Versicherung nimmt mir das Fahrrad weg

    • Versicherung nimmt mir das Fahrrad weg

      Hallo,
      ist jemand hier, der mir sagen kann, ob das legal ist? Meine Versicherung nimmt mir mein Rad weg.Das kam so: Bei einem versuchten Diebstahl hat ein Dieb eine Delle ins Oberrohr meines Rennrads gedrückt. Die Werkstatt sagt: Da muss ein neuer Rahmen her, kostet inkl. Einbau 700 Euro..Die Versicherung WERTGARANTIE sagt: Wir erstatten den Zeitwert, 280 Euro (Neupreis 1000 Euro, im Jahr 2011).
      Und jetzt kommt`s: Die (Partner-)Werkstatt gibt mir das Rad (das noch problemlos fährt) nur wieder, wenn ich mehrere hundert Euro ausgebe. Ich habe die Wahl: Entweder ich kaufe mir im selben Fahrradladen ein neues Fahrrad (280 Euro + Zuzahlung meinerseits) oder ich lasse mir einen neuen Rahmen einbauen (ich muss 420 Euro dazuzahlen.) Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. In jedem Fall bleibt das defekte Rad im Laden, bis ich eins von beidem zahle. Rückzug der Schadensmeldung geht nicht.
      Dürfen die das?



    • Hallo Jan,
      natürlich steht eine Sauerei zu vermuten, aber abschließend beurteilen kann ich das nicht. Insbesondere ob die Werkstatt oder die Versicherung dich hier übers Ohr hauen will.
      Bei Durchsicht der online auffindbaren Vers.bedingungen von Wertgarantie ist keine entsprechende Klausel erkennbar (die überdies kaum rechtens wäre). Wenn ich davon ausgehe, dass Du noch keine Leistung von Wertgarantie erhalten hast, sehe ich keinen rechtlichen Grund warum die dein fahrrad nicht wieder herausrücken müssen. Persönlich würde ich mir das Rad schnappen und da einfach wieder rausspazieren. Und bei Hinderung ist es ein Fall für die Polizei.
      Darüber hinaus scheinen mir 280€ Zeitwert, wahrscheinlich bezogen auf 700€ Rahmenwert (=40%) ein ziemlich schlechter Zeitwert nach 4 Jahren.
      Gerne mal die entsprechenden Vers.bedingungen an die bekannte Emailadresse.

      VG
      Saidi
    • Update1:
      Ich habe es mit geduldigem Dranbleiben probiert, hat geklappt. Nach einigen Anrufen und sieben (!) Mails, mit mehreren Nachfragen auf ausweichenden Antworten, habe ich nun endlich schriftlich, dass die Aussage "Das Fahrrad gehört jetzt der Versicherung, wir können es Ihnen nicht rausgeben." (O-Ton Händler) nicht stimmt. Die Versicherung schreibt: "Wir würden Eigentum an der Sache erlangen, wenn wir für den Schaden geleistet haben; was wir bei Ihrem Fahrrad zu diesem Zeitpunkt nicht haben. Sie können von unserer Seite aus die Entscheidung treffen, den Schadenfall nicht einzureichen bzw. diesen wieder zu stornieren. Das heißt, Sie würden diesen später auch nicht mehr geltend machen können. Eventuell bisher entstandene Kosten bei Ihrem Fachhändler wären von Ihnen zu tragen." Na also.

      Update 2:
      Und jetzt das: Plötzlich will die Versicherung doch für die vollständige Raparatur (Neuer Rahmen etc.) zahlen: "Für diesen Vertrag genehmigen wir eine Reparatur in Höhe von 709,86 Euro."
      Damit hätte ich nicht mehr gerechnet.
    • Hallo

      Wollen Sie wirklich eine separate Fahrradversicherung abschließen? Vielleicht reicht auch eine Erweiterung der Hausratversicherung aus?

      Zum Einlesen: finanztip.de/hausratversicheru…adversicherung-vergleich/

      Da die Versicherer im Detail abweichende Definitionen für die Versicherungswerte und den Schadenersatz verwenden, ist auf Ihre Kernfrage keine verbindliche Antwort möglich. Reden Sie mit dem Versicherer Ihrer Wahl bzw. den Vermittler über das Problem und lassen Sie sich das Ergebnis schriftlich bestätigen (Fachchinesisch Sideletter).

      Gruß Pumphut