Was tun mit geerbten Fonds und Aktien?

  • Hallo zusammen,

    ich wende mich mal an die geballte Schwarmintelligenz der Finanztip Community, in der Hoffnung, andere Sichtweisen und Ideen in meinen Entscheidungsprozess einfließen lassen zu können.

    Folgende Situation:

    Ich habe aus der Familie einen ganzen Batzen Aktien und Fonds geerbt.
    Nicht alle dieser Werte laufen gut bzw. liegen vermutlich unter dem, was ein "einfacher" Welt-ETF bringen würde.
    Auch sind bei den Fonds die Gebühren relativ hoch.

    Viele der Werte liegen schon ca. 10 Jahren, einige sind relativ neu. (1-2 Jahre).
    Auch wurden hier Zertifikate und anderer Kram "aufgequatscht", die behalte ich aber vermutlich einfach.

    Die primäre Frage ist nun:

    Was tun mit den Fonds?
    Hierbei ist das aufgeteilt auf Vermögensmanagement Balance (WKN: A0M16S) & Vermögensmanagement Chance (WKN: A0M16U).
    Dort stecken ordentliche Batzen Geld drin. (Knappe 480k€)

    Sekundäre Frage:

    Was tun mit den Einzelaktien?
    Die möglicherweise auch einfach Verkaufen, die Steuer schlucken und sinnvoller in ETFs stecken?
    Da steckt nicht ganz so viel drin, lass es vielleicht noch mal 100k€ sein.

    Ich häng einmal einen Screenshot vom Depot an, für die bessere Übersicht.

    Danke im Voraus für alle Ideen und Sichtweisen :thumbup:

    Gruß
    MB

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    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
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    Investieren Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

  • Zur hilfreichsten Antwort springen
  • Kater.Ka 12. Juli 2026 um 07:42

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Moin MadBlade , Erstmal willkommen im Forum.

    Dann mein Beileid zum Ableben des Erblassers.

    Weiter gilt Ruhe bewahren und erstmal die Kurse zum Todeszeitpunkt berücksichtigen.
    Diese Kurse werden zur Ermittlung der Erbschaftsteuer berücksichtigt und mit der Depotgrösse wird da wohl was fällig werden.

    Du musst mit deiner jetzt Geerbten Geldanlage klar kommen.

    Ich würde alles verkaufen und in einen Weltweiten Breitstreunden ausschüttenden Aktien ETF stecken und vielleicht noch 10% Gold ( Xetra oder Euwax) beimischen.

    Steuern wären mir dabei egal da ich die Steuern sowieso bezahlen muss, oder dann weiter vererbt werden.

    Da ich aber nicht weiß was du möchtest und wie deine Finanzielle Gesamtsituation aussieht und du weder über dein Alter, Familienstand und Wohnsituation etwas verraten hast ist jeglicher Rat den man dir Gibt ein Schuss ins Blaue.
    Allgemein:

    Mach dich schlau und habe keine Angst weiter zu Fragen.

  • Die primäre Frage ist nun:

    Was tun mit den Fonds?
    Hierbei ist das aufgeteilt auf Vermögensmanagement Balance (WKN: A0M16S) & Vermögensmanagement Chance (WKN: A0M16U).
    Dort stecken ordentliche Batzen Geld drin. (Knappe 480k€)

    Diese Fonds haben enorm hohe Kosten. In den allermeisten Fällen ist es sinnvoller solche Fonds zu verkaufen, selbst wenn dabei Steuern anfallen. Eine Umschichtung in kostengünstige ETF rechnet sich dann in wenigen Jahren.

    Siehe dazu auch den Beitrag des Honorarberaters Elias Huber: Lohnt sich der Vermögensmanagement Balance?

  • Ich würde erstmal alles mit Verlusten verkaufen

    Und danach die Einzelaktien und die Fonds.

    Einmal aufräumen, Steuern zahlen und dann hast du das hinter dir.

