Wie bleibt ihr bei euren Einzelaktien auf dem Laufenden?

  • Hi zusammen,

    Ich fahre Core-Satellite: Großteil ETFs, dazu 10–15 Einzelaktien.
    Mein Problem: Ich bekomme oft erst mit, dass bei einer Aktie etwas passiert ist (große News, Volume Spikes, erhöhter RSI, etc..), wenn der Kurs schon gelaufen ist. Täglich alles einzeln checken schaffe ich neben dem Job nicht.
    Wie macht ihr das? Kursalarme, Newsletter, Apps, oder bewusst gar nicht?


    Ich hab inzwischen versucht, selbst ein Tool zusammenzubauen, das mir die Daten, die ich wirklich sehen will, regelmäßig bereitstellt. Ich würd' gerne wissen, wie ihr damit umgeht

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • Die täglichen Meldungen zu Unternehmen sind mir ziemlich egal. Als Kleinanleger kriege ich das eh erst mit, wenn die News schon im Kurs eingepreist sind. Ich möchte kein Daytrader sein.

    Ich setze auf trendstarke Aktien mit einem langfristigen positiven Verlauf. Diesen sichere ich über einen großzügigen Stopkurs ab. Also gesetzt dem Fall es gibt so schlechte Nachrichten zu dem Unternehmen, dass der Kurs massiv einstürzt (und sich dann mittelfristig meist auch nicht mehr erholt), dann greift der Stopkurs automatisch, ohne das ich mich täglich darum kümmern muss. Den Stopkurs setze ich, solange die Aktie den positiven Trend beibehält, alle paar Monate schrittweise nach oben.

    So ist der Aufwand für mich minimal. Das hängt aber auch mit der Strategie (Trendfolge) zusammen. Andere Strategien mögen andere Aufwände verursachen.

    Ich habe natürlich auch einen Großteil in ETFs, aber eben auch zwei Handvoll Einzelaktien, mit denen ich mich mit der beschriebenen Strategie sehr wohl fühle.

  • Die täglichen Meldungen zu Unternehmen sind mir ziemlich egal. Als Kleinanleger kriege ich das eh erst mit, wenn die News schon im Kurs eingepreist sind. Ich möchte kein Daytrader sein.

    Ich setze auf trendstarke Aktien mit einem langfristigen positiven Verlauf. Diesen sichere ich über einen großzügigen Stopkurs ab. Also gesetzt dem Fall es gibt so schlechte Nachrichten zu dem Unternehmen, dass der Kurs massiv einstürzt (und sich dann mittelfristig meist auch nicht mehr erholt), dann greift der Stopkurs automatisch, ohne das ich mich täglich darum kümmern muss. Den Stopkurs setze ich, solange die Aktie den positiven Trend beibehält, alle paar Monate schrittweise nach oben.

    So ist der Aufwand für mich minimal. Das hängt aber auch mit der Strategie (Trendfolge) zusammen. Andere Strategien mögen andere Aufwände verursachen.

    Ich habe natürlich auch einen Großteil in ETFs, aber eben auch zwei Handvoll Einzelaktien, mit denen ich mich mit der beschriebenen Strategie sehr wohl fühle.

    Okay, Stoppkurs macht immer Sinn, um seine Verluste zu begrenzen.

    Ich lese raus, dass du auf jeden Fall eine buy und Hold Strategie fährst. Darf ich fragen, wie lange du eine Einzelaktie im Schnitt hältst?

    Beherrschst du dich auch bei extremen Kursausbrüchen? V.a. im Tech Bereich gab es dieses Jahr selbst bei den großen Playern krasse Ausbrüche, die kurz darauf wieder einkassiert wurden (siehe z.B. MSFT).

    Da kam bei mir dieses Jahr einige Male das "nachträgliche FOMO" auf. Gerade bei solchen Titeln sind Kurssprünge von ~15% an einem Tag sehr ungewöhnlich und ziehen häufig nen bump nach sich. Da hab ich z.B. bereut, nicht verkauft zu haben und zweistellige %-Gewinne gesichert zu haben

  • Kurs und News bringt gar nichts, du bist immer hinterher, anders ist es gar nicht möglich.


    Ich hab 3 Aktien (die allerdings gerade zusammen 40% ausmachen) und die lass ich laufen, kaufe nicht mehr nach (auch wenn das bei MSFT bei dem Tief schwer war nicht zuzugreifen) und werde schrittweise Rebalancing machen wenn eine Aktie über 20% Anteil steigt und wenn ich mein Depotziel erreicht hab, deutlich abverkaufen.

  • Bei meinen Einzelaktien ist es Hauptkriterium, dass größere Problemchen und Entwicklungen des Unternehmens auch in unseren regional angehauchten Käseblättchen eine mehrzeilige Nachricht wert sind. Ich will es nicht in börsenspezifischen Magazinen irgendwo als zwei Sätze vorletzte Seite heraussuchen müssen. Ansonsten sind das eh typische Langweiler-Aktien im Buy&hold.

  • Ich habe meine Einzelaktien massiv abgebaut und in ETF umgeschichtet. u.A. weil ich trotz Handelsblatt Abo einfach nie schnell genug auf das Martkgeschehen reagieren kann.

    Behalten habe ich nur Aktien, wo ich langffristig eine stabile Entwicklung erwarte. Und wenn der Posten 5-10% meines Depots überschreitet wird wieder anteilig umgeschichtet.

    Mit Beginn der Auszahlphase werde ich wohl als erstes alle Aktien liquidieren. Aber vielleicht auch nicht. Man hat dann ja mehr Tagesfreizeit...

