Warum empfehlt ihr nicht iShares MSCI World SRI UCITS ETF (Acc)?

  • Hallo ihr Lieben,

    den einzigen nachhaltigen und thesaurierenden ETF, den ihr bei ING empfehlt ist iShares DJ Global Leaders (IE00B57X3V84). Dabei ist der gar nicht mal so nachhaltig. Er investiert in kontroverse Waffen, in Atomenergie, in Kleinfeuerwaffen und Palmöl. Nur in geringen Anteilen, aber er schließt Waffen leider nicht gänzlich aus. Außerdem verstößt er zu 1,7% gegen UN-Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeit und Umwelt. Daher ist dieser ETF keine Option für mich.

    Bei meinen Recherchen zu nachhaltigen ETFs bin ich immer wieder auf den iShares MSCI World SRI UCITS ETF (Acc)(IE00BYX2JD69) gestoßen. Warum wird dieser nicht von euch empfohlen?

    Liebe Grüße!

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  • Kater.Ka 5. Juni 2026 um 06:11

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Es vermittelt leider auch ein bisschen den Eindruck, als wenn es gegen ESG (in der aktuellen Form, den Stufen, den Interpretationsvarianten auch der einzelnen ETF-Anbieter...) überhaupt keine Argumente gäbe. Das allerdings halte ich dann auch für eine falsche Sichtweise. Meine Argumentation, wieso ich ganz bewusst Gegner von ESG bin, habe ich hier mal näher beschrieben.

    Da sehe ich im Übrigen auch eine Parallele zur Ausgangsfrage, denn der Fragesteller findet ja eben einen eigentlich als nachhaltig deklarierten ETF als für sich in bestimmten Kriterien bei weitem nicht nachhaltig genug. Wer ESG so differenziert betrachtet und sich dann eben bewusst für so ein Anlageprodukt entscheidet, damit habe ich zumindest keinerlei Probleme. Ich denke aber, dass das eher auf die Minderheit unter den "nachhaltigen" Anlegern zutrifft. Die meisten fallen auf Werbeaussagen bzw. Schlagworte rein. Und deshalb werde ich das auch weiter regelmäßig ansprechen, wenn ESG thematisiert wird. Wer ESG-gefiltert investiert sein möchte, soll das tun, das ist erstmal eine Entscheidung die nicht zu kritisieren ist. In der aktuellen Form ist ESG aber auch nur ein Maßstab, der schnell zur Enttäuschung führen kann, wenn der Anleger hinterher merkt dass das dem eigenen Anspruch von Nachhaltigkeit ja doch nicht gerecht wird. Und das wiederum darf doch wohl angesprochen und kritisiert werden.

  • Dein Post ist um Längen differenzierter als der des Users heute morgen;)

    Du unterschätzt nachhaltig Investierende. Da wird schon geschaut und abgewogen. Das Thema Greenwashing war eine Zeitlang öfter in den Medien, das dürfte für Aufklärung gesorgt haben.

  • Du unterschätzt nachhaltig Investierende. Da wird schon geschaut und abgewogen.

    Sieht man ja an der Ausgangsfrage, wo jemand wohl nicht selber abwiegen kann/möchte, ob ein ETF mit dessen Ausrichtung (und ggf. konkreter Zusammensetzung) für ihn/sie das Richitge ist. Es soll eine Empfehlung geben.

    Wer ESG-gefiltert investiert sein möchte, soll das tun

    Das wird er/sie sowieso, wenn die Finanztip-Essentials beachtet werden. Also des Einfache "Verstehe, worein Du investierst".

    Das Problematische an deiner ETF-Wahl ist der Anbieter

    iShares ist als problemmatisch? Interessant.

  • Ich arbeite in einer ESG/SRI konformen und hoch gerankten Firma und bin auch sonst ein grosszügiger "Menschenfreund", dem Nachhaltigkeit einiges bedeutet.

    Auch ich hatte mal den World SRI von iShares. Habe dann aber i.R. Rebalancing wieder verkauft. Eher im Sinne der Diversifikation und Einfachheit (und Rendite).

  • Man kann sich ja für eine nachhaltige Investititon/Geldanlage entschieden, sollte dann m.M.n. aber nicht blind irgnedwelchen Labeln glauben sondern seine eigene Bewertung mit einbringen:

    Ein ETF, bei dem die größte Position 8,4% (oder gar 10,8%) des Gesamtportfolios ausmacht, wäre für mich als Welt-ETF nichts, sondern max. als Beimischung.

    Ein ETF, in dem Firmen enthalten sind, für die stillgelegte AKW wieder reaktiviert werden oder neue (gigantische) Gaskraftwerke gebaut werden, passt nicht in meine persönliche Einstufung von nachhaltiger Firmenpolitik.

    Ich erdreiste mich aber auch, meinen Arbeitsvertrag nicht zu kündigen, obwohl mein AG in den USA und auch in China weiterhin versucht, Geschäfte zu machen und sich damit nunmal den jeweiligen lokalen Gegebenheiten unterwerfen muss.

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