Wärmepumpe-Förderung Gasheizung nur 18 Jahre alt

  • Hallo Community,

    ich überlege unsere Gasheizung durch eine WP tauschen zu lassen. Allerdings ist die Gasheizung erst knappe 18 Jahre alt.
    Demnach würde ich keinen sog. Klimageschwindikeitsbonus von 20% erhalten.
    Wenn ich heute eine Zusage auf die KfW Förderung bekäme, habe ich 3 Jahre Zeit, um den Einbau der WP durchzuführen. In der Zeit würde die Gasheizung 20 Jahre alt erreichen.
    Daher habe ich die Möglichkeiten:
    1. das Projekt angehen und nur 35% Förderung bekommen; und auf die 20% Förderung für Klimageschwindigkeit verzichten
    2. warten noch ca. 2,5 Jahre warten (bis die Gasheizung den 20. Geburtstag feiert) und erst dann beantragen; dabei hoffen, dass es irgendeine Förderung bis dahin noch gibt.

    Wenn die Gasheizung heute schon 20 Jahre alt wäre, würde ich gar nicht zögern, und auf eine WP wechseln.


    So wie ich es verstehe, und das steht bei der KfW so, dass es keinen rechtlichen Anspruch auf jegliche Förderungen gibt und die Bundesregierung abhängig von der Haushaltslage jederzeit die Förderung ändern oder aussetzen kann.

    Wie würdet ihr vorgehen, um in dieser Situation zu entscheiden? Was würden ihr machen?

    Danke für jegliche Tipps und Vorschläge, um Gedanken zu sortieren und zu einer Entscheidung zu kommen.

  • Du kannst auch in 2,5 Jahren noch entscheiden, ob du die bewillgte Förderung annimmst oder den Antrag dann zurückziehst und einen neuen stellst. Möglicherweise gibt es dabei eine Sperrfrist.

    Fraglich ist auch, ob dir ein Heizi jetzt schon einen Vertrag für in 3 Jahren machen will. Er müsste ja die Inflation schon mit einrechnen.

  • Hallo greenfield,

    rechnet sich der WP- Einbau mit der Grundförderung von 35% und den heutigen Preisen für Gas und Strom sowie den Einbaukosten? Falls ja, würde ich umbauen, falls nein abwarten. Irgendwelche Spekulationen auf die Gas- und Strompreise in 2,5 Jahren, Einbaukosten und Förderung sind müßig.

    Gruß Pumphut

  • Eine gut funktionierende Heizung rauszuwerfen halte ich erst mal für wenig sinnvoll. Und gerade mit Wärmepumpe muss man sich auch selber intensiver Beschäftigen, dazu gehört auch ein hydraulicher Abgleich der vorh. Anlage und dann Messungen mit einem Wärmemengenzähler und das tracken der einzelnen Räume mit der jetzt vorh. Anlage. Gute Seite mit vielen Infos dazu ist das Haustechnikdialog Forum, man muss sich aber wie bei Finanzen da erst mal ordentlich einlesen.

    Und die Erfahrung zeigt das Heizungsbauer Fördergelder eh immer aufschlagen, gibt es die nicht mehr passen sich erfahrungsgemäß die Preise wieder an, also Panik wegen evtl. ausbleibender Fördergelder würde ich mir nicht machen.

  • Ggf. die Steigerung der CO2 Abgabe aufs Gas für die Wartezeit mit berücksichtigen.
    Würde die Wärmepumpe mit selbst produziertem Strom betrieben oder über den vom Stromlieferanten bezogenen Hausstrom? Vielleicht kannst du ja auch noch eine passende Photovoltaikanlage montieren lassen!?

  • Danke euch schon mal für die Rückmeldungen.
    Man muss das halt alles nüchtern betrachten.


    Eine PV-Anlage haben wir schon. Allerdings würde die nach Aussagen des Heizungsbauers ca. 30% des Strombedarfes für die WP beitragen.

    rechnet sich der WP- Einbau mit der Grundförderung von 35% und den heutigen Preisen für Gas und Strom sowie den Einbaukosten?

    Wie würdest du das rechnen? Meinst eine Amortisationsrechnung im Vergleich zu einer neuen Gasheizung? Oder was man dann durch die neue WP insgesamt spart? Über welchen Zeitraum?
    Mit solchen Rechenspielen habe ich mich auch schon beschäftigt. Aber irgendwie kann man da vieles schön oder schlecht rechnen.

    Nochmals Dank an alle.

  • Hallo greenfield,

    Eine PV-Anlage haben wir schon. Allerdings würde die nach Aussagen des Heizungsbauers ca. 30% des Strombedarfes für die WP beitragen.

    Die 30% als Jahresanteil würde ich bezweifeln. Sie wollen den PV- Strom ja als Strom im Haushalt verbrauchen. Da reden wir nur über das Sommerhalbjahr, wo vielleicht ein Stromüberschuss anfällt. Wenn der Überschuss für die Warmwasserbereitstellung im Sommer reicht, sind Sie gut.

    Wie würdest du das rechnen?

    Erst einmal ganz simpel heutige Betriebskosten Gasheizung versus WP mit ganz aktuellen Gas- und Strompreisen, einer realistischen Leistungszahl und wenn Sie wollen noch mit regulärer Wartung und Schornsteinfeger. Dann sehen Sie was Ihnen die kWh heute kostet. Irgendwelche Prognosen für die Zukunft sind Spekulation, weil die Gas- und Strompreise politisch bestimmt werden.

    Wenn die Betriebskosten der WP niedriger sind, rechnen Sie sich den theoretischen Wert aus, in wieviel Jahren Sie eine Einsparung erzielen würden. Bitte immer im Hinterkopf behalten, dass ist ein theoretischer Wert. Ich würde bei einer Amortisationszeit von 10 Jahren und mehr garantiert bei der Gasheizung bleiben und bei mehr als 5 Jahren sehr stark nachdenken.

    Alte betriebswirtschaftliche Regel: nur gleich eingespartes Geld ist gespartes Geld.

    Gruß Pumphut

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