  • Ich lese heraus, daß Ihr Aktien in der Hauptsache wegen deren Kurs Potential habt. Bei einer Dividenden Strategie würde ich es eher bereuen, wenn ich versäume, nachzukaufen, sobald der Kurs fällt. Das kann man versuchen, über Preisalarme in der Watchlist zu erreichen, wenn der Depot Anbieter diese Funktion zur Verfügung stellt. Eigentlich müsste das auch für steigende Kurse möglich sein.

  • Wie macht ihr das? Kursalarme, Newsletter, Apps, oder bewusst gar nicht?

    Ich habe nur Aktien im Depot die ich langfristig halten möchte. Mit langfristig meine ich langfristig. Meine älteste Aktie ist von 1996, jüngere von 2016 oder 2023.

    Dafür reicht es die langfristige Entwicklung im Auge zu behalten. Wenn eine Aktie keinen Mehrwert bringt, sei es eine hohe Dividendenzahlung oder dauerhaft unter 6% IZF rutscht, kommt die auf meine Beobachtungsliste. Dann überprüfe ich, ob die Aktie noch einen Sinn in meinem Depot hat, ansonsten wird sie verkauft.

    Diese Evaluierung mache ich nach Lust und Laune etwa halbjährlich bis jährlich. Auch wenn der Kurs besonders stark nach unten wegbricht, werfe ich einen Blick drauf. Aber Schwächephasen, auch mehrjährige, gehören zum Spiel dazu. Man darf nicht zu früh die Geduld verlieren, unendlich lange festhalten sollte man bei einem potentiellen Abstiegskandidaten allerdings auch nicht.

    Den Unterschied zu erkennen ist oft reines Glück, weswegen ich die letzten Jahre nun zumindest die Hälfte meines Depots in ETFs halte. Ich gebe zu, dass die langweilig-entspannend sind im Gegensatz zu Aktien und auch Geld abwerfen. ^^

  • Ich lese raus, dass du auf jeden Fall eine buy und Hold Strategie fährst. Darf ich fragen, wie lange du eine Einzelaktie im Schnitt hältst?

    Es ist nicht "buy and hold", sondern "the trend is your friend... until the end of the trend". Wie lange die gehalten werden, hängt davon ab, wie lange der Trend hält. Bei Alphabet hält der Trend nun schon 3,5 Jahre, was fette Gewinne eingebracht hat. Umgekehrt gibt es auch Aktien, bei denen der Trend schneller zu Ende ist und die dann auch (kleinere) Verluste generieren. Im Schnitt sind es vielleicht 1,5 Jahre pro Aktie, wobei es insgesamt eben auch nur durchschnittlich 10 Aktien sind, was den Aufwand überschaubar hält.

  • Beherrschst du dich auch bei extremen Kursausbrüchen? V.a. im Tech Bereich gab es dieses Jahr selbst bei den großen Playern krasse Ausbrüche, die kurz darauf wieder einkassiert wurden (siehe z.B. MSFT).

    Ja, da beherrsche ich mich, weil ich ja Gewinne laufen lassen möchte (wie z.B. bei Alphabet seit 3,5 Jahren und Broadcom seit 2 Jahren). Natürlich weiß man vorher nie, ob oder wann der Gewinn wieder einkassiert wird. Oft genug geht es auch weiter nach oben, manchmal auch erst nach einer mehrmonatigen Stabilisierung (wobei -15% bei mir meist noch keinen Stop Loss auslöst, erst recht nicht wenn es davor steil nach oben ging). Und wenn es doch längerfristig nach unten geht, greift irgendwann der Stopkurs, sodass die Verluste nicht ausufern.

  • begrenzt aber natürlich auch das upside potential

    Wäre ich daran interessiert, dann müsste ich wohl die Meldungen live mit verfolgen (wie und wo auch immer) und direkt darauf reagieren.

    So bleibt es bei einem Einzelwert im Depot (wenn es die Banken mal schaffen, ihn in mein Depot zu übertragen). Das sind dann aber nur gigantische 0,8% des Depotwertes. Die bleiben dort erst einmal als sentimentalen Gründen liegen. Ich rechne auch nicht damit, dass sie ihr ATH jemals wieder erreichen werden, was im Sinne einer Gesamtrendite auch nicht nötig ist.

  • Ich habe mir eine neue Glaskugel gekauft.

    So eine, die nur mit Ökostrom läuft und eine hohe Auflösung hat.

    Nicht SD, HD, 4k sondern gleich 8k.

    Die kann auch alle E-Rechnungen ab 2027 beim Finanzamt korrekt einreichen, damit nichts vergessen wird.

    Kann das jedem nur empfehlen.:)

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Hi zusammen,

    Ich fahre Core-Satellite: Großteil ETFs, dazu 10–15 Einzelaktien.
    Mein Problem: Ich bekomme oft erst mit, dass bei einer Aktie etwas passiert ist (große News, Volume Spikes, erhöhter RSI, etc..), wenn der Kurs schon gelaufen ist. Täglich alles einzeln checken schaffe ich neben dem Job nicht.
    Wie macht ihr das? Kursalarme, Newsletter, Apps, oder bewusst gar nicht?

    Kursalarm kurz vorm Allzeit- oder Jahreshoch und bei 15-20% in die andere Richtung. Beim Broker gibts den Kerzenchart zur weiteren Info.

    Neulich den aktien.guide entdeckt. Mir reichen die Infos der free Version, da es hier eher in Richtung buy&hold geht.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen