Junges Paar auf der Suche nach einem guten Rat für Finanzen in den 30ern

KI-Zusammenfassung

: Wie kann ein Paar Anfang 30 mit 6.700 € Nettoeinkommen, 50.000 € Tagesgeld und Familienplänen größere Ausgaben und Altersvorsorge ordnen?

Wie kann ein Paar Anfang 30 mit 6.700 € Nettoeinkommen, 50.000 € Tagesgeld und Familienplänen größere Ausgaben und Altersvorsorge ordnen?

  • Mehrere Beiträge sehen den ETF-Sparplan als guten Start, sind bei der Aktienquote aber zwischen vorsichtiger Aufteilung und 60 bis 80 % bei langem Anlagehorizont uneins.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Tagesgeld oder Geldmarktfonds, Notgroschen, Versicherungen, Anwartschaft und Kosten für Auto, Hochzeit, Reise und Elternzeit.
  • Mehrere Beiträge sehen bei der soliden Ausgangslage Spielraum für ein günstigeres Auto und niedrigere laufende Ausgaben, und das Paar will beides prüfen.

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  • Wir sind ein junges Paar auf der Suche nach einem guten Rat für unsere Finanzen in den 30ern. Die Frage vorweg: Wie würdet ihr an unserer Stelle handeln, um das meiste aus unserer (noch) komfortablen Situation herauszuholen? Vielleicht klingt es absurd: Wir sind von den vielen Informationen und Ratschlägen im Netz einfach überrumpelt und total handlungsgelähmt, weil wir uns die gute Situation nicht verbauen wollen. Wir haben die letzten Monate damit verbracht, unsere Ausgaben zu optimieren. Jetzt geht es darum, mit der Grundlage eine langfristige Strategie zu verfolgen. Uns ist durchaus bewusst, dass die ganze Sache keinesfalls dramatisch ist und wir im Vergleich zu vielen anderen Paaren in einer sehr privilegierten Situation sind. Am Ende des Tages haben wir allerdings ganz offen gesprochen tierische Angst, jetzt falsche Entscheidungen zu treffen, die uns langfristig sehr viel Vermögen kosten (🙂). Unser Ziel ist es, dass wir es uns finanziell erlauben können, dass meine Partnerin mit 60 in den Ruhestand geht und wir einfach sorgenfrei leben und reisen können. Zu dem Zeitpunkt wäre ich dann folglich 65. Ergibt einen Investitionszeitraum von gut 30 Jahren.

    Möglichst kurz erklärt: Meine Partnerin ist 28 (Angestellte), ich werde dieses Jahr noch 33 (Beamter). Noch sind wir kinderlos und unverheiratet, beide Themen (Hochzeit, Kinder) stehen in den nächsten Jahren an. Unsere Idealvorstellung wäre eine Hochzeit in den nächsten zwei Jahren und 1-2 Kinder in den nächsten fünf Jahren.

    Wir sind komplett schuldenfrei und haben ein gemeinsames Nettoeinkommen von ca. 6700 Euro und Ausgaben in Höhe von ca. 4500 Euro (gut 2000 Euro bleiben übrig). Ihr Gehalt liegt bei ca. 2400 Euro, meins bei ca. 4300 Euro netto. Mit Familienzuschlägen würden nach der Hochzeit nochmal ca. 150 Euro netto und pro Kind jeweils nochmal ca. 200 Euro exklusive Kindergeld on top auf mein Gehalt kommen (ich weiß, ein absolutes Privileg).

    Wir wohnen zur Miete (1050 Euro warm) und ein Hauskauf bzw. Hausbau ist nicht geplant. Auf der Seite haben wir 50.000 Euro auf dem Tagesgeld und bislang nur 2000 Euro in einem ETF-Sparplan auf den FTSE All-World. Den Sparplan haben wir mit 250 Euro monatlich eigentlich nur eingerichtet, um das Setup schon mal zu haben. Hier wollen wir natürlich so bald wie möglich aufstocken.

    Ganz aktuell hat außerdem unser Auto den Geist aufgegeben und wir wollen auf jeden Fall zeitnah ein neues kaufen. Uns reicht ein Auto, wir würden hier allerdings gerne einfach etwas Komfortables kaufen und wären auch bereit, etwas mehr dafür auszugeben, um möglichst lange Ruhe und Freude zu haben. Im Auge haben wir einen Skoda Octavia Jahreswagen für rund 30.000-35.000 Euro.

