Vorschläge der Rentenkommission 2026: Endlich Reformen oder nur Verschiebung der Probleme?

KI-Zusammenfassung

: Sind die Empfehlungen der Rentenkommission geeignet, die gesetzliche Rente langfristig zu stabilisieren? Zentraler Streitpunkt ist, ob Kapitaldeckung und ein späterer Renteneintritt Probleme lösen oder Lasten verschieben.

Sind die Empfehlungen der Rentenkommission geeignet, die gesetzliche Rente langfristig zu stabilisieren? Zentraler Streitpunkt ist, ob Kapitaldeckung und ein späterer Renteneintritt Probleme lösen oder Lasten verschieben.

  • Mehrere Beiträge sehen Kapitaldeckung und Demografiebezug als nötige Ergänzung zur Umlage, andere werten ein höheres Rentenalter als faktische Leistungskürzung.
  • In der Community bleiben weitere Erwerbsgruppen umstritten, weil Solidaritätsargumente auf Zweifel an finanzieller Wirkung und Belastungen für Minijobs oder kleine Selbstständige treffen.
  • Mehrere Beiträge nennen offene Praxisfragen zu 2 Prozentpunkten Zusatzbeitrag, langer Ansparzeit, Produktauswahl, Steuern, Kosten und ausstehender Gesetzgebung.
  • Nun sind sie (endlich) da: Die Vorschläge der Rentenkommission.

    Ich habe mir die Empfehlungen der Rentenkommission angesehen. Besonders auffällig sind die geplante Kapitalrente, die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung und die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen.

    Was haltet ihr davon?

    Sind das die Reformen, die unser Rentensystem langfristig braucht, oder werden die eigentlichen Probleme nur vertagt?

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  • Die Experten sagen als Gesamtmaßnahme reicht es.

    Ich persönlich bin nicht so glücklich:

    ich werde nicht mehr von den Boomer-Geschenken profitieren

    Ich muss die letzten Jahre noch steigende Beiträge zahlen

    Mein Rente wird aber noch nicht durch die Kapitalrente erhöht

    Also maximale Einzahlung, minimaler Ertrag. Als Trost darf ich nicht mal früher in Rente.

    Wen soll ich nun aus Protest wählen?

  • Ich weiß, man soll nicht negativ denken und ohne die Vorschläge im Detail zu kennen würde ich sagen, dass es für die U50 Generation noch schlechter werden würde.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Für mich sind die Ergebnisse absolut bitter. Reform heißt nur Kürzungen und als Arbeitnehmer soll ich weitgehend länger arbeiten müssen, was absolut gegen meine Pläne geht. Beamte werden weiter gepampert. Einzig die kapitalgedeckte (aktienbasierte) Zusatzrente ist eine Chance, wenn sie nicht wieder zu lassen, dass Versicherungen sich eine goldene Nase verdienen. Mir fehlt auch das Thema Vermeidung von altersarmut, Stichwort flaschensammelnde Rentner. Ich will nicht nur immer länger arbeiten müssen für ein nasenwasser an Rente. Im vergleich zu anderen oecd Ländern (Holland etc.) stehen Rentner in Deutschland nicht gut da. Ich habe es satt. Für mich persönlich heißt, es weiter privat vorsorgen, eventuell ALG 1 mitnehmen und mit Teilzeit Jobs, Krankmeldungen und ALG 1 bis zum späteren renteneintritt durchhangeln, wenn notwendig. Länger leben heißt aber nicht länger arbeitsfähig zu sein und den arbeitsstress durchzustehen. Ich werde meine Konsequenzen an der Wahlurne ziehen. Die beteiligten Parteien kriegen meine Stimme nicht mehr. Andere Handlungsoptionen sehe ich leider nicht.

  • Ich sehe da keine Reformen sondern fast ausschließlich Kürzungen.

    Ansonsten sind es bisher Vorschläge einer Kommission, deren Umsetzung schon am selben Tag unklar ist. Merz will alles umsetzen, Schwesig sagt, dass das so nicht passieren wird.

