Wie hoch ist das übliche Beratungshonorar bei einer privaten Rentenversicherung?

  • Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, welche Honorare bei einer Beratung zur privaten Rentenversicherung aktuell üblich sind.

    Mit welchen Stundensätzen muss man bei einem Honorarberater ungefähr rechnen? Und wie viele Stunden werden für eine ausführliche Beratung inklusive Analyse, Tarifvergleich und gegebenenfalls Unterstützung beim Abschluss erfahrungsgemäß benötigt?

    Mich würden sowohl typische Stundensätze als auch konkrete Erfahrungen mit Gesamtkosten interessieren.

    Danke schon mal für eure Erfahrungen und Einschätzungen.

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • Zur hilfreichsten Antwort springen
    • Hilfreichste Antwort

    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, welche Honorare bei einer Beratung zur privaten Rentenversicherung aktuell üblich sind.

    Mit welchen Stundensätzen muss man bei einem Honorarberater ungefähr rechnen? Und wie viele Stunden werden für eine ausführliche Beratung inklusive Analyse, Tarifvergleich und gegebenenfalls Unterstützung beim Abschluss erfahrungsgemäß benötigt?

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Die reine Vermittlung einer ETF-Nettopolice bekommst Du je nach Anbieter zwischen 200-400€.
    Es gibt aber Fälle, bei denen für die reine Vermittlung mehrere Tausend € fällig wurden. Also Vorsicht!
    https://hartmutwalz.de/teure-nettopolicen/

    Die üblichen Stundensätze für eine Honorarberatung liegen bei 150-250€ pro Stunde (+ MwSt.).

    Wenn man jetzt die Stundensätze und Vermittlungshonorar zusammen nimmt sollte eine übliche Beratung und Vermittlung nicht mehr als 1.200€ Kosten. Das wären dann je nach Anbieter ja schon mehrere Stunden Beratung.
    Es ist ja nicht so, dass der Honorarberater erst mal individuell Stundenlang für jeden Kunden den kompletten Markt sondiert. Die Honorarberater nutzten natürlich auch entsprechende Auswahltools der Anbieter. Ein Honorarberater mit der entsprechenden Expertise wird üblicherweise sehr schnell einen konkreten Tarif empfehlen können, der den Kundenanforderungen entspricht.

    Rückfrage:) Wieso möchtest du eine teure private Rentenversicherung?

    https://www.focus.de/finanzen/die-d…4b5d71cfd4.html

    https://www.finanztip.de/private-rentenversicherung/

    So eine private RV in Form einer ETF-Nettopolice muss nicht teuer sein. Und auch hier gilt wie bei allen Finanzfragen: Erst genau informieren und dann entscheiden!

    Es gibt durchaus Konstellationen in denen der Abschluss einer günstigen ETF-Nettopolice vorteilhaft sein kann.
    Ich würde einem jungen Menschen auch niemals dazu raten eine ETF-Nettopolice abzuschließen. Da würde ich immer zum ETF-Sparplan raten.
    Aber, wenn man z.B. bereits 50 ist kann der Abschluss einen ETF-Nettopolice durchaus vorteilhaft sein. Wohlmöglich kann man dann bereits seinen konkreten Steuersatz im Alter besser abschätzen (Halbeinkünfteverfahren).
    Man kann innerhalb der Police steuerfrei umschichten und es fällt auch keine Vorabpauschale an.
    So kann man in der Nettopolice zunächst mit 100% Aktienquote weiter sparen. Und in Richtung geplante Entnahme dann steuerfrei in Richtung Sicherheit umschichten.
    Man kann das Rentenalter im Vertrag auf 85 setzen. Dann kann man vor dem 85. Lebensjahr regelmäßig Entnahmen aus der ETF-Nettopolice tätigen (Nutzung Halbeinkünfteverfahren).
    Oder man lebt eben die ersten 20 Jahre um Ruhestand aus dem eigenen ETF-Depot, dass man mit Mitte 20 abgeschlossen hat, und bezieht dann ab dem 85. Lebensjahr eine lebenslange Leibrente aus der mit 50 abgeschlossenen ETF-Nettopolice.
    Fazit: Es gibt kein Schwarz/Weiß, sondern das Finanzprodukt muss zur eigenen Lebens- und Finanzplanung passen.

    PS: Wenn Du vor dem Rentenalter im Vertrag das gesamte Kapital entnommen hast, entfällt auch die Rentenversicherung.

  • TobiWee93 8. September 2026 um 09:58

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • Gut ausgewählt = keine Depotgebühr, keine Gebühr für die Sparplanausführungen

    Das ist halt der typische Forenvergleich eines Selbermachers im Forum, der sein Leben lang garantiert und niemals auf Sozialleistung angewiesen ist, bis zum Tag vor dem Tod klar im Kopf bleibt und damit seine Finanzen selber regen kann und will.

    Da würde ich immer zum ETF-Sparplan raten.

    Ich nicht, sondern zur Analyse, was persönlich zu einem besser passt. Dann wird einem auch klar, dass die Aussagen eines möchtegern Finanzprofessors auf YT zu Nettopolicen (die laut ihm angeblich funktionsgleich mit einem privaten ETF Sparplan sein sollen) nicht immer stimmt.

  • Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, welche Honorare bei einer Beratung zur privaten Rentenversicherung aktuell üblich sind.

    Mit welchen Stundensätzen muss man bei einem Honorarberater ungefähr rechnen? Und wie viele Stunden werden für eine ausführliche Beratung inklusive Analyse, Tarifvergleich und gegebenenfalls Unterstützung beim Abschluss erfahrungsgemäß benötigt?

    Mich würden sowohl typische Stundensätze als auch konkrete Erfahrungen mit Gesamtkosten interessieren.

    Danke schon mal für eure Erfahrungen und Einschätzungen.

    Wenn man weiß was man möchte 300 €. Der günstige Vertrag, eigentlich nur als Basisrente sinnvoll (wegen steuerlicher Erwägungen), ist dann im Verlauf, so die Theorie, deutlich kostengünstiger.
    Derzeit gilt bei aktuellen Rürupverträgen die Alte Leipziger als gut. Auch Raisin und Europa sind interessant.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen