Seht ihr ein Risiko darin, sich für US-amerikanische ETF-Anbieter zu entscheiden? Fällt euch irgendein hypothetisches Szenario ein, in dem sich diese Abhängigkeit rächen könnte?
Abhängigkeit von ETF-Anbietern aus den USA
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misterworldwide -
9. Juni 2026 um 09:06 -
Erledigt
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Hypothetisch lässt sich vieles konstruieren. Das betrifft auch nicht ausschließlich die USA und nicht nur den Sitz des ETF Anbieters.
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Bei UCITS-ETF spielt es keine Rolle woher die Muttergesellschaft stammt. Nur das Marktrisiko (auch das US-exposure) ist relevant. Das ist bei allen gleich.
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Hypothetisch lässt sich vieles konstruieren. Das betrifft auch nicht ausschließlich die USA und nicht nur den Sitz des ETF Anbieters.
Das Thema kommt immer mal wieder hoch. Wenn dir ein US-amerikanischer Anbieter nicht gefällt, dann nimm doch einfach einen Anbieter aus Europa.
Du kannst z.B. deinen gewünschten ETF bei "justETF.com" suchen und dort wählst du einen Anbieter aus, der dir am besten gefällt. -
Sollten irgendwelche Regierungen entscheiden in den Kapitalmarkt einzugreifen, werde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Es gibt genügend Beispiele aus der Vergangenheit, wie Staaten sich beim Vermögen bedient haben. Einfach nie alles in einen Korb legen ist für solche Situationen sicher kein schlechter Rat.
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Das ist ein ausgesprochen ernstes Thema, dass viele natürlich überhaupt nicht auf dem Schirm haben.
Noch bis Anfang 2025 hätte sich niemals vorstellen können, das die verlässliche Rechtsordnung gefährdet sein könnte.
Ich habe mich Anfang März 2025 (nach dem denkwürdigen Oval-Office-Auftritt) entschieden, ausschließlich nur noch in ETFs von europäischen Fondsgesellschaften zu investieren. -
Bei UCITS-ETF spielt es keine Rolle woher die Muttergesellschaft stammt. Nur das Marktrisiko (auch das US-exposure) ist relevant. Das ist bei allen gleich.
Theoretisch.
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Diversifizierung beschränkt sich nicht nur auf die Wahl der ETF. Anbieter von Tagesgeld, Depot u.a. Wie schon geschrieben - verschiedene Körbe, das beruhigt.
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Theoretisch.
Kannst Du einen praktischen Fall nennen, bei dem ein Kunde durch einen UCITS-Konformen Fonds/ETF Geld verloren hat weil die Fondsgesellschaft aus den USA kam?
Ich weiß z.B. das diverse Russland-Fonds/ETF 2022 quasi dichtgemacht wurden. Das hat dann aber alle Anbieter gleichermaßen betroffen. Auch alle Europäischen.
Und nicht falsch verstehen. Es gibt immer Risiken (siehe Beispiel Russland). Theoretisch könnte so etwas auch den US-Aktienmarkt betreffen. Nur dann wären davon auch alle UCITS-Fonds betroffen. Unabhängig davon ob die Fondsgesellschaft nun aus den USA selbst oder aus Europa kommt. -
Theoretisch.
Theoretisch was? Ein in Irland aufgelegter UCITS-ETF ist ein europäischer Fonds. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Vanguard, iShares oder Amundi auf dem Etikett steht. US-Regulierungen haben auf die Fondsstruktur selbst keinen Zugriff. Wenn überhaupt, würde eine regulatorische Verschlechterung über die in den USA gelisteten Aktien kommen. Zum Beispiel durch eine Anpassung der Quellensteuer. Das würde dann aber alle Fonds gleichermaßen treffen und Nicht-US-Anleger benachteiligen. Wer die USA also als politisches oder regulatorisches Risiko ansieht, muss schlichtweg den US-Anteil im Portfolio senken. Den US-Anteil hochzuhalten und zu glauben, man sei durch den Wechsel des ETF-Anbieters geschützt, ist ein Trugschluss.
Überspitzt ausgedrückt: Besser 0 % US-Aktien in einem Vanguard-Produkt, als 70 % USA-Anteil in einem Amundi-ETF (wenn man davon ausgeht, dass es ein hohes politisches oder regulatorisches Risiko gibt).
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Seht ihr ein Risiko darin, sich für US-amerikanische ETF-Anbieter zu entscheiden?
Definitiv ja. Und es ist ungefähr genau so groß wie das, einen europäischen oder gar deutschen Anbieter zu haben.
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Definitiv ja. Und es ist ungefähr genau so groß wie das, einen europäischen oder gar deutschen Anbieter zu haben.
Es gibt aber keine Verpflichtung, all sein Geld nur bei einem einzigen Fondsanbieter einzuzahlen. Und ebensowenig ist man verpflichtet, in einen Index-ETF mit US-Klumpenrisiko einzuzahlen.
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Und zum Glück ist auch niemand verpflichtet, bei dem Aufstellort des Briefkastens der Unternehmensführung von einem sinnvollen Diversifikationskriterium auszugehen und daraus irgendwelche "Klumpen" herbei zu fabulieren, ohne Umsatzverteilung, Standorte, Mitarbeiterzahlen etc. von global agierenden Unternehmen näher zu betrachten.
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