    Gibt es einen Sektor-ETF auf Popcorn-Hersteller?

  • Ich will nicht nur immer länger arbeiten müssen für ein nasenwasser an Rente

    Der Standard-Rentern soll nach 45 JAhren durch die Kapitalrente 770€ mehr haben - das ist schon signifikant, finde ich.

    eventuell ALG 1 mitnehmen und mit Teilzeit Jobs, Krankmeldungen und ALG 1 bis zum späteren renteneintritt durchhangeln

    DAS erhöht die Rente mit Sicherheit nicht.

    Beamte werden weiter gepampert

    Das ist auch nicht korrekt. Die Maßnahmen sollen auch auf die Beamten-Pension umgesetzt werden. Der Wunsch Beamte in die GRV zu holen ist zwar nachvollziehbar - aber man sollte auch Bedenken, das dann nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben steigen.

  • In meinen Augen ist es keine Reform, sondern eine leichte Anpassung an die Gegebenheiten. Wir haben kein Geld, also schauen wir das die Beiträge hochgehen und die Leistungen sinken. Leider vorhersehbar bei der heutigen Auffassung von Ökonomie. Progressive Ansätze will man ja gar nicht hören.

    Eine richtige Reform hat es in keinem Bereich in den letzten Jahren gegeben. Das System mal wirklich neu aufziehen wäre wohl angebracht. Leider war es das schon vor 20+ Jahren, aber das war da ja noch nicht so wichtig.

  • Empfehlung 23: Reformen wirkungsgleich auf Beamtenversorgung übertragen

    Das glaubst du doch selbst nicht, dass das kommt. Entschuldige bitte, aber an sowas zu glauben, ist in meinen Augen naiv. Die Reformen werden uns als ausgewogen verkauft, damit die Politik es ohne Widerstände durchsetzen kann. Die Beamtenverbände werden ihre verfassungsrechtlich begründeten Ansprüche aber zu verteidigen wissen. Übrig bleiben werden die Einschnitte in die Renten der Arbeitnehmer. Und keiner mit relevanter Entscheidungsmacht vertritt unsere Interessen.

    Empfehlung 18: Verdeckte Armut im Alter bekämpfen

    Zu 18 ist Vorschlag Ausbau der betrieblichen Altersversorgung. Dann sollen sie als erstes die doppelte verbeitragung bei der Krankenversicherung zurücknehmen, damit die BAV rentabler wird. Warum soll ich den Arbeitgeber Anteil zusätzlich zahlen ? Das wird leider nicht kommen, rückwirkende verbeitragung wurde von verbeamteten Richtern höchstrichterlich bestätigt. Der 1% Anstieg unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate sorgt dafür, dass die Kaufkraft der betriebsrenten zusammen schmilzt. Warum wird der Anstieg der Betriebsrente nicht angepasst/erhöht, zum Beispiel wie bei den gesetzlichen Renten oder beamtenpensionen? Meine Annahme, das wird nicht kommen. Private Altersvorsorge muss ich aus eigener Tasche bezahlen. Sobald der Staat Altersvorsorge fördert, holt er es sich durch spätere verbeitragung und Besteuerung zurück. Also Vorsicht vor staatlich geförderten Produkten.

  • Der Standard-Rentern soll nach 45 JAhren durch die Kapitalrente 770€ mehr haben - das ist schon signifikant, finde ich.

    Klingt nach Chance, wenn die Politik es schafft, von teuren Versicherungsprodukte und späteren rückwirkenden verbeitragungen die Finger zu lassen. Habe ich ja geschrieben. Riester Rente wurde uns auch mal als was tolles verkauft…

    DAS erhöht die Rente mit Sicherheit nicht.
    Ich lebe nicht, um zu arbeiten und die Löcher im Staatshaushalt zu stopfen. Andere dürfen das gerne machen. Dafür ist mir mein Leben zu wertvoll.

    Das ist auch nicht korrekt. Die Maßnahmen sollen auch auf die Beamten-Pension umgesetzt werden. Der Wunsch Beamte in die GRV zu holen ist zwar nachvollziehbar - aber man sollte auch Bedenken, das dann nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben steigen.

