DKB: Konto wegen Phishing gesperrt, aber Kartenzahlung über 350 € trotzdem ausgeführt - normal?

  • Hallo zusammen,

    ich würde gerne eure Einschätzung zu einem Phishing-Fall mit der DKB hören.

    Am 20.06.2025 bin ich auf einen Phishing-Betrug hereingefallen. Kurz danach wurde mein DKB-Konto für das gesamte Wochenende gesperrt. Dadurch konnte ich weder mit meiner Karte bezahlen noch auf mein Konto zugreifen.

    Was ich bis heute schwer nachvollziehen kann: Einerseits wurde mein Konto aufgrund verdächtiger Aktivitäten gesperrt, andererseits wurde die durch den Betrug entstandene Kartenzahlung über 350 € trotzdem ausgeführt.

    Nach meiner Reklamation teilte mir die DKB mit, dass die Zahlung über Visa Secure mit zwei Faktoren authentifiziert worden sei und daher als autorisiert gelte. Eine Erstattung sei deshalb nicht möglich.

    Meine Frage:
    Ist es bei Banken üblich, dass ein Konto wegen eines vermuteten Betrugsfalls gesperrt wird, eine bereits verdächtige Kartenzahlung aber trotzdem nicht mehr gestoppt werden kann?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit der DKB oder anderen Banken gemacht?

    Mir geht es nicht darum, die DKB pauschal zu kritisieren, sondern besser zu verstehen, ob dieses Vorgehen bei Phishing-Fällen normal ist.

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  • Kater.Ka 30. Juli 2026 um 13:25

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Am 20.06.2025 bin ich auf einen Phishing-Betrug hereingefallen. Kurz danach wurde mein DKB-Konto für das gesamte Wochenende gesperrt.

    Vor über einem Jahr?

    Hat die DKB das Konto nach dem Wochenende dann automatisch entsperrt oder wie lief das?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Also zunächst frage ich mich, warum du wegen einem 1 Jahr alten Fall hier schreibst.

    Ich kenne nicht die internen Vorgaben der DKB, Aber es kann durchaus sein, dass wenn mehrere ungewöhnliche Vorgänge passieren der Zugang sicherheitshalber gesperrt wird, oder wenn du es gemeldet hast.

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass weil du auf Phishing reingefallen bist und den Betrügern einen Vollzugriff aufs Konto gegeben hast (und offenbar auch das die die Nummer ändern konnten) die einmal Google Pay/Apple Pay eingerichtet haben und damit gezahlt haben. Daher denkt die DKB ja gut du hast es ja authorisiert und hast daher Pech gehabt. Es kann sein, dass die Kartenzahlung freigegeben wurde, bevor das Konto gesperrt war. Umsätze können ja immer erst reklamiert werden, wenn diese final gebucht worden sind.

    Ob du da rechtlich gegen vorgehen kannst, weiß ich nicht, vor allem weil es EIN Jahr her ist. Aber du hast halt für die Bank dann grob fahrlässig gehandelt (Zugangsdaten auf einer Phishing Seite eingegeben, Freigaben erteilt oder aufgrund eines „Anrufs der DKB“ irgendwas gemacht).


    Auch wenn es sicher langweilig ist, daher bitte künftig folgende Tipps beachten:

    - niemals Links aus einer E-Mails, SMS, QR Codes öffnen, sondern immer nur über den bekannten Weg ins Banking einloggen (DKB App, dkb.de)

    - Keine Bank will am Telefon wegen eines beliebigen Grund eine TAN, Zugangsdaten, Freigaben. Das ist dann immer Betrug. Übrigens ruft die DKB selbst eigentlich nie an

    - Rufnummeranzeigen kann man seit Jahren (oder immer) fälschen. Also nur weil da die Nummer der DKB, INg, comdirect, Sparkasse steht ist das deshalb nicht „die Bank“.

    - nutzt einen Passwortmanager (der schlägt nur auf den echten Websites das Kennwort vor)

    - benutzt immer einzigartige Passwörter (und niemals mehrfach!)

    - sichert eueren Mobilfunk-Account ab, also mit 2FA usw.
    - bezahlt nach Möglichkeit nur mit Apple/Google Pay oder Paypal, damit die echte Kartennummer nicht überall herumschwirrt.

    Weitere Infos gibts u.a. hier: https://www.dkb.de/privatkunden/service/phishing

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