    Zum Vorschlag 10% Gold zu nehmen : nun, meine Meinung ist, dass Gold erst für Vermögen über 1 Mio relevant wird.

    • Hilfreichste Antwort

    Sonntag, 12. Juli 2026

    Guten Morgen MadBlade,

    zunächst einmal finde ich es sehr vernünftig, dass Du hier im Forum nachfragst. Du bekommst hier keine Hochglanzprospekte und in der Regel auch keine Ratschläge aus Eigeninteresse, sondern die Erfahrungen von Menschen, die selbst seit vielen Jahren ihr Geld an der Börse anlegen – mit allen Erfolgen, Fehlern und schlaflosen Nächten, die dazugehören.

    Deshalb auch von mir ein paar Gedanken

    Ich bin seit rund 40 Jahren an der Börse aktiv, inzwischen über 80, war früher Unternehmer und bin heute Privatier. In den vergangenen 20 Jahren habe ich einen großen Teil meines Vermögens verkauft: meine Firma, vermietete Immobilien und manches andere. Für einen Schwaben ist allein das Verkaufen von Immobilien schon beinahe eine seelische Prüfung. Das frei gewordene Geld habe ich überwiegend in dividendenstarke Aktien investiert.

    Mein Gedanke war damals recht einfach:

    Eine Dividende ist ein wenig wie eine Miete. Sie kommt regelmäßig, bei guten Unternehmen häufig mit steigender Tendenz, und die Steuer erledigt die Bank gleich mit. Was will man mehr?

    Mit der Zeit wurde für mich die tägliche Wertentwicklung der Anlage immer unwichtiger. Ob eine Immobilie oder eine Aktie heute zehn Prozent mehr oder weniger wert ist, interessiert einen deutlich weniger, wenn man von den laufenden Erträgen gut leben kann. Die Kursentwicklung ist inzwischen eher für meine Erben wichtig als für mich.

    Allerdings habe ich im Laufe der Jahre auch festgestellt, dass Einzelaktien mehr Arbeit machen, als man zunächst denkt.

    Die Unternehmen und ihre Kurse entwickeln sich extrem unterschiedlich. Einige meiner Aktien haben sich vervielfacht, manche sogar verzehnfacht. Andere dümpelten jahrelang vor sich hin – und da ist selbst eine ordentliche Dividende irgendwann nur noch ein schwacher Trost.

    Deshalb habe ich mich in den letzten Jahren entschlossen, meine Einzelaktien nach und nach zu verkaufen. Das war nicht ganz billig: Die dabei angefallenen Steuern lagen bei mir im oberen sechsstelligen Bereich.

    Trotzdem habe ich mich von fast allem getrennt – sogar von meiner geliebten Procter & Gamble, die ich rund 40 Jahre gehalten hatte, und von meinen noch geliebteren McDonald’s-Aktien, die sich etwa verzehnfacht hatten.

    Auch Allianz mit ihrer schönen Dividende, SAP als deutsches Technologie-Schwergewicht und schwierigere Kandidaten wie Novo Nordisk, Nike oder Nestlé mussten gehen.

    Stattdessen habe ich verschiedene ausschüttende ETFs gekauft.

    Je nach Fonds lag die anfängliche Ausschüttungsrendite ungefähr zwischen zwei und dre Prozent. Durch steigende Ausschüttungen liege ich bei manchen Positionen auf meinen ursprünglichen Kaufpreis gerechnet inzwischen bei 4 bis 5 Prozent. Auch die Kurse sind nebenbei gestiegen. Das nehme ich natürlich gerne mit, aber es beschäftigt mich nicht mehr besonders.

    Der große Vorteil für mich:

    Ich muss nichts mehr umschichten, keine Quartalsberichte lesen und nicht überlegen, ob ein einzelnes Unternehmen gerade den Anschluss verliert. Das erledigt der Fonds. Plötzlich habe ich deutlich mehr Zeit für andere Dinge im Leben – und manchmal vergesse ich sogar, die Börsenkurse anzuschauen.

    Selbst hier im Forum bin ich inzwischen seltener unterwegs.

    Meine Geldanlage ist sehr komfortabel geworden, aber eben auch ein wenig langweilig. Für jemanden, der 40 Jahre lang beinahe täglich an der Börse aktiv war, ist das eine Umstellung. Heute sage ich: Langweilig kann bei der Geldanlage ein großes Kompliment sein.

    Ohne Dich näher zu kennen – Dein Alter, Deine Familie, Deinen Beruf, Deine finanzielle Situation und Deine Ziele – kann und möchte ich Dir keinen konkreten Rat geben.

    Ein junger Mensch mit jahrzehntelangem Anlagehorizont braucht möglicherweise eine andere Lösung als jemand, der bald von seinem Vermögen leben möchte.

    Mein väterlicher Rat als alter Börsenhase wäre deshalb:

    Lass Dich zu nichts drängen. Ein Erbe muss nicht innerhalb weniger Tage „optimiert“ werden. Schau Dir in Ruhe an, was Du geerbt hast, welche Steuern möglicherweise eine Rolle spielen und welche Anlage wirklich zu Deinem Leben passt.

    Du musst nicht jede geerbte Aktie behalten, nur weil der Erblasser sie einmal gut fand. Du musst aber auch nicht alles sofort verkaufen, nur um möglichst schnell Ordnung zu schaffen.

    Die beste Geldanlage ist nicht unbedingt die spannendste oder die mit der höchsten theoretischen Rendite. Es ist diejenige, mit der Du auch in unruhigen Zeiten ruhig schlafen kannst.

    Ich bin mit meiner Entscheidung für ausschüttende ETFs auch nach mehreren Jahren noch jeden Tag zufrieden.

    Spannung und Erlebnisse suche ich heute lieber auf anderen Gebieten – nicht mehr an der Börse.

    Eine ruhige Hand und eine gute Entscheidung wünscht Dir

    McProfit – ein alter Schwabe aus Stuttgart

  • Gold erwirtschaftet keine Rendite. Physisches Gold dagegen Lagerkosten und Verlust Risiko. Das muß man sich leisten können. Meiner Meinung nach ist das bei hohem Vermögen eher der Fall. Vielleicht macht Gold sogar nur Sinn, wenn man vererben will. Ich wollte aber auch nur eine Einzelmeinung durch eine andere ergänzen. Ich erhebe keinen Anspruch auf die allgemein gültige Wahrheit.

  • Danke im Voraus für alle Ideen und Sichtweisen

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich vollständig den Reset-Knopf drücken, jedoch ohne dabei in Hektik zu verfallen. Und diesen Reset würde ich äußerst konsequent durchführen, so daß neben den Fonds und Einzelaktien auch die "Zertifikate und anderer Kram" weg sind. Was auch immer das im Detail sein mag. Das macht in den allermeisten Fällen alles einfach keinen Sinn.

    Im Ergebnis hat man dann eine grüne Wiese in Form eines reinen Cash-Bestandes ohne steuerliche und emotionale Historie. Und auf dieser grünen Wiese würde ich mir ein neues Portfolio auf Basis kostengünstiger passiver ETFs aufbauen, das meinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen entspricht. Hilfestellung dazu findest du bei Finanztip und hier im Forum.

  • Moin zusammen,

    vielen lieben Dank für das willkommen heißen und all eure Antworten.

