'Multibanking'

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    • 'Multibanking'

      Hallo,
      heute erhielt ich von meiner Referenzbank den Hinweis, wonach das 'Multibanking' möglich sei .... also man könne seine sämtlichen Konten, Karten Depots, bei anderen über dieses 'Multibanking' 'verwalten' oder zumindest alles über dieses eine Institut 'managen' .... was ist davon zu halten/abzuraten, von wegen Datenschutz etc. ? Was meinen die Experten dazu?? Danke für Info. Vielleicht erklärt sich, daß diese Frage von einer 'Steinzeitmenschin' (=äteres Semester) kommt. ?(
    • Ich kann bestätigen, dass es recht praktisch ist, verschiedene Kontozugänge zusammenzuführen. Ich nutze das seit kurzem für mehrere Konten bei der comdirect.

      Mir ist allerdings nicht so klar, wie das Einbinden institutsfremder Konten rechtlich geregelt ist. So untersagt nämlich die comdirect in ihren AGBs für das Online Banking im Punkt "Geheimhaltung der personalisierten Sicherheitsmerkmale und sichere Aufbewahrung der Authentifizierungsinstrumente" die Weitergabe des PINs. Genau die müsste man aber angeben, um diesen Multibanking Service nutzen zu können. Ohne jetzt alle möglichen AGBs gelesen zu haben, vermute ich, dass andere Institute das genauso handhaben. Ich bin also erstmal skeptisch.

      Was sagen die Rechtsexperten?
    • @Nordlicht1337

      Wenn andere mit einem Produkt erfolgreich sind, warum sollte man es selbst dann nicht auch anbieten....

      Ich habe mich in der Community von Comdirect umgesehen, eine Menge Leute haben in den letzten Monaten nach dieser Funktionalität gefragt, mich eingeschlossen. Bei mir ist es so, dass ich neben meinem eigenen Depot auch noch ein Depot meines Sohnes, meiner Mutter und meines Vaters betreue, jedes mit eigenem Login, extrem aufwändig, da jeden Monat den Status abzurufen. Dass man jetzt auch noch Konten anderer Banken einbinden kann, finde ich prinzipiell praktisch. Mein Hauptgirokonto ist aber bei der DKB und das binde ich bewusst nicht ein, da ich für Transaktionen dort ohnehin "vorbeischauen" muss.
    • Antwort an Chris 2702: ja, um die handelt es sich, Referenzkonto bei comdirect .... vielleicht ist die Skepsis von Nordlicht1337 und Andreas eher angebracht .... vor allem finde ich, ist es doch eher Neugier?, Details in Erfahrung zu bringen wo, bei welchem anderen Institut etc. man was 'geparkt' hat .... auch wenn es 'praktisch' sein mag .... da mache ich mir den 'Aufwand' gelegentlich, bei wem auch immer 'vorbeizuschauen' vor allem wenn es eigentlich eher um Tages-/od. Festgeld handelt. ... ist mir nicht ganz geheuer .....danke trotzdem für die Reaktionen.
    • Stimme Finatop voll und ganz zu ..... DISKRETION ist wahrscheinlich inzwischen ein furchtbar altmodisches Wort und wird wohl bald aus dem Vokabular gestrichen ... vor allem frage ich mich, was macht comdirect dann mit den Daten??? .... läßt sie sich dafür parfümiert' bezahlen? auf welcher rechtlichen Grundlage? .....Sage mir halt, wenn 'andere in den Brunnen springen, muß ich doch nicht hinterher springen' .... nun ja, 'Steinzeimenschin' halt ....fremdgesteuert?... NEIN danke, noch bekomme ich es bestens allein 'gebacken'.

      Zitat von Andreas wiederholt: "Was sagen die Rechtsexperten?"
    • Ich kann eure Skepsis verstehen. Bei mir sind es halt vier Comdirect Depots, die ich betreue (Vater, Mutter, Kind, meins). Da ist es einfach praktisch, alles mit einem Login zu machen. Und dass ich Vollmachten habe, weiß die Bank sowieso, da ist der Login nur noch eine praktischere Ansicht.

