Einlagensicherung

    • Deutsche Banken sind in der deutschen Einlagensucherung drin ... entweder unter bdb.de nachsehen oder unterliegen der Institutssicherung der Sparkassen bzw. Genossenschaftsbanken.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Die konkrete Frage lautet : Muss bei einer Festgeldanlage bei einer deutschen oder niederländischen Bank auf die Bonität oder das Rating der Bank geachtet werden oder ist das Risiko über die gesetzliche Einlagensicherung genügend gesichert.

      Ich verweise auf den Hinweis " Bonitätsfrage bzw. Rating" , den Finanztipp unter "Festgeld" anspricht.. In der Zeitschrift
      "Finanztest" der Stiftung Warentest ist von solchen Überlegungen nie die Rede.

      Leo1
    • Solange die Bank der deutschen Einlagensicherung über den "Bundesverband deutscher Banken" oder dem Sparkassen- oder Genossenschaftssystem angehört ist aus meiner Sicht eine Überprüfung der Bonität nicht notwendig, zumindest was die Einlagensicherung angeht.

      Trotzallem würde ich mir persönlich überlegen, welcher Bank ich mein Geld anvertraue und wie hoch der Aufwand bei einem etwaigen Ausfall ist, es zurückzuerhalten.

      Bei einer niederländischen Bank sind Sie zwar über den Einlagensicherungsschutz der EU abgesichert, aber wissen Sie wie hoch der Aufwand zum Erhalt dieses Schutzes ist, wie lange dieser benötigt um Ihr Geld zu erstatten ... oder ob dieser für Sie in der deutschen Sprache zugänglich ist.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Ich habe für mich und meine Eltern mehrfach schon Geld bei europäischen Banken angelegt die 100000 einlagensicherung hatten. Die 100000 haben wir nie überschritten. Ansonsten haben wir aber sehr ruhig geschlafen. Die Zinsunterschiede zwischen Sparkasse und Crédit Agricole sind für meine Begriffe so groß dass eine Anlage dort das Risikorrechtfertigt.
    • Ich denke die Aussage:

      "Der Zinsunterschied rechtfertigt ein mögliches Risiko" ist eine sinnvolle in diesem Zusammenhang.
      "Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muss man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muss einen Zeitplan machen und muss handeln."

      Lee Iacocca, amerik. Topmanager
    • Henning schrieb:

      Solange die Bank der deutschen Einlagensicherung über den "Bundesverband deutscher Banken" oder dem Sparkassen- oder Genossenschaftssystem angehört ist aus meiner Sicht eine Überprüfung der Bonität nicht notwendig, zumindest was die Einlagensicherung angeht.

      Trotzallem würde ich mir persönlich überlegen, welcher Bank ich mein Geld anvertraue und wie hoch der Aufwand bei einem etwaigen Ausfall ist, es zurückzuerhalten.

      Bei einer niederländischen Bank sind Sie zwar über den Einlagensicherungsschutz der EU abgesichert, aber wissen Sie wie hoch der Aufwand zum Erhalt dieses Schutzes ist, wie lange dieser benötigt um Ihr Geld zu erstatten ... oder ob dieser für Sie in der deutschen Sprache zugänglich ist.


      Die entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass nicht der Sparer im Falle einer Bankinsolvenz aktiv werden muß, sondern die jeweilige Sicherungseinrichtung. Es gibt auch ganz klare Fristen, in welchem Zeitraum (Tagen) die Abwicklung bzw. Rückzahlung erfolgen muß. Insoweit hätte ich keine Bedenken über einen möglichen Aufwand. Ich persönlich hatte schon einmal so einen Fall erlebt = Noah-Bank. Hier hat alles vorzüglich geklappt. Ich hatte mein Geld innerhalb von 3 Wochen einschl. Zinsen auf meinem Referenzkonto.
    • Hallo HALeo,

      bei den von uns empfohlenen Banken sehen wir bis 100.000 Euro kein erhöhtes Risiko. Wir verlassen uns bei unseren Empfehlungen nicht nur auf die Einlagensicherung. In den Sicherungsfonds steckt nur ein kleiner Bruchteil der abgesicherten Spareinlagen. Zur Not müssten dann wohl die Staaten einspringen, um ein großes Fiasko zu vermeiden. Allein darauf wollen wir aber unsere Empfehlungen nicht basieren.

      Kürzlich habe ich einen treffenden Vergleich gelesen: Die Einlagensicherung ist wie die Rettungsboote bei einem großen Schiff. Wollen Sie sich auf diese Boote verlassen, wenn das Schiff schon in Seenot ist. Noch dazu, wo es bei weitem nicht genügend Rettungsboote gibt?

      Die Frage nach der passenden Bank muss jeder für sich selber beantworten. Wir empfehlen allerdings nur solide Banken, siehe Kriterien für die Empfehlung von Banken bei Finanztip - Bank & Kredit - Finanztip-Community, listen aber die Konditionen der anderen Banken auch auf.

