Finanzen im Rentenalter

  • Liebe Community,

    ich lese hier schon eine ganze Zeit lang mit und bin von eurem Wissen und euren Ratschlägen sehr angetan. Deswegen frage ich heute mal nach eurem Schwarmwissen nach. Das ist meinem doch recht großen Sicherheitsbedürfnis geschuldet…
    Ich mache mir schon einige Zeit Gedanken über meine finanzielle Situation in der Rentenzeit. Ich bin 57 Jahre alt und mein offizieller Ruhestand beginnt exakt in 9 Jahren. Ich bin Lehrerin (verbeamtet) und wir gehen nach dem Schuljahr in den Ruhestand, in dem wir 66 Jahre alt werden (vorgezogene Altersregelung). Durch einen Versorgungsausgleich nach Scheidung wurden Anteile hin und her verschoben, sodass ich auf jeden Fall Abschläge bezahlen muss, auch wenn ich bis zu meiner regulären Altersgrenze arbeiten werde. Das mag jetzt nicht so viel sein, da es nur ein halbes Jahr betriff (im Februar geboren). Aber immerhin. Die Betriebsrente, die ich durch den Versorgungsausgleich erhalten habe (kein wirklich großer Anteill< 300 €) wird sich nur um 1 € pro Jahr / Anteil nach Renteneintritt verbessern. Dafür habe ich Pensionsansprüche abgegeben, die sich besser entwickeln. Jammern auf hohem Niveau - trotzdem ärgerlich. Früher aufhören mit der Arbeit habe ich mir abgeschminkt. Ich arbeite lieber bis zu unserem berufsbedingten Schluss - eventuell mit reduzierter Stundenzahl (aktuell mit 85,7% - so kann ich das beibehalten)
    Zu meiner Situation: Meine Rente in 9 Jahren wird nicht schlecht aussehen. Wenn jetzt gesundheitlich nichts Schlimmes passiert, wird sie bei knapp über 3000 € netto liegen (Pensionsansprüche, Versorgungsausgleich). Das ist wirklich sehr gut. Allerdings lebe ich hier in einer der teuersten Regionen. Nicht München und nicht Frankfurt, aber Freiburg.
    Also, ich werde die Rente haben und ich beabsichtige nach dem Renteneintritt mein Haus zu verkaufen und zur Miete zu wohnen. Das ist schuldenfrei. Ich kann den Erlös nur grob schätzen und rechne meistens eher vorsichtig. 630 000 nach Maklerkosten? Es ist ein Reihenendhaus aus dem Jahr 2004, jüngst „aufgemotzt“ mit Solaranlage und Wärmepumpe. Mein Nachbar hat sein Mittelhaus - ohne Wärmepumpe und Solar - für über 700000 im Jahr 2023 verkauft, als die Immobilienpreise besonders hoch waren. Vermutlich könnte ich sogar mehr erzielen als die 630 000 ?.
    Ich möchte später verkaufen, weil das Haus alles andere als altersgerecht ist. Und weil ich mich nicht mehr um die Instandhaltung kümmern möchte. Weder persönlich (Hecke schneiden, Handwerker organisieren… ) noch mit Rücklagen. Die würde ich lieber investieren.
    Das Haus möchte ich noch so lange behalten, bis meine beiden Kinder (aktuell im Studium)i ihre eigenen Haushalte haben. Im Moment möchte ich noch so einen Familientreffpunkt für uns haben. Und dann brauche ich momentan noch ein Arbeitszimmer.
    Idee ist also folgende: Ich werde mich verkleinern nach meinem Eintritt in den Ruhestand. Das Haus verkaufen und zur Miete wohnen. Bis dahin bespare ich meinen ETF weiter (aktuell bei ca, 230 000 € , Sparplan aktuell 770 €. Muss ich eventuell pausieren, wenn Kindergeld für Kind 1 ausläuft, um das Studium zu finanzieren. Ich habe einen Notgroschen und außerdem Rücklagen für ein eventuelles neues Auto, Instandhaltungsrücklagen für das Haus und Studium für die Kinder von 175 000 €.
    Wenn ich dann das Haus in 9 - 11 Jahren verkaufe, rechne ich mit vorsichtigen 630 000 €. Vielleicht wird es sogar mehr sein. 300 000 in den ETF? Den Rest als Sicherheitsbaustein für schlecht laufende Börsen? Reicht dann für über 10 Jahre. Ich rechne mit einer hohen Miete (weil eben Freiburg). Und ich rechne die Rentenlücke weiter: Sie wird ja größer, weil sich Inflation und Rente nicht gleichmäßig entwickeln, Da bin ich etwas irritiert, weil in den Beispielen meistens die Anfangslücke plus Inflation gerechnet wird. Meiner Meinung nach wächst die Lücke aber noch stärker, weil die Rente sich ja nicht gleichermaßen entwickelt. Und die Steuer auf Vorabpauschale muss ja auch noch irgendwo her kommen. Zusätzliche Entnahme?
    Wie viel Miete werde ich mir später wohl leisten können? Sie sind in Freiburg einfach hoch. Und dennoch ist es ja mein Lebensmittelpunkt hier. Urlaube sind mir jetzt nicht so wichtig. Da kann ich sparen. Ich habe mich eingekauft in eine Wohnungsbaugenossenschaft. Vielleicht klappt es ja in ca 10 Jahren mit einer Wohnung. Sie sind eher klein für Alleinstehende. Wäre zu verschmerzen, auch wenn ich nichts dagegen hätte, mit etwas mehr Platz älter zu werden…