    Das steht in dem Reformvorschlag der rentenkommission. Papier ist geduldig. Ich glaube nicht daran. Aber warten wir’s ab.

  • Zu 18 ist Vorschlag Ausbau der betrieblichen Altersversorgung. Dann sollen sie als erstes die doppelte verbeitragung bei der Krankenversicherung zurücknehmen, damit die BAV rentabler wird. Warum soll ich den Arbeitgeber Anteil zusätzlich zahlen ? Das wird leider nicht kommen, rückwirkende verbeitragung wurde von verbeamteten Richtern höchstrichterlich bestätigt.


    Die Gerichtsurteile bzgl. Krankenversicherungsbeiträgen bei der bAV beziehen sich auf die heutige Rechtslage. Wenn man wollen würde, könnte man das problemlos ändern.

    Der 1% Anstieg unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate sorgt dafür, dass die Kaufkraft der betriebsrenten zusammen schmilzt. Warum wird der Anstieg der Betriebsrente nicht angepasst/erhöht, zum Beispiel wie bei den gesetzlichen Renten oder beamtenpensionen?

    Die Auszahlung der bAV hängt direkt an dem, was eingezahlt wurde und du weißt bei Vertragsabschluss unter Annahme, dass du unverändert weiterzahlst, ganz genau, was du ausgezahlt bekommst.

    Wer soll denn eine mögliche Erhöhung über das Vereinbarte hinaus zahlen? Du könntest mehr einzahlen, dann gibts auch eine höhere Auszahlung.

    Private Altersvorsorge muss ich aus eigener Tasche bezahlen. Sobald der Staat Altersvorsorge fördert, holt er es sich durch spätere verbeitragung und Besteuerung zurück. Also Vorsicht vor staatlich geförderten Produkten.

    Hier stimme ich zu. Wenn private Altersvorsorge wirklich das ist, was der Gesetzgeber sich wünscht, dann muss die so gestaltet sein, dass die sich gegenüber anderen Sparformen finanziell deutlich lohnt. Beim AVD rechnen sich alle die Köpfe heiß, wann es sich wirklich lohnt und wann nicht. Das ist also nicht das bestmögliche.


    (Du hast ins Zitat geschrieben, das macht es ein bisschen unübersichtlich.)

  • Der größte Fehler in dieser Reform steckt in der Abschaffung der Minijobs.

    Hatten wir schon mal unter Oskar.

    Plötzlich haben fast alle Aushilfen nur noch schwarz gearbeitet, weil es sich nicht mehr lohnte.

    Da erkennt man das Bildungsniveau dieser Rentenkommission.

    Hätte es sehr gerne gesehen, wenn die Beamten komplett in das gesetzliche System überführt würden. Allein aus Solidarität und Gerechtigkeit. Warum Arbeitskräfte in zwei Klassen einteilen?

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Die Auszahlung der bAV hängt direkt an dem, was eingezahlt wurde und du weißt bei Vertragsabschluss unter Annahme, dass du unverändert weiterzahlst, ganz genau, was du ausgezahlt bekommst.

    Wer soll denn eine mögliche Erhöhung über das Vereinbarte hinaus zahlen? Du könntest mehr einzahlen, dann gibts auch eine höhere Auszahlung.

    https://www.gesetze-im-internet.de/betravg/__16.html

    §16 BetrAVG

    Viele Arbeitgeber passen die Betriebsrente gemäß §16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG nur um 1% pro Jahr an. Was passiert mit der Betriebsrente nach zig Jahren, wenn die Inflationsrate deutlich darüber liegt (wie zum Beispiel 8% im Jahr 2022)? Die Kaufkraft sinkt. Das Gesetz könnte die Politik zugunsten der Arbeitnehmer und späteren Rentner ändern, tut sie aber nicht.

    Ich füttere lieber weiter meine privaten Aktien ETF Sparpläne und lasse soweit es geht, die Finger von „staatlich geförderten Altervorsorgeprodukten“…

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