    Weitere Ausgaben sind dann natürlich die Hochzeit (gerne kleiner, ca. 5-8k), Hochzeitsreise (gerne größer, ca. 8-10k), Elternzeit bzw. die ersten Jahre, wenn meine Partnerin überwiegend zuhause sein wird, Urlaube an sich etc.

    Wir sind bereit, uns vor allem die nächsten Jahre einzuschränken. Gleichzeitig haben wir aber auch Angst, zu wenig zu leben und den Spaß zu kurz kommen zu lassen.

    Um zum Punkt zu kommen:

    • Wie würdet ihr mit der Situation umgehen, dass ihr zwar relativ viel Geld sofort verfügbar auf der Seite habt, aber derart viele größere Ausgaben anstehen?
    • Wie würdet ihr das Thema Altersvorsorge angehen (ETF, AV-Depot)?
    • Wie hoch sollte unser Notgroschen sein?
    • Ist es in unserer Situation okay, so viel Geld für ein Auto auszugeben?
    • Welche Rücklagen würdet ihr in welcher Höhe für Hochzeit, Kinder, das nächste Auto etc. bilden?
    • Wie viel Geld würdet ihr wo zurücklegen, um für künftige gängige Ausgaben wie Kleidung, Technik, Urlaube, das nächste Auto etc. gewappnet zu sein?

    Der Spagat zwischen all den Themen fällt uns einfach schwer und wir sind über jeden noch so kleinen Impuls dankbar. Vielen Dank vorab an jeden, der sich die Zeit nimmt und seinen Senf abgibt! 🙂

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  • Kater.Ka 14. September 2026 um 08:24

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ihr macht schon vieles richtig (vor allem die gründliche Planung), deshalb nur ein paar Grundgedanken:

    Eure Rücklagen reichen ja quasi schon für Auto, Hochzeit und Honeymoon. Da diese Ausgaben aber nicht unmittelbar anstehen, würde ich relativ entspannt ein Risikoarm-Risikoreich-Modell angehen und beispielsweise je 1000 Euro risikoarm und im ETF anlegen.

    Ihr könnt euch natürlich auch erst mal rantasten und langsam die ETF-Rate erhöhen, aber auf lange Sicht würde ich da mindestens eine Aktienquote von 60% pflegen.

    Zur Frage, wie viel Geld man wo anlegen sollte: Ich würde alles Risikoarme im Tagesgeld und/oder einem Geldmarktfonds halten. Und zwar gar nicht kleinteilig, also ohne die sogenannte mentale Buchführung. Die macht ja auch Arbeit.

  • Ich würde sagen, für den Vermögensaufbau ist mit dem ETF Sparplan der erste richtige Schritt getan. Das solltet Ihr so beibehalten und vor allem durchhalten. Ob man die Sparrate später ändert, könnt Ihr ja abhängig von der weiteren Entwicklung (beruflich, familär) entscheiden. Das Tagesgeldkonto würde ich nach Autokauf dann aber zunächst wieder (per Dauerauftrag) auffüllen. Wichtig wäre vielleicht über die Absicherung der zukünftigen Familie nachzudenken (Berufsunfähigkeit, Risikolebensversicherung).

  • Ich empfehle Euch mal einen intensiven Blick auf den folgenden Blog.
    https://beziehungs-investoren.de/blog/

    Dort findest Ihr sehr viele Informationen zum Thema Finanzen in einer Beziehung.
    Dem Thema Altersvorsorge solltet Ihr natürlich Beachtung schenken. Insbesondere bei einem anstehendem Kinderwunsch, und dem daher anzunehmenden beruflichen 'zurückstecken' eines Partners (zumeist der Frau) sollte hier ein besonderer Schwerpunkt gelegt werden. Auch wenn ich Euch natürlich nur das Beste wünsche, geht mehr als jede 2. Beziehung im Laufe der Jahre in die Brüche.

    Das zukünftige AV-Depot (ab 2027) solltet Ihr Euch in dem Zusammenhang einmal genau ansehen.
    https://www.finanztip.de/altersvorsorge/altersvorsorgedepot/

    Ansonsten seit Ihr finanziell doch schon auf einem guten Weg. Schuldenfrei, ausreichendes Einkommen, schon etwas Geld angespart und Ihr macht Euch Gedanken wie es weiter gehen soll (auch finanziell).

