Mietpreisbremse

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    • Mietpreisbremse

      Für viele Ballungszentren ist sie schon festgelegt, in anderen Städten und Gemeinden wird sie womöglich noch kommen: die Mietpreisbremse. Weil die Mieten in vielen Städten stark angestiegen waren, haben sich Kommunen darauf geeinigt, dass die Miete bei einer Neuvermietung nur 10 % über dem ortsüblichen Satz liegen darf.

      Uns interessiert: Haben Sie Erfahrungen damit gemacht? Also zum Beispiel eine Wohnung neu angemietet und die Preise verglichen? Haben Sie die Miethöhe beim Vermieter bemängelt? Was hat der Vermieter gesagt?

      Glauben Sie, das die Bremse wirkt??? Ich bin gespannt auf Ihre Antworten.
    • Hallo Franziska,

      wir suchen (wegen Eigenbedarfskündigung) dringend eine Wohnung.

      Abgesehen davon, das es keine 4 Zimmer Wohnungen gibt, die bezahlbar sind sind die, die man im Internet findet unfassbar überteuert.

      Eine einzige Wohnung gibt es derzeit die annährend ginge, 800.- kalt für 80 qm ... aber nicht in der Stadt, sondern Vorort.

      Das ist mehr als unverschämt.

      Aber es ist wie mit allem .... es gibt Menschen die sich solch überteuerte Objekte leisten können.

      Genau wie es im Internet immer günstiger ist und es immer jemanden gibt, der den gleichen Job für 100.- Euro weniger im Monat erledigt.

      ... alle drehen durch und wo das hinführt .....
    • Der "große" Andrang ;) in diesem Thread zeigt schon, welche Bedeutung die Mietpreisbremse hat. Will auch gerade eine Wohnung in einem "gebremsten" Gebiet vermieten. Kein Interessent hat nach der Miethöhe des Vormieters gefragt. Die Meisten haben schon viele Besichtigungen durch und sind "viel Schlimmeres/Teureres" gewohnt. Im Zweifelsfall heißt es, "das zahlt das Jobcenter".
      Das Problem ist nicht die Miethöhe, sondern der Wohnungsmangel. Die Mietpreisgrenze gilt nur da wo viele wohnen wollen und nicht genügend Wohnraum ist. Der wird aber auch nicht mehr wenn ich die Miete halbieren würde, es würden sich nur mehr um die Wohnung "schlagen". Das eigentliche "Verbrechen" war, dass die öffentliche Hand ihren Wohnungsbestand an "Heuschrecken" verschenkt hat und nicht mehr auf dem Wohnungsmarkt agieren kann.
      Zynisch gesagt, iPhones und Porsches werden ja auch nicht preisgebremst damit sie auch von Niedrigverdienern gekauft werden können...warum soll das ausgerechnet bei Wohnraum so sein??
      Bei der Mietpreisbremse ist meist der "kleine" private Vermieter gelackmeiert, weil er die Miete (mangels Rechtsverstand) gar nicht rechtssicher während der Mietdauer auf einem angemessenen Level (Preissteigerung, Inflation) halten kann. Diese Vermieter werden bei einer Neuvermietung (gegen über den Miethaien) "bestraft, weil sie die Miete eben nicht regelmäßig angepasst haben.
      Darum kann ich es auch nicht uneingeschränkt gutheißen, dass finanztip.de im aktuellen Newsletter (10/2017) undifferenziert auf das Angebot einer Firma verweist die (mutmaßlich) auch gegen "rechtschaffene" private Vermieter vorgeht. Vielleicht hat finanztip.de auch ein paar Vorschläge wie man mit renitenten nichtzahlenden Mietern umgeht.... 8o

      MfG
      forenteilnehmer
    • Die Reform der Mietpreisbremse kommt nun zum 1.1.:
      Es gibt eine Auskunftspflicht für den Vermieter hinsichtlich wie hoch die Vormiete war. Und einen Deckel, was an Modernisierungskosten umgelegt werden darf, und zwar bundesweit:
      finanztip.de/blog/mietpreisbre…rschaerft-aber-ohne-biss/

      Was haltet Ihr davon? :?:
      Hat jemand Fragen zu seiner Miete in bezug auf diese Reform?
    • Mietpreisbremse rückwirkend