    Vor allem möchte ich aber nicht pleite gehen!


    Wie klingt das für euch?

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  • Kater.Ka 18. Juli 2026 um 06:10

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Willkommen im Forum!

    Ich finde, du hast da viele gute Gedanken und gehst ausreichend vorsichtig an die Sache ran.

    Du kannst also schauen, was die nächsten Jahre so bringen und wo du evtl. nachjustieren musst. Wie geht es mit den Kindern weiter, was macht der Immobilienmarkt, die Politik oder nimmt ein Lebenspartner Einfluss auf dich? Du wirst es sehen und bist finanziell so aufgestellt, dass du flexibel reagieren kannst.

    Durch Verträge einengen willst du dich nicht, da droht also keine Gefahr. Genieß die Zeit! Und wenn sie dir in der Schule doch zu sehr auf die Nerven, könnte sogar ein früherer Ruhestand drin sein, wenn ich mir die Zahlen so ansehe. Aber das kannst du ja durchrechnen, wenn es so weit ist.

  • Vor allem möchte ich aber nicht pleite gehen!

    Du hast Pensionsansprüche von über 3000 EUR netto, wohnst in einem schuldenfreien Eigenheim ohne Renovierungsstau plus Rücklagen und hast ein Wertpapierportfolio von 230.000 EUR mit laufendem Sparplan von 770 EUR monatlich. Da musst du dich schon anstrengen um pleite zu gehen ;)

    Aber insgesamt klingt das alles sehr solide. Der Plan im Alter die Immobilie aufzugeben und zur Miete zu wohnen macht Sinn. Ich kenne einige die das nicht schaffen und denen die Wartung und Pflege zunehmend über den Kopf wächst, sowohl körperlich als auch finanziell. Einzig bei der Bewertung dieser Immobilie wäre ich in der Kalkulation eher noch vorsichtiger. Eigentümer bewerten ihre eigene Immobilie praktisch immer zu optimistisch.

  • Eine sehr günstige Ausgangsposition.

    Eine Überlegung ist nicht ganz richtig.