  • Insbesondere bei einem anstehendem Kinderwunsch, und dem daher anzunehmenden beruflichen 'zurückstecken' eines Partners (zumeist der Frau) sollte hier ein besonderer Schwerpunkt gelegt werden.

    Spontan sehe ich da sowohl bei der Beamten-Familienzulage als auch bei der maximalen Förderung im Altersvorsorgedepot die magische Zahl 150 aufleuchten. Plus Kinderzulage natürlich

  • Vielen Dank schon mal für die tollen Impulse. Das Thema BU haben wir bereits abgehakt, Risiko-LV steht auf dem Plan. AV-Depot werden wir auch starten, da sind wir uns schon sicher.


    Die 1000/1000-Euro-Aufteilung in risikoarm und risikoreich sagt tatsächlich auch die KI (🙂). Mir kam das bisher allerdings nur etwas viel risikoarmer Teil vor, weil bei Finanztip (auch auch woanders) durchaus Aktienquoten von 70-80% empfohlen werden. Müssen aber wohl einsehen, dass die 30er eine besondere Phase sind, in der eben für gewöhnlich „von heute auf morgen“ mehr größere Ausgaben anstehen.

  • Ganz aktuell hat außerdem unser Auto den Geist aufgegeben und wir wollen auf jeden Fall zeitnah ein neues kaufen. Uns reicht ein Auto, wir würden hier allerdings gerne einfach etwas Komfortables kaufen und wären auch bereit, etwas mehr dafür auszugeben, um möglichst lange Ruhe und Freude zu haben. Im Auge haben wir einen Skoda Octavia Jahreswagen für rund 30.000-35.000 Euro.

    Nur kurz zum Autothema: Ich weiß ja nicht, ob es unbedingt gehobene Ausstattung sein muss, wenn du komfortabel sagst, aber Octavia oder Leon als Kombi gibt es neu als EU Fahrzeuge deutlich günstiger.
    Die starten im unteren 20k Bereich.

    Ocatavia Essence

    Leon Style

    Ich persönlich müsste da auch keine weitere Ausstattung hinzubuchen. Bei Kindern ist Platz das Wichtigste. Natürlich nach der Sicherheit. ;)
    Beim Platz sind beiden in ihrer Klasse vorne.

  • Wie würdet ihr das Thema Altersvorsorge angehen (ETF, AV-Depot)?

    An der Stelle würde ich mal losgelöst von der konkreten Anlage zunächst mal davon ausgehen, dass sich die Beamtenversorgung in deinem Ruhestand bei Weitem nicht mehr auf dem Niveau verhalten wird, wie das bei heutigen Pensionären der Fall ist. Wenn ihr bei euren Planungen (die angesichts der Zeit und all den Unwägbarkeiten drumherum immer nur grob sein können) auf den Begriff "Rentenlücke" stoßt, dann orientiert euch eher an den Zahlen der Angestellten, als an deinen.

  • Die 1000/1000-Euro-Aufteilung in risikoarm und risikoreich sagt tatsächlich auch die KI (🙂). Mir kam das bisher allerdings nur etwas viel risikoarmer Teil vor, weil bei Finanztip (auch auch woanders) durchaus Aktienquoten von 70-80% empfohlen werden. Müssen aber wohl einsehen, dass die 30er eine besondere Phase sind, in der eben für gewöhnlich „von heute auf morgen“ mehr größere Ausgaben anstehen.

    Ja, ich würde auch erhöhen, aber vielleicht erst wenn Auto und Heirat erledigt sind. Deswegen würde ich erst mal auch den Topf "Risikoarm" weiter befüllen, die Ausgaben sind ja absehbar und dann müsst ihr nicht gleich wieder den Sparplan umstellen, um das Tagesgeld wieder aufzufüllen.

    Möglich wäre auch, z.B. die 50.000€ als risikoarmen Puffer auf lange Sicht beizubehalten und den Rest an die Börse zu bringen (Zum Weiterlesen: Stichwort "safe-asset floor"). Entnehmen kann man zur Not ja immer noch, wenn es mal mehr sein muss.