      Hallo,

      weiß jemand ob es möglich ist, die Mietpreisbremse (im Januar 2019) auch rückwirkend geltend zu machen?
      Ich bezahle seit April 2017 Miete an meinen Vermieter mit der Angabe "unter Vorbehalt" und hatte ihn damals bereits gerügt, da die Miete meines Vormieters deutlich niedriger war.
      Ich frage mich nun ob es möglich ist, die Mietpreisbremse rückwirkend geltend zu machen. Bisher habe ich davon abgesehen, weil ich keinen "Beweis" für die niedrigere Mite des Vormieters habe (ich erreiche ihn nicht mehr), und ich einen Anwalt zu bezahlen hätte (bei einem Mieterschutzbund wurde damals von geringen Erfolgsaussichten gesprochen).

      Vielen Dank und beste Grüße,
      MH
    • Es scheint nur noch Vermieterpflichten und Mieterrechte zu geben.
      Nachdem es wohl zur Norm geworden ist die "abzockenden" Vermieter als Haie und Blutsauger hinzustellen habe ich meine letzte Mietimmobilie verkauft und hoffe, daß dies noch viele andere Eigentümer von Mietobjekten auch tun.
      Aufgrund der sich für Vermietern verschärfenden Rechtslage und Investitionsunsicherheit habe ich keine Lust mehr mich mit Leuten auseinandersetzen zu müssen die meinen jedem steht eine "bezahlbare" (am liebsten gratis!) Mietwohnung zu.
      Die Rechnung für diese Klientelpolitik kommt noch in Form von noch weniger Wohnraum!!
    • Nächstes Thema: Grundsteuer soll nicht mehr in die Nebenkosten einfließen. Dann kommt sie eben in die Kalkulation für die Kaltmiete mit rein. Nur weil man eine Wohnung vermietet ist man ja nicht reich oder doof und kann die (durchschnittlich) 150 bis 200€/a dem Mieter schenken. Mein Autohändler will auch nicht meine KFZ-Steuer übernehmen, ganz schön asozial von dem Typen, finde ich :D .
      Wir haben (wie viele kleine Vermieter) das erste Mal seit Jahren die Miete erhöht, als das Stichwort "Mietpreisbremse" das erste Mal fiel. Mit diesem ewigen Eindreschen auf die Vermieter und den vielen "Strafexpeditionen", die sie uns androhen, treiben sie die Miete erst recht in die Höhe, weil man nicht weiß ob man das das nächstes Jahr noch darf, das können oder wollen die Sozen nicht verstehen....
      Das ganze Gerede um die Mietpreisbremse hat verdammt viel Schaden (für die Mieter) angerichtet und kaum einem geholfen. Neuen Wohnraum bringt das erst recht nicht.
    • Ich glaube leider nicht daran, dass die Mietpreisbremse wirklich viel bringt. Es müsste Bürokratie abgebaut werden, damit schneller mehr gebaut werden kann und es müsste noch viel mehr Geld in die Hand genommen werden um bezahlbaren Wohnraum in den beliebten Städten zu schaffen. Bei uns hat sich die Miete in nicht mal 10 Jahren um mehr als das doppelte erhört. Und selbst Immobilien kaufen kann man zu den aktuellen Preisen auch vergessen. Und ich glaube auch nicht daran, dass sich in den Städten da überhaupt mal was ändern wird in den nächsten 30, 40 Jahren sicherlich nicht :(
    • Hi driverinb, hast du auch irgendwelche Argumente, die gegen die Mietpreisbremse sprechen oder ist das eine reine Glaubensfrage bei dir? Bürokratie abbauen (meist ist damit gemeint, dass Wohnstandards gesenkt werden sollen um schlecht gedämmte Billigwohnungen in Boomzeiten zu bauen und teuer zu verticken) oder Geld in die Hand nehmen kann man ja auch MIT Mietpreisbremse. Aufgeben hilft nicht, man kann jederzeit Probleme lösen, blos sinken dann die Renditen für manche ;)
    • @driverinb hebt auf die Marktmechanik Angebot vs. Nachfrage ab. Solange alle in bestimmte Ballungsräume wollen und dort zu wenige Wohnungen vorhanden sind werden die Preise steigen. Die Mietpreisbremse könnte dazu führen, dass leergewordene Mietwohnungen eher zur Eigennutzung verkauft werden als vermietet, das würde das Problem für weniger zahlungskräftige Mieter eher verschärfen.

