Mitte 40 und "nur" 10k€ - lohnt sich noch Geldanlage?

KI-Zusammenfassung

: Lohnt sich Mitte 40 mit 10.000 € freiem Startkapital noch der Einstieg in die Geldanlage, wenn bis zum Ruhestand 15 bis 20 Jahre bleiben und bis 2033 nur etwa 200 € monatlich möglich sind?

Lohnt sich Mitte 40 mit 10.000 € freiem Startkapital noch der Einstieg in die Geldanlage, wenn bis zum Ruhestand 15 bis 20 Jahre bleiben und bis 2033 nur etwa 200 € monatlich möglich sind?

  • Mehrere Beiträge sehen den Einstieg trotz spätem Start positiv und nennen einen einfachen, breit gestreuten Welt-ETF mit regelmäßiger Sparrate als naheliegende Lösung.
  • Mehrere Beiträge ordnen 300 € Zusatzeinkommen aus reinen ETF-Ausschüttungen als schwer erreichbar ein und diskutieren stattdessen Entnahmen über viele Jahre.
  • Später meldete der Fragesteller die Umsetzung mit den gesamten 10.000 € in einem Welt-ETF und schloss kreditfinanzierte Aufstockungen aus.

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  • Hi!

    Ich bin Mitte 40 und war bislang sehr rückständig, was Geldanlage und Vermögensbildung angeht. Einzig eine Immobilie, die bis 2033 abbezahlt ist, habe ich.

    Jetzt habe ich ~10k€ freigeschaufelt, mit denen ich es mal probieren möchte.

    Habe mir vor ein paar Wochen ein Konto bei Scalable eröffnet, bevorzugt wegen dem akzeptabel verzinsten Tagesgeldkonto(für die persönlichen Rücklagen und für die Immobilie).

    Lohnt es sich überhaupt noch, bei einem Anlagehorizont von max. 15-20 Jahren? Eine mögliche Sparrate wird bis 2033 eher gering ausfallen(~200€ max).

    Danke!

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  • Kater.Ka 8. August 2026 um 21:36

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Moin, gehört dir die Immobilie dann alleine in 2033? Dann hättest du‚ mit 47 Jahren sicherlich mehr Vermögen, als der Durchschnitt in diesem Alter. Wenn es auch nicht direkt liquide ist. Aber ich sehe dann absolut kein Problem in der jetztigen recht niedrigen Sparrate.

  • Was heißt lohnen? Wenn du die Kaufkraft (also den Wert) deines Geldes erhalten willst, solltest du auf jeden Fall mit Geldanlage anfangen. Nicht trotzdem, sondern weil!

    Bei 10.000€ und 200€ Sparrate hast du (bei 6% p.a.) in 20 Jahren etwa 123.000€ zusammen.

    Habe ich das richtig verstanden – das Abbezahlen läuft davon unabhängig und Rücklagen sind vorhanden? Dann los!

  • Lohnt es sich überhaupt noch, bei einem Anlagehorizont von max. 15-20 Jahren?

    Und was kommt dann? Willst Du mit 60-65 alles verkaufen?

    Mein ETF wird mit Renteneintritt langsam entspart, womit Teile davon auch in der Rente noch lange investiert bleiben.

    Wenn Du von den üblichen Annahmen des weltweiten Aktienmarktes ausgehst, dann sollte es sich für 15 Jahre mehr lohnen wie das Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen. Auch, wenn Du mit den genannten Werten keine große Zusatzrente ab 65 erzielen wirst.

    Eine mögliche Sparrate wird bis 2033 eher gering ausfallen(~200€ max).

    Du hast zusätzlich 10.000€ geschreiben, die vermutlich nicht als Rücklage fürs Haus gedacht sind?

    Über diesen Rechner komme ich bei nur 5% Rendite p.A. und der Sparrate auf 7.529,70€ Rendite (Brutto) bis 2033. Und gehe ich ab dann von keiner zusätzlichen Sparrate mehr aus, wären es in 15 Jahren immerhin 16.841,65€ Rendite oder ca. 51k€ im Depot. Schaffst Du es, die Kreditrate dann zusätzlich zu sparen, dürfte sich für die gesamte Rentenzeit eine relevante Zusatzrente ergeben.

    Aber natürlich weiss niemand, wie sich der Markt ab morgen entwickelt.

    https://www.finanzfluss.de/rechner/sparrechner/

  • Hi!

    Danke für Eure Antworten. Ja, es läuft komplett abseits von den anderweitigen Rücklagen. Dafür habe ich eine eigene Sparrate, die ich aber zurückfahre, weil m.E. schon genug Rücklagen auf der Seite sind. Das macht die Sparrate für den Kapitalmarkt frei

    Später, wenn die Kreditrate entfällt kann die Sparrate klar erhöht werden.

