Angepinnt "Rechtsberatung" in der Community

    • "Rechtsberatung" in der Community

      Hallo liebe Mitglieder,

      in der Diskussion rund um die Kreditgebühren kam es am Wochenende zu der Frage: Dürfen Nutzer hier Rechtsberatung betreiben?

      Die grundsätzliche Antwort ist: Nein, eine verbindliche und individuelle Rechtsberatung kann innerhalb dieser Gemeinschaft nicht erfolgen. Das ist aufgrund der zugesicherten Anonymität der Mitglieder, der fehlenden Möglichkeiten zum individuellen, Angesicht-zu-Angesicht-Austausch und der Werbefreiheit nicht möglich.

      Was will ich damit sagen? Wenn hier jemand Anwalt, Rechtspfleger, Versicherungsberater und/oder Hobby-Experte ist, kann sie/er sich mit seinem Wissen ratgebend einbringen. Ein Rat ist genau das, was das Wort besagt: Eine persönliche Empfehlung aufgrund eigener Erfahrung oder eigenen Wissens. Im Gegenteil: Ohne gegenseitigen Zusammenhalt gäbe es keine Community und ich freue mich über jede einzelne Antwort (der, dem sie hilft, freut sich sicherlich auch ^^ ).

      Die tatsächliche, individuelle Rechtsberatung kann das aber nicht ersetzen. Es gibt also einen Unterschied zwischen "ich rate Dir zu abc wegen xyz" und "ich bin Anwalt, wenn Du meinen Tipps folgst, wirst definitiv Du keine Klage am Hals haben und ich hafte auch dafür". So oder so ist jegliche Haftung ausgeschlossen.

      Es ist jedem Nutzer frei, unseren Empfehlungen oder denen von anderen Mitgliedern zu folgen. Bei kritischen Fällen oder unklaren Fragestellungen, bzw. besonders wenn es um viel Geld geht, raten wir generell immer zu einer Überprüfung durch einen für diese Situation berechtigten Berufsträger.

      Ich hoffe, das beantwortet die Frage. Rückfragen bitte hier unten posten.
    • elijah2807 schrieb:

      Selbst die besten und kompetentesten Kommentatoren hier können allerhöchstens qualifizierte Vermutungen äußern.


      Nach Lesen des obigen Zitats möchte ich das Thema noch einmal aufgreifen. Sogar, wenn die/der Fragensteller/in viele detaillierte Informationen zur Verfügung stellt, geht es über den guten Rat nicht hinaus. Dafür kann und sollte man Verständnis zeigen.

      Wenn sich aber ein Kundiger besonders kundig zeigt, freut er sich bestimmt über ein "Danke" oder eine kleine Anerkennung. Das geht zum Beispiel in der Anmtwort, über ein "Like (gibt Punkte) oder an der Pinnwand.
    • Na ja, was macht denn ein Anwalt/Steuerberater mehr als „qualifizierte Vermutungen“ zu äußern?


      Wie sagt der Jurist: Auf hoher See und vor Gericht sind wir alle in Gottes Hand. Keiner weiß also was Genaues.


      Ich denke, das was eine „qualifizierte Vermutung“ hier von einer solchen bei einem Anwalt o.ä. unterscheidet ist der Umstand, dass Anwälte, Steuerberater und auch Personen andere Berufsgruppen für den Unsinn den sie verzapfen haften. Und oft, wenn nicht gar immer, ist sogar die Voraussetzung dassMenschen in solchen Berufen tätig sein können, der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung. Was übrigens auch für Ärzte gilt. Insofern kann jeder Tante Emmis Gesundheitsrezepte in jedem Gelben Blatt straffrei veröffentlichen und nicht dafür haften.
      Der Gang zum Anwalt oder Arzt verschafft mir also einen Haftungspartner - ganz offiziell. Denn ich habe dafür gezahlt und habe Anspruch auf fehlerfreie Beratung.


      Der gute Rat sonstwo ohne das dafür Geld fließt mag wertvoll sein. Ist er das nicht oder sogar falsch und schädlich, dann hat man eben Pech gehabt folgt man ihm. Geld gibt’s für gute Ratschläge sollten die sich als weniger gut herausstellen, nun mal nicht.