      In der aktuellen Euro am Sonntag sind 20 attraktive Städte für den Kauf von Wohnungen als Kapitalanlage aufgeführt. Die Renditen liegen in der Masse zwischen 4 und 4,5%. Wenn man davon ausgeht, dass der Vermieter 20% EK mitbringt, zu 2% finanziert und die Erwerbsnebenkosten im EK enthalten sind bleiben in der Größenordnung 2 - 2,5% Rendite ohne Rücklagen für Reparaturen etc.. Das ist nicht unbedingt attraktiv.
    • Bürokratie muss nicht immer schädlich sein, so soll sie ja sicherstellen, dass niemand über den Tisch gezogen oder an die Wand gedrückt wird. Soweit die Theorie.

      In der Praxis ist es natürlich äußerst unbefriedigend, wenn zwischen der Idee "dahinten könnte man ein Baugebiet ausweisen" und dem Binden der ersten Richtkrone Jahre ins Land gehen.

      Andererseits würde man es auch nicht einfach hinnehmen wollen, dass die Wiese gegenüber dem eigenen Wohnhaus plötzlich 8 Plattenbauten weichen soll.

      Also, was tun? :S
    • Referat Janders schrieb:

      Also, was tun
      Mehr Bauland seitens der Kommunen ausweisen, dieses aus dem Bestand der öffentlichen Hand günstig an Familien abgeben wäre mMn ein Weg. Wir wohnen ja am Rande eines Ballungsraums, sind bewusst trotz der Nachteile hinsichtlich Anbindung etc. in einen Höhenortsteil gezogen, weil hier die Preise nur 50% vom Talbereich betrugen. Vom Ballungsraum zu uns sind es rund 20km durch viel Wald und Wiese, da sagt mir keiner dass mit gutem Willen nicht Bauland zu schaffen wäre.

      Geschosswohnungsbau seitens der Kommunen halte ich für utopisch. Vielleicht wäre ein Deal Bauland gegen bezahlbare Preise mit den gro0en Wohnbauunternehmen zu machen. Selbst hier im teilweise topographisch schwierigen Gelände finden sich rechts und links der S-Bahn- und Stadtbahnlinien noch freie Flächen.
    • Okay, wenn man sich Flächen ausgeguckt hat, die man gerne wohnbebaut sehen möchte, dann gilt es zu prüfen, wem dieses gefühlte Bauerwartungsland gehört.

      Nehmen wir mal an, der Besitzer will selbst bauen bzw. will schnell verkaufen, damit schnell gebaut werden kann, dann ist die nächste Frage, ob ein Bebauungsplan existiert, der das Vorhaben zulässt.

      Je nachdem muss ein Bebauungsplan geändert oder komplett neu aufgestellt werden. Dazu gibt es die Beteiligung Träger öffentlicher Belange (das können auch mal mehr als ein Dutzend sein) und die öffentliche Auslegung, das geht teilweise parallel. Danach müssen die Einwendungen gesichtet und abgewogen werden. Dann wird der Aufstellungsbeschluss gefasst und man darf abwarten, ob einer der Betroffenen sich derart belastet fühlt, dass geklagt wird. Dann dauert es, bis es weitergeht.

      Vielleicht sind vorher Gutachten notwendig oder vor der Änderung bzw. der Aufstellung des Bebauungsplans ist erst der Flächennutzungsplan zu ändern. Dann gelten die eben gemachten Aussagen auch für den Flächennutzungsplan. Dieser kann nur unter Beachtung der Raumordnung geändert werden, also ist da unter Umständen noch ein Verfahren vorgeschaltet.

      Wenn alle diese Klimmzüge gemacht wurden, dann kann der Bauträger anfangen, sein Vorhaben zu verwirklichen. Den Bauträger findet man unter Umständen nur durch öffentliche Ausschreibung, je nach Volumen kann das recht umfangreich werden. Ausschreibungen und Vergaben werden kontrolliert und und und...

      Also gefühlt nach frühestens 3 Jahren kann es losgehen und hoffentlich preiswerter Wohnraum entsteht.

      Also schnelle Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sollte niemand erwarten. X/
    • @Meiermueller ja stimmt schon, aufgeben sollte man eigentlich nie. Ich bin nur momentan etwas resigniert. Also ich finde es grundsätzlich gut, dass es eine Mietpreisbremse gibt. Ich habe einige Sachen gelesen wonach viele Investoren aus dem Ausland (zum Teil auch Kriminelle um Geld zu waschen) hier Immobilien kaufen und dann zum Teil leer stehen lassen. Gegen so etwas müsste mehr vorgegangen werden. Denn Wohnungen sollten nicht in erster Linie für Spekulanten sein, sondern für Menschen die daran wohnen und somit nicht zwei Stunden zur Arbeit brauchen. Und ich bin auch nicht dafür dass Standards gesenkt werden damit noch mehr Profit für Investoren raus springt, auch wenn das wahrscheinlich der Fall sein kann. Aber es ist leider auch so, dass Bauvorschriften wie hoch z. B. irgendwelche Fenster sein sollen nicht einheitlich sind habe ich in einem Bericht gehört und die ganze Bürokratie viel Geld und Zeit kostet, das meinte ich damit. Ich bin ja auch keine Wohnungsexpertin nur eine betroffene Bürgerin. Und bin einfach traurig, die kleinen Mieter und Käufer sind immer die Dummen. Ich glaube einfach, dass es mehr Investitionen bräuchte vom Statt. Aber ich lasse mich immer auch gerne eines besseren belehren, wie man vereinzelnd noch besser vorgehen könnte. Pauschal wollte ich nicht sagen die Mietpreisbremse ist schlecht, nur nicht ausreichend, aber hoffentlich ein Anfang.
    • @Kater.Ka Du meinst, dass es sich durch die Mietpreisbremse weniger lohnt zu vermieten? Wieso genau, ich bin nicht sicher ob ich das verstanden habe?

      Die meisten die sich Wohnungen kaufen (also die ich kenne) die kaufen nur um zu vermieten, weil die da steuerlich alles absetzen können und sich quasi von den Mietern die Raten an die Bank bezahlen lassen, die sagen alle Wohnung zum selbst nutzen lohnt sich nicht.

      Das Problem ist, wenn man in einer Stadt studiert oder arbeiten muss, dann ist so eine Pendlerstrecke von mehr als 1,2 Stunden einfach nicht möglich und da muss die Politik was tun, kann ja nicht sein, dass man als normalsterblicher nicht mehr in der Stadt wohnen kann. Und es gibt in Deutschland einfach auch viel zu wenig Wohneigentum von normalen Bürgern, gerade im europäischen Vergleich.
    • driverinb schrieb:

      die sagen alle Wohnung zum selbst nutzen lohnt sich nicht.
      Das ist im Grundsatz richtig, allerdings hängt das stark von den Randbedingungen ab, speziell vom Verhältnis Miete zu Kaufpreis sowie der Möglichkeit und Rendite anderer Geldanlagen.. Das wird hier anhand verschiedener Fälle dargestellt finanztip.de/baufinanzierung/mieten-oder-kaufen/ Ich habe das nachgeexcelt, bei Bedarf kann ich dazu Auskunft geben.

      driverinb schrieb:

      Du meinst, dass es sich durch die Mietpreisbremse weniger lohnt zu vermieten?
      Ich hatte auf die zitierte anfängliche, angeblich noch gute Mietrendite von 4-4,5% abgehoben. Davon gehen dann noch die Instandhaltungen ab sofern man unterstellt, dass der Mieter alle Nebenkosten zahlt. Das ist eine Anfangsrendite. Wenn es gelingt die Miete zu steigern erhöht sich die Rendite. Erst dann wird es mMn attraktiv.

      Das Ganze ist durch die niedrigen Zinsen verzerrt. Wenn man sehr günstig sprich unterhalb der Mietrendite finanziert hat man eine zusätzliche Rendite. . Das ist mMn auch ein Grund warum es kaum etwas Vernünftiges auf dem Markt gibt.