  • xe-2026

    Der guten Ordnung halber: Habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen ...


    An Deiner/Eurer Stelle würde ich die Versicherungsseite (bin keine Fan von Versicherungen, eher im Gegenteil; nichtsdestotrotz ...) zumindest mal einem Check unterziehen (Optimierungen möglich ? Lücken vorhanden ? usw. - in Sachen PHV, BU-Schutz, ggf. RLV). Mein bewährtes doppeltes Motto: "Versichern" kommt vor jedem Anlegen und Investieren und sich dabei auf das existenziell Wichtige konzentrieren, dies dann aber auskömmlich gestalten. Das halte ich schon für einen Single für zwingend, dürfte aber erst recht bei anstehenden Plänen (inkl. Familienplanung) wie den Eurigen gelten.


    Eine Liquiditätsrücklage (für Notfälle) würde ich in solchen Konstellationen immer eher bei sechs als bei nur drei Netto-Monatseinkommen verorten. Das kann zugebenermaßen aber auch anders gesehen und gehandhabt werden.

    In Sachen Fahrzeug und Eurem finanziellen Setting

    Im Auge haben wir einen Skoda Octavia Jahreswagen für rund 30.000-35.000 Euro.

    würde ich - ganz persönlich - eher eine (oder zwei) finanzielle Schublade(n) niedriger ins Regal greifen. Was ohne dramatische Abstriche in Sachen Platz, Komfort und Sicherheit auch möglich sein sollte.

    Unser Ziel ist es, dass wir es uns finanziell erlauben können, dass meine Partnerin mit 60 in den Ruhestand geht und wir einfach sorgenfrei leben und reisen können. Zu dem Zeitpunkt wäre ich dann folglich 65. Ergibt einen Investitionszeitraum von gut 30 Jahren.

    Langfristige Ziele zu definieren und zu verfolgen, auch Finanz-Ziele, ist immer gut und wichtig. Nach meinen Erfahrungen trifft man nämlich eher oder besser, auf was man (ab)zielt. Über derartig lange Zeiträume kann aber viel passieren (damit einem das Leben nicht dramatisch "dazwischenkommt", dabei können einem Versicherungen etwas helfen; siehe oben).

    Vor dem Hintergrund, daß ihr die "Zeit auf Eurer Seite" habt

    gut 2000 Euro bleiben übrig

    ist es sicherlich ein guter und gangbarer Weg diese Sparquote (immerhin rund 30% bezogen auf Euer gemeinsames Netto) - statt einer 50 : 50 Aufteilung (risikoarm/risikoreich) - mit einer gewissen oder deutlichen Übergewichtung (je nach subjektiver Risikobereitschaft - z. B. 70%) in den Aktien-ETF-Sparplan (risikoreicher Teil) zu schieben.

    In der Situation und dem Alter würde ich mir aber stets ein gewisse finanzielle Beweglichkeit (auch gedankliche Beweglichkeit sprich Flexibilität) bewahren. Die privaten Rahmenbedingen können sich allein durch die Familienplanung ziemlich ändern. Die Sparquote würde ich dennoch möglichst nicht (nie) unter 15% besser 20% sinken lassen.

    Beispielsweise zu Veränderungen

    Wir wohnen zur Miete (1050 Euro warm)

    Das ist sehr preisgünstig (insbesondere beim Blick auf meine Region hier als fast "enorm" preisgünstig zu bezeichnen).

    Der Bedarf in Sachen "Wohnen" könnte sich aber absehbar (ggf. deutlich) ändern; siehe hier:

    und 1-2 Kinder in den nächsten fünf Jahren.

    Das ist für Euch kein großes Problem (ggf. größere Wohnung anmieten), sollte man bei der mittelfristigen Finanzplanung aber auf dem Schirm haben.


    Finde, daß Ihr zum einen für Euer Alter recht solide aufgestellt seid und zum anderen auch umsichtig und mit Bedacht vorgeht.


    Weiterhin gute Gedanken und ebensolche Entscheidungen wünsche ich Euch ... !

  • Für mich sieht es nach einem guten Plan aus, der ETF ist sehr gut gewählt und für die anstehenden Ausgaben ist ein ausreichender Betrag im TG verfügbar. Zum Thema AVD macht es Sinn, wenn alle Angebote am Markt sind, mit Hilfe der Einschätzung von Finanztip, drüber zu schauen. Wie ihr die Höhe der Sparpläne wählt, solltet ihr euch überlegen, was ist monatlich übrig und wird wann gebraucht, danach würde ich die Einteilung vornehmen. Es muss ja nicht auf Dauer so laufen, ein Sparplan ist schnell geändert und man kann Höhe und Verteilung monatlich neu anpassen. Ich würde Netzbeobachtungen sein lassen, dort sind viele Experten unterwegs auf die man verzichten sollte, schaut ab und an bei Finanztip rein und gut ist. Bei Geldanlagen ist häufig die einfachste Lösung gleichzeitig die Beste.

  • Bisher alles wirklich gut durchdacht. Das was mich wundert ist eher wie man 4700€ Fixkosten hat bei einer Wohnung von 1050€ warm.

    Wobei das auch nicht entscheidend ist. Mit 2000€ Sparrate kann man viel anstellen. Wie gesagt wurde, wären alle größeren Ausgaben der nächsten 2 Jahre durch den Notgroschen abgedeckt.

    Wenn man früher in Rente möchte ist es sinnvoll da ein Augenmerk drauf zu legen. Da ihr stand jetzt 5 Jahre (derzeit steht ja noch mehr im Raum) überbrücken wollt ist da schon einiges nötig. In den Jahren lebt ihr von einer Pension (sofern du mit 65 in Rente gehen darfst) und Rücklagen, statt wie vorher von 2 vollen Gehältern. Die zweite Rente kommt erst später dazu. Auch ein AVD würde höchstens mit den 30% Einmalzahlung zum schließen der Lücke beitragen können. Der gesamte Rest muss so auf die Seite geschafft werden. Da ihr in dieser Zeit vermutlich geplant habt noch mehr zu Reisen und die Zeit zu nutzen braucht man auch tendenziell noch mehr Geld. Da würde ich mir die Lücke sehr gut ausrechnen und extrem großzügig Planen, das so viele Jahre ins Budget passen.

    Geht man von lediglich 5 Jahren aus und nimmt von deinem Gehalt gerundet 70% Pension in der Zeit. Ohne Inflation sondern lediglich mit der heutigen Kaufkraft um nur mal was Greifbares zu haben.

    4300×70% entspricht ~3000€

    5x12x3000= 180k Einkünfte in der Zeit

    In den 5 Jahren davor hättet ihr erhalten

    5×12×6700= ~400k

    Also rein von der heutigen Kaufkraft braucht ihr mindestens 220k€ 'Überbrückungsgeld' zusätzlich zur normalen Rentenlücke.

    Das ist extrem grob gerechnet und beachtet ganz viel nicht. Das entspricht 225€ im monat sparrate auf 30 Jahre bei 6% Rendite. Und das wäre nur der Anteil der zusätzlich weg geht.

    Ihr habt die Zeit und auch die finanziellen Möglichkeiten das locker zu schaffen. Aber kalkuliert das bitte nicht auf Kante😉

  • Off-Topic Anfang das Strangthema betreffend - aber meines Erachtens von genereller Relevanz


    In dem Kontext

    Ich würde Netzbeobachtungen sein lassen, dort sind viele Experten unterwegs auf die man verzichten sollte, schaut ab und an bei Finanztip rein und gut ist.

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß ich mich zu relevanten Themen (die "privaten Finanzen" sind nach meinem Dafürhalten unstrittig darunter zu subsumieren) niemals nur anhand einer einzigen Quelle informieren würde (das hatte ich schon damals (Ende 60er/Anfang 70er) nicht praktiziert - und würde ich auch keinem Dritten so empfehlen) - und heutzutage bei der "Netzbeobachtung" kritische Distanz und ggf. Selektion zu empfehlen ist:

    Fraglos kann - gerade hierzulande - alles nur begrüßt werden, was tendenziell in Richtung "Verbesserung der Finanzbildung" passiert. Erst recht, wenn dies ohne kommerzielles Eigeninteresse geschieht (Beispiel Finanztip). Einerseits.

    Andererseits spielt das aber Finanztip betreffend - jedenfalls teilweise - auf bestenfalls mediokerem Niveau (das war mir schon bei Themen wie dem "Dreieck der Geldanlage" (Finanzbildung/Schule) und einem Video zur "Eurokrise" aufgefallen).

    Jüngst hatte ich mir zufällig den "passende Ratgeber für Dich" (*) zum Thema "Digitaler Euro" (Stand 11/2023 ...) von der "Payment Expertin" (Josefine Lietzau) mal reingezogen. "Die Ergänzung für Europas Bargeld" - de facto geht es hier wohl eher um Bargeld innerhalb der EU und der Eurozone ...

    Nach dem ersten Dutzend "soll" im Text habe ich die "solls" nicht mehr weiter gezählt. Was hätte in der EU und Eurozone nicht schon alles sein "sollen" ... angefangen von den EU-Verträgen rund um die europäische Einheitswährung bis hin zur Lissabon-Strategie der EU ... Da hätte ich in Sachen "Digitaler Euro" ebenso gut mit EZB-Mitarbeitern wie Ulrich Bindseil und/oder Jürgen Schaaf über das besagte Thema sprechen können ... Oder mit der Presseabteilung der EZB ... Oder einer von der EZB beauftragten PR-Agentur ... Oder dem TV-Sender Euronews, der mit 25 Mio. € per annum seitens der EU gesponsert wird ...

    Keine einzige Silbe in Sachen einer differenzierten Sicht Richtung "Pro und Contra" bzw. "Chancen und Risiken". Jeder halbwegs ernsthaft an diesem Thema Interessierte und verständige 17- oder 18-Jährige dürfte zumindest rudimentär um die Chancen aber auch Risiken dieses Projekts wissen (einerseits "Kostenlos und relativ sicher, mit Offline-Funktion, kann die europäischen Unabhängigkeit fördern (versus Visa, Mastercard), ermöglicht Echtzeit-Transaktionen, Ergänzung des Bargelds" versus "Datenschutz und Privatsphäre (Informationelle Selbstbestimmung, gläserner Bürger, Möglichkeit digitales Geld zu programmieren), Gefahr von Bank-Runs (in Krisen dürfte Geld von Banken zu EZB wandern), Schwächung der Geschäftsbanken (Geschäftsmodell, Kreditvergabe), Cyberrisiken und Technikabhängigkeit, weitere Zurück- bzw. Verdrängung des Bargelds, sehr geringe Höchstgrenze für Bürger" geplant (max. 3.000 €)" ) - um einige typische Stichworte zu nennen.

    Eine fundierte und ausgewogene Information zu dem Thema (Digitaler Euro) sieht - meines Erachtens jedenfalls - anders aus


    (*) Zugebenermaßen vielleicht (nur) eine persönliche Geschmacksfrage und/oder Altersfrage. Das "Siezen" als Ausdruck gegenseitigen Respekts ist bei diversen Stellen längst unter die Räder gekommen (angefangen von einem Staatsunternehmen wie der Deutschen Bahn über Schwedische Möbelhäuser bis hin zum Karriereportal des Bundes (eine offizielle Website der Bundesrepublik Deutschland - "Hier findest Du die Stelle, die zu Dir paßt"...) reitet man auf der Duzwelle. Vom Technikmarkt über den Autohandel bis zum Wettanbieter heißt es "Hol Dir einfach" unser Produkt XY... wo doch tatsächlich gemeint ist "Kaufen und bezahlen Sie einfach" unser Produkt XY ... Das omnipräsente Du entwertet sich nach meinem Dafürhalten selbst, weil es keinerlei gegenseitiges Kennenlernen und keine vorherige Vertrauensbildung mehr voraussetzt. Im Sport - selbst im Profisport - gehört es seit Jahrzehnten zu den Usancen. Ob es aber bei Themen wie ausgerechnet den "privaten Finanzen" zu den Usancen gehören sollte, könnte - meines Erachtens - jedenfalls trefflich diskutiert werden. Das wäre aber wieder ein anderes Thema.


    Off-Topic Ende - das Strangthema betreffend

  • Zurück zum Thema.

    Mit den 50.000 habt ihr einen ordentlichen Batzen angespart, den ihr jetzt komplett auf den Kopf hauen wollt. So ganz wohl ist mir nicht dabei.