      Mein eigentliches Girokonto bei DKB habe bewusst nicht eingebunden, genauso nicht mein Tagesgeld bei einer dritten Bank. Und dabei bleibts auch.
    • chris2702 schrieb:

      Ich kann eure Skepsis verstehen. Bei mir sind es halt vier Comdirect Depots, die ich betreue (Vater, Mutter, Kind, meins). Da ist es einfach praktisch, alles mit einem Login zu machen. Und dass ich Vollmachten habe, weiß die Bank sowieso, da ist der Login nur noch eine praktischere Ansicht.

      Mein eigentliches Girokonto bei DKB habe bewusst nicht eingebunden, genauso nicht mein Tagesgeld bei einer dritten Bank. Und dabei bleibts auch.
      NEIN und nochmals NEIN.... diese Angaben reichen der comdirect schon um ein Profil zu erstellen und die eigenen Angebote zu steuern. Ich habe ALLE (6) Banken und (4) Depots in einer App "Banking4A" zum abfragen und aktualisieren auf dem Smartphone.Darüber hinaus auch als Backup in meiner Homecloud.... gibt es als Banking4W auch identisch für einen PC.
      Damit kann ich gut überweisen (mobiltan ) und wenn ich pushTAN Verfahren nutzen will, dann bin ich blitzschnell in den proprietären Bankingapps eingeloggt... Schön ist z.B. bei der Diba die Depotübersicht in dieser App, die Referenzkontenabfrage... Also für mich ist das einfach klasse.
      Bei Starmoney bin ich gebranntes Kind - ist mir zweimal in früheren Jahren abgeraucht..Wer als iPhone Besitzer etwas sucht, der sollte Outbank prüfen. zu früheren Symbian (Nokia) Zeiten eine Spitzenanwendung, ob das heute noch so ist, das weiß ich nicht.
      Und wer Lust auf Retrofeeling hat: Es gibt das "uralte" Microsoft Money mit einer kompletten Buchungsstruktur, die ein Freak HBCI tauglich gemacht hat. Das Programm aus 1997 ( für Windows) ist heutzutage nur etwas frickelig zu installieren, aber wenn es rennt, dann sehr sicher. Habe es jahrzehntelang genutzt bis ich auf Linux umgestiegen bin. Hier ist nur Hibiscus gut, aber der Funktionsumfang reicht mir nicht
    • Ich verstehe es so dass das Zusammenfassen von Konten der Datensparsamkeit zuwider läuft, d.h. der Anbieter dann mehr Daten auswerten und spezifische Angebote machen kann (s. google wo plötzlich Werbung kommt die Suchanfragen entspricht). Das selbst vorgenommene Zusammenfassen mit den Offline-Produkten schafft dann Dir den besseren Überblick und nicht der Bank.

      Im speziellen Fall in dem die Bank über die Vollmacht eh die Zusammenhänge kennt ist es wahrscheinlich keine grundsätzliche Änderung. Ich habe die gleiche Konstellation bei der ebase und meinem Fondsvermittler, da beide nicht beraten kommt auch keine Werbung ;)

      Ansonsten bin ich skeptisch gegenüber einer freiwilligen Datenzusammenführung, habe zur Zeit des Volkszählungsurteils neben dem Bundesverfassungsgericht studiert, das prägt ...
    • Mag sein das es für den Kunden zusätzliche Funktionalitäten bietet, jedoch halte ich davon absolut gar nichts. Wirklich neu ist diese Idee wohl auch nicht, denn ss gibt auch zahllose Software von Banken z.B. Apps für Handys / Tablets mit, der auch Fremdkonten geführt werden können.

      Aus meiner Perspektive schaut es schlichtweg so aus, dass solche "Services" dem Kunden zwar als Mehrwert angeboten werden, jedoch wohl insgesamt vornehmlich der Informationsbeschaffung dienlich sein dürften.

      Es würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gegen die AGB der kontoführenden Bank verstoßen, sofern ein Kunde beim anderen Kreditinstitut Zugangsdaten für Fremdkonten im anderen Bank-System hinterlegt. Wie genau soll dieses Multibanking denn technisch funktionieren? Würde mich mal brennend interessieren.

      Grundsätzlich würde ich davon abstand nehmen und verwende selbst auch nur eine unabhängige Banking Software.