    Ziemlich spannend, dass doch so viele für loswerden sind.
    War auch mein erster Impuls, mich scheuts so ein bisschen vor den Steuern.
    Das Gesamterbe liegt aktuell bei ca. 750k€, da käme ja dann einiges auf mich zu :S

    Um die offenen Fragen zu beantworten:
    Ich bin 35 Jahre alt, ledig, keine Kinder und bin IT'ler in einem sehr krisensicheren Job.
    Aktuell bekomme ich dort ~4,5k brutto im Monat, wovon ich dann 1,1k€ beiseite legen kann.
    Von den 1,1k€ gehen mittlerweile 700€ in ETFs, mehrheitlich in einen Welt-ETF, zusätzlich probiere ich gerade noch ein bisschen EM mit bei zu mischen & den Euro Stoxx 400.
    Mein "eigenes" Portfolio liegt aktuell bei ca. 6k€, da ich vorher erstmal einen Sicherheitspuffer (15k€) aufbauen wollte.
    Dieser liegt aktuell für den EZB-Zins auf einem Tagesgeldkonto.

    Warum so viel Sicherheitspuffer?
    Ich komm aus einer eher durchschnittlichen Familie, wir hatten nie viel Geld.
    Versteht mich nicht falsch, uns ging es nie schlecht, wir hatten immer genug Geld für Lebensmittel, vernünftige Wohnung, Kleidung usw.
    Aber größere Anschaffungen waren immer ein Problem. Sei es die Waschmaschine, Kühlschrank o.ä.
    Daher hab ich so ein bisschen den Knicks weg, lieber ein bisschen was auf Kante zu haben, wo einen sowas nicht direkt aus der Bahn wirft.

    Ich habe mich selbst erst vor 2 Jahren angefangen mit Finanzen zu beschäftigen, als ich langsam in Regionen des Gehaltes war, wo man auch endlich mal etwas mehr Geld ansparen kann.
    Erst da hab ich gelernt, dass ich hätte auch früher schon mit bspw. 50€ anfangen können...
    Naja, besser spät als nie ^^

    Dazu sei vielleicht noch zu sagen, dass ich zwar schon lange in der IT arbeite, allerdings mein Gehalt nur sehr mittelmäßig stieg.
    Erst beim jetzigen Arbeitgeber wird meine Person und Kompetenz wertgeschätzt & das auch entsprechend mit regelmäßigen Beförderungen und den damit einhergehenden Gehaltserhöhungen vergütet.

    Was sind meine Ziele?
    Puh, das ist eine gute Frage.
    Primär möchte ich aktuell erstmal aus Berlin raus, aktuell wohne ich hier zur Miete.
    Grob interessant wäre für mich alles südlich von Berlin, wobei ich grob die Grenze bei 1h Fahrzeit nach Berlin gesetzt habe. Grundsätzlich kann ich zu 99% im Homeoffice arbeiten, für den Fall, dass ich doch mal ins Büro muss, solls aber keine Weltreise werden.

    My 2 cents.
    Generell muss ich gestehen, dass ich teilweise etwas "überfordert" von der schieren Masse an Positionen aus dem Erbe bin.
    Ich bin dem Erblasser sehr sehr dankbar, dass ich, trotz eines doch weiter entfernten Verwandschaftsgrades den Bärenteil seines Vermögens vererbt bekommen habe.
    Aber mal eben knapp ne Mille zusätzliches Vermögen auf so viele Positionen "hingeklatscht" zu bekommen, ist dann doch eine Hausnummer.

    Nochmals vielen Dank für all eure Antworten.
    Mir hilft das sehr und ich weiß eure Zeit und Mühe sehr zu schätzen!

  • Wenn ich mir die Liste der Aktien anschaue, könnten einige davon noch von vor 2009 stammen. Kannst Du bei der Bank die Einstandsdaten ermitteln? Eine Deutsche Telekom von 2008 würde ich beispielsweise nicht unbedingt verkaufen. Sollte die Bank nicht weiterhelfen (wollen), dann wäre der Übertrag an einen transparenten Broker eine Option. Flatex zeigt beispielsweise auch nach Depotüberträgen die Einstandskurse deutlich an. Sollten die Fonds von vor 2009 stammen, müsste man noch mal tiefer einsteigen, damit möglicherweise zu viel gezahlte Steuern erstattet werden können. Verkaufen würde ich die aber in jedem Fall, die Kosten sind einfach unverschämt!