    1) Die Hochzeit wird bei den meisten gar nicht so teuer, wenn man auf dem Teppich bleibt. Schöne Erinnerungen müssen nicht zwangsläufig ein Vermögen kosten. Die Gäste bringen nicht selten das mit in Form von Geschenken was ihr ausgebt für die Feier. Eine schöne Hochzeitsreise könnt und sollt ihr Euch zweifellos leisten.

    2) Beim Auto würde ich auch noch mal nach etwas günstigeren Alternativen schauen. Ob das Auto 1 Jahr alt ist oder 2 macht wenig Unterschied. Statt beim Autohändler des Vertrauens ruhig mal die Sache mit dem Reimport prüfen.

    3) Das Verhältnis von Ausgaben zu Einnahmen könnte in Eurer aktuellen Lebensphase besser aussehen angesichts der günstigen Miete und dem doppelten Verdienst. Hier solltet ihr noch mal drüber schauen, wo das Geld hingeht und was davon man braucht oder auch nicht. Solange noch keine Kinder da sind, sollte eine Sparrate von 2000 Euro fürs Alter + 1000 Euro für Konsumsparen (Auto, Reisen) drin sein. Gerade auch mit Blick auf die Kinder ist es gut, wenn ihr jetzt schon Euren Konsum etwas stärker einschränkt. Dann kommen ohnehin noch höhere Ausgaben auf Euch zu.

    4) Nachdem Ihr beabsichtigt eine Familie zu gründen ist eine DU-Versicherung sehr sinnvoll. Spätestens wenn die Kinder da sind, wäre auch noch eine zusätzlich Lebensversicherung sinnvoll, bis die Kinder auf eigenen Beinen stehen. Du wirst für einige Jahre voraussichtlich der Haupternährer Deiner kleinen Familie sein und musst Dich und sie entsprechend absichern.

    5) Welche Aktienquote für Euch sinnvoll ist, müsst ihr weder heute noch morgen entscheiden. Wichtig ist, dass ihr anfangt. Was die spätere Altersversorgung angeht, würde ich nicht davon ausgehen, dass die für Beamte so üppig sein wird wie aktuell, auch wenn es dann immer noch besser sein wird als bei normalen Rentnern. In den ersten Jahren werdet ihr finanziell zurückstecken müssen mit den Kindern. Versucht dennoch auch dann noch eine möglicherweise kleine Sparrate fürs Alter durchzuhalten. Das absolute Minimum wären die Beträge fürs AVD mit den Kinderzulagen.

    6) Nur Mut beim Thema Finanzen, man wächst über die Jahre in das Thema hinein. Einmal im Jahr Kassensturz machen und schauen, ob man seinen Zielen näher kommt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Disziplin! Ob das klappt mit 60 oder nicht, kann man jetzt beim besten Willen nicht abschätzen. Es können sich so viele Rahmenbedingungen ändern bis dahin.

  • Danke an alle für die tollen Impulse und insgesamt fürs Mut machen.

    Die größten Erkenntnisse für uns sind Stand jetzt, dass wir a) beim Auto gerne eine günstigere Lösung finden dürfen (eigentlich genau so geahnt… 🙂) und b) die ganze Sache mit früher in den Ruhestand zum einen nicht bis ins kleinste Detail voll planbar ist und zum anderen eine ganze Ecke mehr an Kosten mit sich bringt als wir das auf den ersten Blick vermutet hatten.

    Zur Wohnsituation und den Fixkosten: In den ca. 4500 Euro Ausgaben ist alles mit Ausnahme des Bausteins Sparen & Investieren enthalten. Ich habe mal den Screenshot aus unserer Finanzaufstellung angehängt. Monatliche fixe und variable Kosten machen ca. 3500 Euro gemeinsam aus, für die (viertel-)jährlichen Kosten legen wir jeden Monat 400 Euro zurück (machen in Summe ca. 4800 Euro im Jahr aus). Die restlichen 600 Euro bis zu den 4500 Euro habe ich pauschal für Kleidung, Bildung (Bücher etc.), Geschenke und Sonstiges dazugerechnet. Fällt euch im Screenshot noch irgendwo Potenzial auf?

    Werden da nochmal genauer drauf schauen. Waren ehrlich gesagt selbst verwundert, wie viel Geld mit ein wenig Disziplin übrig bleibt. Die Wohnung mit 1050 Euro Warmmiete war ein Glücksgriff, für den wir dankbar sind. Für 1 Kind reicht die Wohnung mit 80m2/3 Zimmer dicke, bei 2 würden wir wahrscheinlich umziehen und damit die Kosten entsprechend steigen.