    Ursprünglich hatte ich angedacht, zum Renteneintritt auf rd. 300€ monatliches Zusatzeinkommen zu kommen(heutiges Hausgeld, haben noch immer den Traum, im Alter "kostenlos" wohnen zu können), was aber wegen den niedrigen Summen unrealistisch sein dürfte.

    Grüße

  • Ich habe auch spät angefangen, so wie du Mitte 40, zufällig ist mein selbst bewohntes EFH in 2033 mit meinem Rentenbeginn dann auch abbezahlt. Hatte wie du auch mit rund 200€ angefangen, allerdings erst mit Edelmetall, was Rückblickend zu diesem Zeitpunkt ein Volltreffer war. Grundstock hatte ich keinen, nur habe ich zu diesem Zeitpunkt zwei Direktversicherung ruhend gestellt, deren Auszahlung werde ich nutzen um die Restschulden des EFH in 2033 zu tilgen. Mittlerweile spare ich pro Monat mehr als 700€, vorwiegend in einen ETF ( hatte dieses Jahr umgeschichtet von UnionDepot zu Invesco FTSE AllWorld). Vermögen mittlerweile 6 stellig und es kommen noch 7 Jahre hinzu. Also es lohnt sich auf jeden Fall.

  • Besser jetzt als morgen anfangen.

    Frage wäre noch wofür das Geld ist. Wenn es für die Altersvorsorge nicht liquide sein muss und eventuell sogar Kind(er) vorhanden ist/sind, wäre auch das avd einen Blick wert. Sehr wahrscheinlich lohnt sich die maximale Förderung mit minimalen Einzahlungen sowieso.

  • Bei 15-20 Jahren Anlagehorizont würde ich sagen: ja, lohnt sich auf jeden Fall, gerade weil du früh genug dran bist. Bei der Sparrate zählt eher die Regelmäßigkeit als die Höhe – ein breit gestreuter ETF (MSCI World oder FTSE All-World) als Sparplan plus die 10k€ als Einmalanlage wären ein solider, einfacher Start. Wichtig ist eigentlich nur, dass man in Marktphasen mit Kursrückgängen nicht aussteigt, sondern durchhält – Zeit im Markt schlägt Market-Timing. Viel Erfolg!

  • Ursprünglich hatte ich angedacht, zum Renteneintritt auf rd. 300€ monatliches Zusatzeinkommen zu kommen(heutiges Hausgeld, haben noch immer den Traum, im Alter "kostenlos" wohnen zu können), was aber wegen den niedrigen Summen unrealistisch sein dürfte.

    Das siehst Du bei weitem zu pessimistisch. Du hast mit der weit fortgeschrittenen Schuldentilgung der Immobilie bereits einen wesentlichen Baustein zu Deinem entspannten Ruhestand geleistet. Die 10.000 Euro würde ich als Notgroschen im Tagesgeld behalten aber zukünftig kannst Du zusätzlich zur Immobilie ein kleines (Geld)Vermögen aufbauen.

    Dein finanzieller Spielraum ist bis 2033 eingeschränkt. Aber nach Abzahlung des Kredits kannst Du Deine Sparrate deutlich erhöhen. Du kannst einen Sparrechner mit Deinen Zahlen füttern und schauen, wie viel Geld Du zum Renteneintritt voraussichtlich verfügbar haben wirst. Je nach Aktienanteil kannst Du mit 4-6 % Rendite p.a. kalkulieren auch wenn man die genaue Rendite nicht vorhersagen kann. Ggf. noch die Inflation abziehen.

    200 Euro bis 2033 --> ca. 35.000 Euro (je nach Aktienanteil/Rendite)
    Das ist jetzt noch nicht sehr viel, aber ab 2034 wirst Du die Sparrate deutlich erhöhen können und dann sind 200.000 Euro bis zur Rente sicher drin und das ist mehr als genug für das zukünftige Hausgeld.

    Die Anlagedauer beträgt nicht nur 20 Jahre sondern sicher eher 30 Jahre oder mehr, da Du das Geld ja nicht auf einen Schlag benötigst bei Rentenbeginn.

  • Das siehst Du bei weitem zu pessimistisch. Du hast mit der weit fortgeschrittenen Schuldentilgung der Immobilie bereits einen wesentlichen Baustein zu Deinem entspannten Ruhestand geleistet. Die 10.000 Euro würde ich als Notgroschen im Tagesgeld behalten aber zukünftig kannst Du zusätzlich zur Immobilie ein kleines (Geld)Vermögen aufbauen.