      Beste Grüße

      Manuel
    • Hallo zusammen,

      bzgl. der Einlagensicherung bin ich auch am überlegen, Geld auf mehrere Banken/Instutite zu verteilen. Dabei habe ich leider noch keine Aussage darüber gefunden, ob die Grenze von 100.000.- EUR pro Kunde/Bank auch gilt, wenn man Geld z.B. bei verschiedenen Sparkassen hat, also z.B. 1x 100.000.- EUR bei Sparkasse XYZ und 1x 100.000.- EUR bei Sparkasse ABC. Hier habe ich die Sorge, dass das wieder als "eine Bank" gewertet wird, da beide ja dem Sparkassenverband angehören.

      Hat hierzu jemand eine verlässliche Information?

      Gruß + Danke!
      Jochen
    • Der Sparkassenverband stellt doch noch einmal einen weiteren Sicherungsfonds, oder nicht?

      • Andererseits wenn mehr als eine Sparkasse auf einmal in die Pleite geht, dann würde ich weder auch den Sicherungsfonds des Sparkassenverbandes noch auf staatlich organisierte Hilfe hoffen, denn dann muss etwas ganz gehörig schiefgelaufen sein. Noch deutlicher als bisher.


      Soweit meine Meinung, kann mich natürlich auch irren.
    • Ja, das mit dem zusätzlichen Fonds des Sparkassenverbandes wie auch die Anmerkung, dass wenn es mal an vielen Stellen im System brennt, diese ganzen Absicherungen nicht mehr viel bringen, ist mir auch klar.

      Würde nur gerne erst mal die grundsätzliche Definitionen von 100.000,- EUR pro Kunde/BANK wissen - wenn die Sparkasse ABC und Sparkasse XYZ als je eine Bank gerechnet werden, dann wäre ich da "etwas beruhigter" als wenn die gleich wieder als "eine Sparkasse" gelten. Dann bräuchte ich meine geplante Verteilung auf mehrere Institute ja gar nicht erst machen.

      Danke + Gruß
      Jochen
    • Was steht denn im Informationsbogen für den Einleger?

      Bei der Consorsbank steht z.B.

      Die folgenden Marken sind Teil Ihres Kreditinstituts:
      Consorsbank
      BNP Paribas Corporate & Institutional Banking
      BNP Paribas Wealth Management
      DAB Bank

      Bei der Berliner Sparkasse

      Die folgenden Marken sind Teil Ihres Kreditinstituts:
      Berliner Sparkasse
      Landesbank Berlin

      Auf diesen Seiten ist dsgv.de/de/sparkassen-finanzgr…cherungssystem/index.html ist das Sicherungssystem beschrieben inkl. Satzung. Dabei wird immer auf die Regelungen der gesetzlichen Einlagensicherung abgehoben. Diese spricht von Kreditinstituten, womit wir wieder beim Informationsbogen für Einleger sind.

      Analog zu @Referat Janders würde ich allerdings nicht viel Hoffnung auf die Einlagensicherung setzen, sollte mal ein größeres Kreditinstitut betroffen sein. Einer Sparkasse würde ich in diesem Zusammenhang besonders wenig trauen, da diese den notorisch klammen Kommunen gehören - wo sollen da Entschädigungszahlungen in erheblicher Höhe herkommen.
    • Jedem muss klar sein, dass die €100.000 nur auf dem Papier stehen. Wie Finanztip.de vollkommen richtig schreibt, beinhalten die Sicherungsfonds nur homöopathische Geldmittel, die bei der Pleite schon einer mittleren Bank nicht mehr ausreichen. Nicht umsonst verweigern die Sicherungsfonds die Angabe des tatsächlich vorhanden Kapitals. Transparenz würde in diesem Fall die Illusion einer Einlagensicherung nämlich sofort zerstören.

      Und ja, es kann sein, dass Staaten erneut anderer Leute Geld nehmen (Steuern) und damit bei einer Bankpleite das Volk ruhigstellen. Aber dies ist nicht garantiert.

      Ein Beispiel: Die DKB hatte 2017 ca. €50 Mrd. Kundeneinlagen. Alle Kosten für Regulierung und Risikovorsorge (inkl. Einlagensicherung) beliefen sich auf nicht einmal €38 Millionen. Wieviel davon an die Einlagensicherung flossen, wird nicht aufgeschlüsselt. Und von den €50 Mrd. hielt die DKB lediglich ca. €1,7 Mrd. in bar vor. Der gesamte Rest ist verliehen und unterliegt damit einem mehr oder minder hohen Ausfallrisiko.

      Also ja, auf jeden Fall sollte man sich sehr genau überlegen, wem an wieviel Geld anvertraut.