    Letzter Punkt bei der Hochzeit: Schön, auch von anderen zu hören, dass die Feier an sich weniger Gewicht haben darf als die Reise. Da sind wir uns beide als Paar einig, dass uns das weitaus wichtiger ist. Beim Reisen haben wir bislang ohnehin sehr zurückgesteckt.

  • Danke an alle für die tollen Impulse und insgesamt fürs Mut machen.

    Die größten Erkenntnisse für uns sind Stand jetzt, dass wir a) beim Auto gerne eine günstigere Lösung finden dürfen (eigentlich genau so geahnt… 🙂) und b) die ganze Sache mit früher in den Ruhestand zum einen nicht bis ins kleinste Detail voll planbar ist und zum anderen eine ganze Ecke mehr an Kosten mit sich bringt als wir das auf den ersten Blick vermutet hatten.

    Zur Wohnsituation und den Fixkosten: In den ca. 4500 Euro Ausgaben ist alles mit Ausnahme des Bausteins Sparen & Investieren enthalten. Ich habe mal den Screenshot aus unserer Finanzaufstellung angehängt. Monatliche fixe und variable Kosten machen ca. 3500 Euro gemeinsam aus, für die (viertel-)jährlichen Kosten legen wir jeden Monat 400 Euro zurück (machen in Summe ca. 4800 Euro im Jahr aus). Die restlichen 600 Euro bis zu den 4500 Euro habe ich pauschal für Kleidung, Bildung (Bücher etc.), Geschenke und Sonstiges dazugerechnet. Fällt euch im Screenshot noch irgendwo Potenzial auf?

    Werden da nochmal genauer drauf schauen. Waren ehrlich gesagt selbst verwundert, wie viel Geld mit ein wenig Disziplin übrig bleibt. Die Wohnung mit 1050 Euro Warmmiete war ein Glücksgriff, für den wir dankbar sind. Für 1 Kind reicht die Wohnung mit 80m2/3 Zimmer dicke, bei 2 würden wir wahrscheinlich umziehen und damit die Kosten entsprechend steigen.

    Letzter Punkt bei der Hochzeit: Schön, auch von anderen zu hören, dass die Feier an sich weniger Gewicht haben darf als die Reise. Da sind wir uns beide als Paar einig, dass uns das weitaus wichtiger ist. Beim Reisen haben wir bislang ohnehin sehr zurückgesteckt.

    Die einzige Frage die ich hätte, wäre die Heizungsart. Habt da einen Posten für Strom, aber keinen für Gas/Öl/Heizung.

    Alles in allem eine schöne ehrliche Analyse wie ich finde. Vor allem da noch Rücklagen von 150€ im Monat gerechnet wird.

    Alles in allem finde ich die Planung für Lebensmittel ziemlich hoch. Da ist aus meiner Sicht schon viel höherpreisiges dabei für 2 Personen. Wir liegen da mit Kind noch etwas niedriger und der Verbrauch von frischem Obst und Gemüse ist seitdem steil nach oben gegangen 🚀😂

  • Heizungsart ist Fernwärme und ist in dem Posten „Miete“ bereits drin.


    Das mit den hohen Kosten für Lebensmittel kam an, haha. Sind beide Sportler und legen sehr viel Wert auf gute Lebensmittel, z.B. gutes Fleisch. Sind uns aber als Paar definitiv auch einig, dass hier Potenzial liegt 🙂

  • Eiweiß ist zweifellos wichtig beim Sport. Der Bedarf kann sich leicht verdoppeln bis verdreifachen. Vielleicht wäre es gut investiertes Geld sich mit der Ernährung für Sportler genauer zu beschäftigen. Wagyu Rind ist zweifellos gut aber teurer als gutes Biohühnchen und ein wenig Ergänzung in Form von Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Haferflocken und Sojamilch etc. kann helfen und auch richtig gut schmecken. Vielleicht findet ihr hier ein paar Anregungen die nebenbei noch Geld sparen, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen.

    "Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte" von den Ernährungsdocs als Buch. Und einige online Rezepte zum Thema selbst gemachte Eiweißdrinks.

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