    Ich denke, das kann investiert werden, denn die Anlage der 10.000€

    läuft komplett abseits von den anderweitigen Rücklagen. Dafür habe ich eine eigene Sparrate, die ich aber zurückfahre, weil m.E. schon genug Rücklagen auf der Seite sind.

    Aber vielleicht bin ich auch befangen, weil es mir ähnlich geht – nur ohne Immobilie.

  • Ich bin Mitte 40 und war bislang sehr rückständig, was Geldanlage und Vermögensbildung angeht.

    Besser spät starten - als nie ...

    Einzig eine Immobilie, die bis 2033 abbezahlt ist, habe ich.

    Immerhin, würde ich mal sagen.

    Die dann lastenfreie Immobilie sollte aber als integraler Bestandteil einer in sich schlüssigen gesamten Altersvorsorge gesehen und verstanden werden, die dann vor dem absehbaren Renteneintritt in eine konkretere Ruhestandsplanung übergeht.

    Jetzt habe ich ~10k€ freigeschaufelt, mit denen ich es mal probieren möchte.

    Sicherlich bzw. hoffentlich unabhängig von der bereits bestehenden adäquaten "Rücklage für Notfälle" und einer ebensolchen "Rücklage für die Immobilie" ...

    Lohnt es sich überhaupt noch, bei einem Anlagehorizont von max. 15-20 Jahren?

    Geld vernünftig anzulegen oder zu investieren lohnt sich meines Erachtens immer.

    Soll es in Aktien geschoben (investiert) werden, beachte ich dabei stets einen Anlagehorizont von 15 Jahren aufwärts ...

    Außerdem könnte sich ab 2033 (Immobilienkredit zurückgeführt) zudem Dein finanzieller Spielraum und damit Deine Sparquote (deutlich) erhöhen ...

    Nur am Rande

    haben noch immer den Traum, im Alter "kostenlos" wohnen zu können

    "Kostenlos" wohnt praktisch niemand.

    Der Mieter zahlt monatlich die Miete plus die Nebenkosten (bzw. die monatliche NK-VZ) und der Eigentümer zahlt monatliches Hausgeld und bei Kreditfinanzierung eine Annuität (Zins+Tilgung).


    Dir gutes Gelingen bei und mit Deinem Vorhaben ... !

  • der Eigentümer zahlt monatliches Hausgeld


    Dir gutes Gelingen bei und mit Deinem Vorhaben ... !

    Danke!


    Wenn das Hausgeld aus Ausschüttungen aufgefangen werden kann, habe ich mein Ziel erreicht.

    Ich würde einen ausschüttenden Welt-ETF wählen und diese reinvestieren, in der Hoffnung das bis zum Termin X diese vielleicht schon hoch genug sind, um das eigentliche Kapital nicht anfassen zu müssen.

  • In welchem Zusammenhang?

    Gemeint ist das es nie zu spät ist anzufangen. Wenn du morgen säst, kommst du deinem Ziel sicher recht nah und kannst ernten. Hast du in 20 Jahren 100k zusammen kannst du auf ewig und steuerbereinigt 380 Euro monatlich entnehmen bei angenommener Rendite von 6% p.a. Und das ohne das angesparte Kapital zu verbrauchen.

  • Gehe tatsächlich davon aus, daß es dafür schon zu spät ist. Es ist halt ein Wunsch.

    Wenn es über die Ausschüttung eines normalen Welt-ETF kommen soll, dann ist es zu spät (sorry, das sagen zu müssen). Außer, Du investierst ab 2033 die gesamte bisherige Kreditrate (das werden wohl nicht nur 100€ im Monat sein) zusätzlich in den ETF.

    Ein Welt ETF liefert ca. 1,5% Ausschüttung, die in der Höhe nicht exakt planbar sind. 300€ * 12 = 3600€ Ausschüttung im Jahr (Netto) oder ca. 4300€ Brutto. Das ergäbe eine heutige Kaufkraft von 286000€ Depotwert.

    Jetzt darfst Du noch die Infaltion dazu rechnen.

    Realistisch ist nur, das Depot ab Rentenbeginn über 30 Jahre zu entsparen. Dann würden ca. 100k€ mit hoher Wahrscheinlichkeit genügen, oder bei 2% Infaltion p.A. ca. 135k€ Depotewert in 15 Jahren.

    Der Mittelweg könnte sein, sowas wie den FTSE All-World High Dividend zu nutzen. Der lag in den letzten Jahren bei gut 3% Ausschüttung und vom Kurs her trotzdem recht nahe am normalen FTSE All-World.

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