Wer hat Erfahrungen mit Rückabwicklung von Standard Life Kapital-LV

  • ich habe ein Problem mit einer KLV von Standard Life
    Meine eigentliche Frage wurde im Forum bereits vor mehreren Jahren von anderen Teilnehmern gestellt aber nie beantwortet.

    Ich denke über eine Rückabwicklung meiner KLV mit BU, 10 % Dynamik und Airbag nach, in die ich von 1996 bis 2022 einbezahlt habe.. Über MLP bei Standard Life abgeschlossen. Seit 2022 Beitragsfrei. Rendite: miserabel. Der offizielle Rückkaufswert ist von 52.000 € in 2022 nun auf 30.000 € zurückgegangen, weil die BU weiter lief. Die haben monatlich 500€ für die BU abgebucht.

    ProLife bietet mir folgendes an: aktueller Rückkaufswert binnen 18 Tagen und später 50% von dem, was zusätzlich über den Rückkaufwert hinaus von der Versicherung erstritten wird. Ist das fair? Oder gibt es andere Wege, um als Endverbraucher, mehr von dem eingezahlten Geld zu bekommen? Wie sind die Chancen ohne einen Anwalt?

    Vielen Dank im Voraus
    HK

  • das ist ein Super Tipp, Danke.

    habe da gerade angerufen. Es dauert 3-4 Monate bis ein Vertrag geprüft ist.

    Ich hoffe, die können bei der Rückabwicklung vergleichbar gute Ergebnisse erzielen bzw. mir dabei helfen Maximum zurückzubekommen.


    Ich bin echt entsetzt, was die Versicherungen alles versprechen, aber nicht einhalten. Das sollte Teil meiner Altersvorsorge sein. Legaler Betrug ist das.

    VG
    HK

  • Ja, es dauert. Gerade weil es so viele Fälle gibt! :rolleyes:
    Und ja, solche Lebens- und Rentenversicherungen sind legaler Betrug.
    Siehe hier: https://www.bundderversicherten.de/de/presse/pres…trug-m2583.html

    Das schlimme ist aber auch, dass wir Kunden und nie damit beschäftigt haben, was wir da eigentlich unterschrieben haben.:rolleyes:
    Ich wurde auch nicht dazu gezwungen den Vertrag meiner KLV oder später meiner bAV zu unterschreiben. Und die jährlichen Standmitteilungen habe ich 25 Jahre ang auch nur abgeheftet ohne mal nachzurechnen was konkret für eine Rendite dabei rauskommt. Also in erster Linie trägt der Typ der Dich jeden Tag im Spiegel anschaut Schuld.

  • ProLife bietet mir folgendes an: aktueller Rückkaufswert binnen 18 Tagen und später 50% von dem, was zusätzlich über den Rückkaufwert hinaus von der Versicherung erstritten wird. Ist das fair? Oder gibt es andere Wege, um als Endverbraucher, mehr von dem eingezahlten Geld zu bekommen? Wie sind die Chancen ohne einen Anwalt?

    Das Kind ist ja bereits bei Abschluss in den Brunnen gefallen.

    Ich vermute einige oder die meisten hier im Forum haben auch schon mal ins Klo gegriffen, inkl. Saidi.

    Die Frage für dich sollte sein: Ende mit Schrecken und als Learning verbuchen

    Oder Zeit, Geld Nerven investieren mit einem ungewissen Ausgang, das Produkt rückabwickeln zu können, wegen bspw. Falschberatung

    Leider kann ich dir da aus eigener Erfahrung keine Info geben. Ich habe solche Finanzentscheidungen und Produkt aufgeräumt. Und dabei sicher Rendite liegen gelassen. Dafür Lebenszeit und vermutlich viel Stress gespart, der bekanntlich nicht gerade gesundheitsförderlich ist.

    Ein erster Alternativweg wäre tatsächlich die Verbraucherzentrale. Ergebnis: offen. Termin: in der Zukunft. Uffz. 🥺

  • natürlich trage ich die Hauptverantwortung, aber ich verdamme die MLP Berater, die mir jahrelang vorgegaukelt haben, dass ich eine gute Altersvorsorge bei Ihnen abgeschlossen hätte. Was ich z.B. nicht wusste ist, dass jede dynamische Beitragsanpassung als neuer Vertragsabschluss galt und dass dadurch neue Gebühren angefallen sind. Das hat mir so keiner gesagt und war mir nie so bewusst.

    Der Bund der Versicherten bietet ebenfalls eine Beratung an, wenn es um Rückabwicklung von KLV geht Ich frage mich, welcher Weg für mich effektiver ist Verbraucherzentrale oder BdV.

    Ich werde mich mal schlau machen und wenn die wirklich fair und gut sind wechsle ich alle Versicherung (wo es sinnvoll ist) zu denen.


    VG
    HK

  • Na ja, wenn ProLife sicher ist, dass da was zu holen ist, warum sollte das die Verbraucherzentrale nicht auch schaffen. Gerade weil bereits etliche Prozesse schon entschieden wurden, sollte die Verbraucherzentrale die entscheidenden Argumente (Paragraphen) kennen, um den Fall schnell abzuschließen.

  • 63225 6. Mai 2026 um 00:58

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • 63225 6. Mai 2026 um 00:58

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  • aber ich verdamme die MLP Berater

    Du kannst nicht verdammen was es nicht gibt.

    Das sind Verkäufer die die Schlechtigkeiten in ihren Produkten nicht kennen und vom großen Geld geblendet diesen Finanzmurks in den Markt drückt. Da wird nix Beraten , es geht nur um Verkauf.

    Frage dich eher wieso du so unbedacht dein Vertrauen diesen Verkäufern geschenkt hast.

    Ärgere dich nicht weiter sondern schau nach vorne und beginne ein Leben als Finanzieller Selbstentscheider, denn wem du die Schuld gibst dem gibst du die Macht.

    Du bist auf einem gutem Weg und mit der Hilfe von der Verbraucherzentrale und dem Bund der Versicherten hast du schon zwei Verbündete. Hier im Forum findest du auch welche….


    Bleib dran. Es lohnt sich.

  • Der Bund der Versicherten bietet ebenfalls eine Beratung an, wenn es um Rückabwicklung von KLV geht Ich frage mich, welcher Weg für mich effektiver ist Verbraucherzentrale oder BdV.

    Auch der BdV ist grundsätzlich eine gute Adresse.
    Aber sowohl BdV als auch Verbraucherzentrale prüfen Deinen Vertrag nur auf fehlerhafte Widerrufsbelehrung und geben Dir eine Einschätzung zu den Aussichten eines Widerrufs ab.
    Widerrufen musst Du dann immer noch selbst. Und wenn sich die Versicherung weigert, musst Du ggf. auch selbst vor Gericht gehen.
    Leider hört man in letzter Zeit immer häufiger, dass die Versicherungen sich mit Händen/Füßen wehren um den Widerruf zu umgehen.

    Evtl. kann tom70794 noch etwas dazu beitragen. AFAIK hat er über die Verbraucherzentrale HH schon mehrere Lebensversicherungen erfolgreich Widerrufen.

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