    Und ich rechne die Rentenlücke weiter: Sie wird ja größer, weil sich Inflation und Rente nicht gleichmäßig entwickeln,

    Du bekommst als Landesbeamtin des Landes Baden-Württemberg eine Besoldung und später eine Pension. Die Erhöhungen sind gleich. Die Betrachtung hat also gar nichts mit dem Ruhestand zu tun.
    Du hast üppige Rücklagen und offenbar bisher gut „gewirtschaftet“.
    Bitte bei der Finanzplanung auch den Wegfall der Kinderzuschläge nach Abschluss der Ausbildung der Kinder berücksichtigen.

  • Ich denke du wirst eher im Alter das Problem bekommen wie du dein Geld noch ausgibst, als das du von Pleite betroffen sein wirst.

    Mit deinen finanziellen Ressourcen dürfte es kein Problem sein ab den Renteneintritt noch 1.000 Euro montlich über dein ETF Konto zu entnehmen.

  • Ich denke du wirst eher im Alter das Problem bekommen wie du dein Geld noch ausgibst, als das du von Pleite betroffen sein wirst.

    Mit deinen finanziellen Ressourcen dürfte es kein Problem sein ab den Renteneintritt noch 1.000 Euro montlich über dein ETF Konto zu entnehmen.

    Wobei es hier keinen „Renteneintritt“ gibt.

    Es gibt eben Pension. Über die Immobilie in Freiburg würde ich mir keine Sorgen machen.
    Bei der Suche nach einer altersgerechten Mietwohnung würde ich auf eine Klimaanlage achten….Freiburg ist heute schon zu warm.,,

  • Das stimmt natürlich, Pension statt Rente. Diese fällt aber auch dann üppig aus.

    Auch mal abwarten was in den 9 Jahren noch passiert, vielleicht sind bis dahin die Kinder weiter weggezogen und du möchtest in der Nähe von deinen Kindern, Enkeln leben.

    Auch wäre es zu überlegen sich die Miete zu sparen und stattdessen eine altersgerechte Wohnung zu kaufen, statt Miete zu zahlen. Das Haus dürfte jedenfalls genug Geld abwerfen.

    Ich wäre bei den finanziellen Vorraussetzungen sehr entspannt, vieles kann man auch schlecht planen weil sich die Lebenssituation bis dahin auch schnell mal ändern kann.

  • Ich fasse zusammen:

    57-jährige verbeamtete Lehrerin, Ruhestand in 9 Jahren mit >3.000 € Nettopension.
    Vermögen: 230.000 € ETF, 175.000 € Rücklagen, schuldenfreies Haus (Verkauf geplant, Erlös ca. 630.000 €).

    Von der Pleite bist du meines Erachtens weiter entfernt als 97% der Bevölkerung...

    Ja, immer wieder erstaunlich, wie subjektiv Sicherheit ist.

    KokoIn meinen Ohren klingt das alles recht komfortable und schlüssig. Bei der Frage Mietwohnung oder Eigentum tendiere ich zu Mietwohnung. Es sei denn, du findest eine Wohnung, die als Erbe für deine Kinder interessant ist. Aber die haben ja oft ihren eigenen Kopf.

  • Vermutlich sind die Ausgaben eines Pensionärs wegen der anderen Krankenversorgung etwas höher als bei gesetzlich versicherten Rentnern. Dennoch ist die Ausgangslange recht solide.

    Ob man am Ende eine seniorengerechte ETW kauft oder falls es mit der Wohnbaugenossenschaft klappt, in eine kleine Wohnung zur Miete einzieht, dürfte keinen großen Unterschied machen. Ich würde jedenfalls wenig Abstriche machen was das Thema Anforderung an die Wohnung angeht. Klimaanlage wurde schon abgesprochen aber auch eine weitgehend barrierefreie Wohnung hat im fortgeschrittenen Alter Vorteile.

    Eine Falle sollte man noch vermeiden und das ist die vorzeitige Weitergabe beim Erbe. Ein ordentliches Pflegeheim kann viel Geld kosten selbst für jemanden, der 3.000 Euro Pension bekommt.

