Früher hatten thesaurierende Aktien-ETF ggü. ausschüttenden ETF einen spürbaren steuerlichen Vorteil aufgrund des Steuerstundungseffekts. Mit Einführung der Vorabpauschale ist dieser Vorteil zwar noch vorhanden aber deutlich geringer geworden.
Derzeit liegt der Anteil ausschüttender Aktien-ETF in meinem Portfolio bei rund 13%. Ich überlege nun ab sofort nur noch in ausschüttende ETF zu investieren mit dem Ziel, dass mit deren Dividende die Steuer auf Vorabpauschale für das gesamte Portfolio gezahlt werden kann.
Bei der Bestimmung des dazu erforderlich prozentualen Anteils an ausschüttenden ETF spielen mehrere Parameter eine Rolle, u.a.
- zukünftige Höhe des für die Vorabpauschale relevanten Basiszinssatz -> Hier gehe ich von rund 3% aus (davon dann 0,7)
- Dividendenrendite des ausschüttenden ETF -> Bei Welt-ETF rund 1,5%
- Anteil der Jahre in denen wegen negativer Entwicklung am Aktienmarkt keine Steuer auf Vorabpauschale anfällt -> 25% der Jahre
Grob überschlagen müsste ich den Anteil ausschüttender ETF von derzeit 13% auf ca. 30% bis 35% erhöhen.
Sind meine Überlegungen grundsätzlich schlüssig oder habe ich etwas nicht bedacht?