    Bei dem was nach 2008 angeschafft wurde, kann man leichter verkaufen, weil man nicht so viel falsch machen kann. Bevor Du jetzt in blinden Aktivismus verfällst, mach Dir Gedanken, wie Du Dein Depot in Zukunft aufstellen willst. Hast Du bereits Börsenerfahrung? Falls nein, wäre jetzt der richtige Moment für ein gutes Einführungsbuch zum Thema.

    Erst wenn Du weißt, wo und wie Du das Geld anlegen willst, solltest Du mit Verkäufen anfangen.

  • Warum so viel Sicherheitspuffer?

    15k finde ich nicht viel. Ist auf keinen Fall übertrieben.

    Wo du das grade mit den Steuern ansprichst. Habe da noch nie so drüber nachgedacht. Aber das bedeutet ja, man zahl auf den Depotwert Erbschaftssteuer und beim Verkauf dann nochmal Kapitalertragsteuer. Also irgendwie doppelt.

    Man sollte keine Angst vor Steuern haben, aber auch nichts verschwenden.

    Wie gesagt: Fonds verursachen unnötige Kosten da dürfen einen die Steuern nicht vom Verkauf abhalten. Aktien die im Minus liegen kann man auch verkaufen, die füllen den Verlusttopf. Damit kann man dann Gewinne von anderen Verkäufen mit verrechnen. Dazu vielleicht dann erstmal die kleineren / jüngeren Positionen verkaufen.

    Wenn von deinem Sparerfreibetrag noch was übrig ist kannst du den für jahresweise Bereinigung nutzen. Ist ja nicht so, als wenn gute Aktien wie Allianz morgen gleich ncihts mehr Wert sind.

  • Aktien die im Minus liegen kann man auch verkaufen, die füllen den Verlusttopf. Damit kann man dann Gewinne von anderen Verkäufen mit verrechnen. Dazu vielleicht dann erstmal die kleineren / jüngeren Positionen verkaufen.

    Dran denken, das das Minus auf Aktien nicht mit einem Plus auf ETF verrechnet werden kann. Ferner auf die 100 000 Euro Haftungsgrenze pro Bank beim Tagesgeld denken, sofern dies evtl. noch zur Diskussion stehen sollte. Die bereits angedachte Anlage in einem Geldmarktfonds wäre da der bessere Weg.

  • Wenn ich mir die Liste der Aktien anschaue, könnten einige davon noch von vor 2009 stammen. Kannst Du bei der Bank die Einstandsdaten ermitteln? Eine Deutsche Telekom von 2008 würde ich beispielsweise nicht unbedingt verkaufen.

    Danke für den Hinweis!
    Bei der Commerzbank (Bank des Erblassers) liegen noch einige Aktien, weil der Übertrag zu einer der Erben noch nicht abgeschlossen ist.
    (Ich habe die Vollmachten für alle Konten, da ich derjenige aus der Familie war, der sich um das verstorbene Familienmitglied gekümmert hat)

    Habe alle Positionen mal durchgeschaut, dort gibts auch die Steuerinfos & das jüngste ist leider erst von 2016.
    Also nichts mit Altbestand.
    Aber mega guter Hinweis, wär ich nie drauf gekommen! Danke!

    Erst wenn Du weißt, wo und wie Du das Geld anlegen willst, solltest Du mit Verkäufen anfangen.

    Tja, das ist halt die Frage.
    Ich hätte das jetzt stumpf in meine Welt-ETFs gestopft und ein bisschen Spielgeld genutzt.
    (ETFs probieren - hab da beispielsweise mal ein bisschen mit dem Amumbo & Gaming-ETFs probiert)

    Und diesen Reset würde ich äußerst konsequent durchführen, so daß neben den Fonds und Einzelaktien auch die "Zertifikate und anderer Kram" weg sind. Was auch immer das im Detail sein mag. Das macht in den allermeisten Fällen alles einfach keinen Sinn.