    Was die aktuelle Lebenssituation angeht, solltest Du nicht vergessen, Dir selbst das eine oder andere zu gönnen. Ob Besuche im Theater, Reisen oder ein neues Auto, die Schwerpunkte setzt Du alleine.

  • Wie klingt das für euch?

    Hallo.

    Das klingt stabil und weit von besorgniserregend.

    Du kannst ja mal nachfragen, ob Du Deinen Ruhestand aufschieben kannst. In vielen Ländern wird das seitens des Dienstherrn dankend angenommen und die Pensionierungswelle wird in den nächsten Jahren eher höher werden als dass sie abflachen würde.

  • Noch ein Gedanke: ich würde das Haus behalten und an die Kinder überschreiben, verbunden mit der Verpflichtung, meine Miete und ggf. spätere Pflegekosten zu tragen. Wenn Du unbedingt Sicherheit benötigst, kann man das vertraglich regeln. Sollten später aus welchen Gründen auch immer die Kosten aus dem Ruder laufen, kann man die Immobilie immernoch verkaufen. Sie wird in Freiburg sicher nicht im Wert sinken. Die Kinder sollen bei diesem Modell dann selbst entscheiden, ob sie das Haus vermieten oder selbst nutzen, und Du hast keinen Stress damit.

  • Solche Regelungen können der Anfang großer Familienstreitigkeiten werden. Nimm an, das eine Kind will einziehen und das andere Kind fühlt sich finanziell benachteiligt? Angenommen keiner will einziehen, was passiert beim Risiko von Mietnomaden? Ein klarer Schnitt macht für mich deutlich mehr Sinn.

  • Vor allem möchte ich aber nicht pleite gehen!

    Herzlich Willkommen im Forum,

    anhand deiner geschilderten Situation sehe ich es wie viele andere, dass du in einer sehr guten Position bist (die du dir erarbeitet hast!). Dass du pleite gehst, das liegt an dir. Bisher hast du wohl sehr gut gewirtschaftet und anhand deiner Vermögensübersicht bist du solide aufgestellt. Ich sehe hier keine teuren Finanzprodukte, unlukrative Verträge und und und ...

    Viele haben schon zu dem Thema "Haus" geantwortet. Ich würde eine kleine Zeitreise machen und auf den Zeitpunkt in 10 Jahren springen.

    • Aktuelles Wertpapierdepot: 230k € -> 4% (Real-Rendite)
      -> 450k € Volumen (bei +770 € mtl. Sparplan)
      -> 340k € Volumen (Sparplan für die nächsten 10 Jahre pausiert)
    • Aktuell vorhandener Cashpuffer: 175k € (-> auf Einlagensicherung geachtet?)
    • Wenn du das Haus für die 630k € verkaufst und entsprechend deiner Aufteilung investierst
      1. 300k € in ETFs
      2. 330k € in Geldmarkt-ETFs als Puffer

    Die Aufteilung in 10 Jahren wäre theoretisch wie folgt. Ich nehme das Szenario, dass der Sparplan weiterläuft.

    Depot: 750k € = 450k € + 300k €

    Cash: 505k € = 175k € + 330k €

    Das wäre grob eine 60/40 Aufteilung (Depot/Cash). Die Überlegung die du für dich machen kannst, wäre: Möchte und brauche ich so einen hohen Cashpuffer von über 500k €? Die Instandhaltung der Immobilie würde wegfallen.

