 Euro erhöhen, um die guten Darlehenszinsen für meinen Sohn zu "konservieren". Er meinte, für 100.000,00 Euro bekäme man ja kein Haus oder Wohnung.

    Nach dieser Schilderung würde ich das schon als „Falschberatung“ ansehen.

    Löse dich bitte komplett von diesem absoluten Schwachsinn.

  • warum dann geld für 0,1% zins anlegen?

    man bekommt selbst bei fest hoch sicherehits verzinsten produkten mehr als 2% guthaben zinsen auf die anlage summe (mit börsen risiken sind auch 4-5% jährlicher wertzuwachs möglich auf 15jahre).

    Man kann dann später ein ganz normales darlehn ohne großen bausparer abschließen, und hat eine deutlich höhere eigenkapital quote, was in aller regel vorteilhafter ist, da der aufzunehmende kredit dann von vornerein geringer ist und somit weniger kostet.

  • Vielen herzlichen Dank für Eure sehr gut erläuterten Beiträge :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    ... den Bausparvertrag hatte ich für meinen Sohn abgeschlossen, der war damals 17 Jahre alt. Mir wurde es so schmackhaft gemacht, dass ich meinem Sohn mit diesem Produkt eine gute Grundlage schaffen würde für die Anschaffung eigenen Eigentums. Aktuell sollte ich nun - gemäß meinem LBS-Verkäufer, die Sparsumme auf 300.000,00 Euro erhöhen, um die guten Darlehenszinsen für meinen Sohn zu "konservieren". Er meinte, für 100.000,00 Euro bekäme man ja kein Haus oder Wohnung.

    Für 300.000€ bekommst du auch kein Eigenheim.

    Ich würde dem „Berater“ den Rücken kehren. Der muss scheinbar sein Gehalt aufbessern.

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