    Ja, wenn würd ich eh so ziemlich alles loswerden wollen, einfach ums zu vereinfachen.
    Beim Zertifikat handelt es sich um ein Memory Express Zertifikat mit Airbag auf Bayer.
    (WKN: VU2G1Y)
    Siehe Screenshot im Anhang.
    -> Ja, da hat er sich immer komische Dinge aufschwatzen lassen.
    Während der Erbauseinandersetzung sind glücklicher Weise 3 andere Zertifikate ausgelaufen und haben wenigstens eins bisschen Bargeld in die Erbmasse gespült.

    Anderer Kram wäre für mich in dem Falle der Fidelity Funds (WKN: 921800) und der Amundi MDAX ETF (WKN: ETF197).
    Der Fund läuft ja noch relativ gut, aber der ETF sieht eher mies aus...
    (siehe Initialer Post mit der Übersicht & die einzelnen Anhänge hier.)

    Ferner auf die 100 000 Euro Haftungsgrenze pro Bank beim Tagesgeld denken, sofern dies evtl. noch zur Diskussion stehen sollte.

    Aktuell liegt das Bargeld, welches zusätzlich aus der Erbschaft kam bei Chase für die 4% Aktionszins, sodass dieses losgelöst von meinem angesparten Geld liegt.
    Danke für den Hinweis!

    Zitat

    Das ist m. E. bei der ING im Online-Banking (nicht in der App) nachvollziehbar, Punkt „Steuer-Infos“ oder so.

    Korrekt, ich sehe leider nur den Übertrag :(
    Müsste hier also die Steuerunterlagen anfordern.

    Danke an alle für die Beteiligung an dem Thema! :love:

  • Auch wenn Deine Erfahrungen noch nicht so arg groß sind, musst Du wenigstens nicht bei null anfangen. Gönn Dir trotzdem ruhig ein Einführungsbuch zu dem Thema. Ein zwei Wochenenden, mehr Zeit braucht man nicht dafür. Hartmut Walz, Gert Kommer oder Saidi Sulilatu wären meine Tipps.

    Versuche den Spieltrieb zu vermeiden oder wenn Du das nicht ganz schaffst, ihn zumindest stark einzuschränken. Erfahrungsgemäß haben die wenigsten Anleger ein Händchen dafür und Anfänger schon zweimal nicht.

    Ein weltweit anlegender ETF wäre meine erste Wahl ob auf einen MSCI ACWI oder MSCI ACWI IMI oder FTSE All World macht am Ende nur wenig Unterschied.

    Falls Du eine spätere Auswanderung nicht ausschließen kannst, würde ich unter 500k bleiben pro ETF. Unterm Stich ist es völlig egal ob Du in zwei oder mehr ähnliche ETFs investierst.

  • Gönn Dir trotzdem ruhig ein Einführungsbuch zu dem Thema. Ein zwei Wochenenden, mehr Zeit braucht man nicht dafür. Hartmut Walz, Gert Kommer oder Saidi Sulilatu wären meine Tipps.

    Das Buch von Saidi hab ich schon hier liegen und habs aktuell zu ca. 1/3 durch.
    Ziemlich gut und interessant, die YouTube Videos von Finanztip und Finanzfluss (wenn man das hier so offen sagen darf) schau ich mir auch regelmäßig an.

    Gert Kommer ließt & hört man auch öfter, da muss ich mal wegen Lektüre schauen.
    Danke für die Tipps!

    Falls Du eine spätere Auswanderung nicht ausschließen kannst, würde ich unter 500k bleiben pro ETF.

    Interessanter Hinweis.
    Ausschließen will ichs ehrlicher Weise nicht.

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