    • Ich denke, dass die Pensionen im Vergleich zu der GRV deutlich besser steigen und mit der Inflation angepasst werden. Bei 3.000 € netto Pension --- davon kann ein normaler GRV-Arbeitnehmer träumen (aktuell ca. 3.700 € brutto mtl. = Höchstsatz). Da dies als Netto-Pension angegeben wird, gehe ich davon aus, dass der Beitrag für die PKV bereits abgezogen wurde, ergo 3.000 € für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht.
    • Die Vorabpauschale wird vom Verrechnungskonto abgezogen, d.h. dort muss ein entsprechender Geldbetrag vorgehalten werden.
    • Das Thema pleite gehen. Kostet dich deine Miete ca. 2.000 € / mtl. würde alleine der Cashpuffer dies für die nächsten 20 Jahre finanzieren. Zusätzlich dazu kannst du das Depot entsparen. Bei einer Entnahmerate von ca. 3% (bei 750k €) wären es zusätzlich ca. 18.000 € netto p.a. (~ 22.500 € Brutto).
      Krankheiten o.ä. werden von deiner PKV getragen, also du musst ja nicht deine Untersuchungen selbst bezahlen (nur vorstrecken).

    Von der Pleite bist du meines Erachtens weiter entfernt als 97% der Bevölkerung...

    Mit dem aktuellen Vermögen (1,035 Mio. €) zählst du den reichsten 10% deiner Altersgruppe (siehe Übersicht bei Finanzfluss). Zum Vergleich - im Median haben die Menschen in deiner Altersgruppe ein Vermögen von ca. 235k €. Du hast dir das erarbeitet und kannst darauf stolz sein, in dieser komfortablen Situation zu sein.

  • Ein ordentliches Pflegeheim kann viel Geld kosten selbst für jemanden, der 3.000 Euro Pension bekommt.


    Beamt:innen erhalten für Pflegeheime über die Beihilfe im Bedarfsfalle alle nötigen Leistungen. Aufgrund der Fürsorgepflicht des Dienstherrn dürfen sie nämlich nicht auf „Stütze“ angewiesen sein.

    Die Vorabpauschale wird vom Verrechnungskonto abgezogen, d.h. dort muss ein entsprechender

  • Koko Habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen. Bin Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen Interessierter, mit ein bißchen eigenen Erfahrungen (investiere seit über 50 Jahren u. a. in Aktien und Immobilien). Zu Freiburg habe ich einen gewissen Bezug, weil dort gute Freunde von mir leben und wohnen und zum anderen von früheren Radtouren (Schwarzwald u. a.).


    Wie klingt das für euch?

    Grundsolide - für mich jedenfalls.

    Vor allem möchte ich aber nicht pleite gehen!

    Nachvollziehbar. Die Gefahr vermag ich aber bei Dir nicht (ansatzweise - einen normalen Lebenswandel vorausgesetzt) auszumachen. Wer zudem über Jahrzehnte gut mit Geld umgegangen ist und solide gewirtschaftet hat (Dein Ausgangslage dokumentiert dies (eindrucksvoll)), hat bereits bewiesen, daß er oder sie - finanziell gesehen - vernünftig und umsichtig agiert.

    In Bezug auf den "Otto Normalverbraucher" oder den "Durchschnittsfall" würde ich hier - ganz persönlich und da Du ja Lehrerin bist ... - in Sachen "private Finanzen" zu einer Schulnote von mindestens 2+ oder sogar eher 1- tendieren (heutzutage wird wohl eher mit Punktzahlen gearbeitet ... ?).

    Nicht jeder (eher nur eine sehr begrenzte Anzahl an Protagonisten) strebt schließlich Finanz-Ziele wie die "finanzielle Unabhängigkeit" (möglichst deutlich vor dem regulären Rentenalter) oder sogar die "finanzielle Freiheit" (Geld spielt keine Rolex mehr ...) an.

    Bei den (aller)meisten Menschen dürfte ein finanziell auskömmlicher bis komfortabler Ruhestand das typische Finanz-Ziel sein. Dem steht bei Dir - aus meiner Sicht - nichts im Wege.

    Gut finde ich, daß Du generell frühzeitige Überlegungen in Sachen Deiner konkreteren "Ruhestandsplanung" anstellst ("Alter 57") und im Speziellen auch rechtzeitige Überlegungen in Sachen "Haus ("Reihenendhaus"), Verkauf, Anmietung einer (altersgerechten) Wohnung, Einkauf in eine Wohnbaugenossenschaft".

    In dem Kontext: Der tatsächlich zu erzielende Preis einer Immobilie zeigt sich in aller Regel erst beim Verkauf. Zudem würde ich mir - ganz persönlich - da gedanklich alles offen lassen. Angefangen von der Anmietung einer altersgerechten (eher kompakten-pflegeleichten) Bleibe über den Ankauf einer solchen bis hin zum Thema Wohnbaugenossenschaft, Alters-WG oder dem Einkauf in eine Senioren-Wohnanlage (um die geschwollene Formulierung Senioren-Residenz zu vermeiden ...).

    Nur am Rande: Einer meiner langjährigsten und ältesten Freunde dürfte inzwischen auch einer der ältesten Lehrer Deutschlands sein. Wenn auch fein dosiert sprich mit reduzierter Stundenzahl ("man hat mir ein so überzeugendes Angebot gemacht, daß ich gar nicht ablehnen konnte" - hängt vermutlich auch mit seinem Fach (Mathematik) zusammen, da scheint eher ein Mangel an Lehrkräften vorzuherrschen oder zumindest kein Überangebot). Sollte Dir Deine Arbeit im weiteren Verlauf (immer noch) Freude bereiten, eventuell eine zusätzliche (fein dosierte) Option ... (mein Freund ist allerdings seit über 45 Jahren an einem Privatgymnasium beschäftigt - wie es damit (Verlängerung der Lebensarbeitszeit) an staatlichen Schulen und/oder als Beamter aussieht ("verbeamtete Lehrerin") entzieht sich meiner Kenntnis.

    Generell empfehle ich das (unerfreulich bis unangenehme) Thema einer (ggf. auch längeren) Pflegebedürftigkeit nicht auszublenden präziser "auf dem Schirm" zu haben. Insbesondere bei noch "überschaubarem" Vermögen und/oder, wenn keine adäquate private Zusatzversicherung vorhanden ist (Pflegetagegeld-Versicherung beispielsweise). Zum Beamten-Status weiß ich sehr wenig (insbesondere sicher nur, daß ich selbst keiner werden wollte), könnte aber gut sein, daß hier auch im Pflegefall andere Regeln (Stichwort: Beihilfe) gelten als für "Normalos". Ein deutlich Kundigerer als meine Wenigkeit hatte bei der Thematik (Beamter und Pflegebedürftigkeit) - nach meiner Erinnerung - mal den Tenor "gut - aber nicht lückenlos" verwandt. Ohne aber weitere Details zu nennen. Eventuell solltest Du das mal kurz checken.


    Dir weiter eine gute "Lebens-Reise" und stabile Gesundheit - die privaten Finanzen kannst Du, nach meinem Dafürhalten, einfach entspannt weiter "mitreisen" lassen ... !

  • Liebe alle,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und die vielen guten Überlegungen eurerseits. Phänomenal!
    Eine Sache möchte ich noch gerade rücken. Ich habe nicht das gesamte Vermögen selber erwirtschaftet. Einen Teil natürlich schon, aber da ist auch eine Erbschaft mit im Spiel. Deswegen bin ich eher weniger stolz, aber sehr dankbar für diese gute Situation. Und ich möchte nicht fahrlässig mit diesem Familiengeld umgehen. Wäre doch schön, wenn ich später selber auch was vererben könnte.

    Euch allen meine besten Wünsche

  • Liebe alle,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und die vielen guten Überlegungen eurerseits. Phänomenal!
    Eine Sache möchte ich noch gerade rücken. Ich habe nicht das gesamte Vermögen selber erwirtschaftet. Einen Teil natürlich schon, aber da ist auch eine Erbschaft mit im Spiel. Deswegen bin ich eher weniger stolz, aber sehr dankbar für diese gute Situation.

    Alles selbst erwirtschaftet haben viele die stolz auf ihr Vermögen sind auch nicht, die wenigsten sind so offen und demütig wie du 👏

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