Angepinnt Rückkehr in die GKV

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    • @referat janders: erstmal danke für die schnelle Antwort.

      Jetzt muss ich aber noch klären ob ein Praktikum vor dem Studium bereits als Startzeitpunkt gilt. Ich musste seinerzeit (DDR) ein Jahr ein Praktikum an der Uni durchführen um überhaupt studieren zu dürfen. Das Praktikum wurde entlohnt und es wurden SV-Versicherungsbeiträge abgeführt. Ich hatte keine wirkliche Wahl und in den Rentenunterlagen steht "Pflichtbeitragszeit berufliche Ausbildung".
      zum Systemwechsel: mir gefällt die Version von switty #339. So was mit Zusatzversicherung ist mir lieber und ich bin als Rentner nicht auf Gedeih und Verderb den leider schlecht abschätzbaren Beiträgen der PKV ausgeliefert.
      Danke nochmal.
    • @nft: ich würde einfach mal bei einer GKV anrufen, und sie konkret fragen. Die können Dir normalerweise ziemlich genau sagen, was für die Zeitberechnung relevant ist. Zumal es ja auch mittlerweile "Rabatte" für jedes Kind gibt (glaube 3 Jahre pro Kind). Aber selbst wenn KVdR nicht mehr klappen sollte, bist du mit der GKV immer noch besser dran, selbst wenn Du auf sonstige Erträge Beiträge entrichten solltest. Klar, du kannst in den Basistarif wechseln, aber damit bist du dann Patient 3. Klasse.

      Und zu deiner Frage wegen Kostenerstattungsverfahren, hier ist eigentlich alles super erklärt:
      de.wikipedia.org/wiki/Ambulante_Restkostenversicherung
      Der relevante § im SGB ist § 13 Abs. 2 SGB V.

      Von der Handhabung läuft es ähnlich ab wie bei der Beihilfe bei Beamten:
      1. Erklärung an die GKV, das du am Kostenerstattungsverfahren teilnimmst
      2. Einreichen der Rechnung bei der GKV, die zahlt einen Bruchteil des Rechnungsbetrags
      3. Die quittierte Rechnung reichst Du bei der PKV ein, die übernimmt den Rest
      4. Du überweist die Arztrechnung

      Meistens klappt es, das der Prozess innerhalb der Zahlungsfrist durchläuft. Einzige "Schlechterstellung" ggü. reinen PKV Patienten ist, das Du nur Ärzte mit Kassenzulassung besuchen darfst, um von der GKV eine Erstattung zu bekommen. Die PKV erstattet aber oftmals dann trotzdem (in den guten Tarifen 80%-100%), wenn es keine Vorleistung der GKV gab. Dann bleibt halt im Zweifel ein kleiner Selbstbehalt, wenn man wirklich zum absoluten Spezialisten will.

      @Glotzer: stimmt schon, der AG muss mitspielen und hat auch ein gewisses Risiko. Ansonsten bietet es sich halt bei einem Jobwechsel an, man fängt einfach einen Monat später beim neuen AG an und ist dazwischen nochmal arbeitslos. Auch das müsste funktionieren. Im Lebenslauf verkauft man es als Sabbatical :)
    • Guten Tag, ich bin neu hier im Forum. Bin selbstständig und 62 Jahre alt. Gibt es für mich irgendeine Möglichkeit noch aus der privaten Krankenversicherung herauszukommen und nicht nur in einen Basistarif zu wechseln? Ich werde nicht mit 65 in Rente gehen können, da ich mir die in den letzten Jahren ständig gestiegenen Beiträge nicht von meiner viel zu kleinen Rente leisten kann.
    • @switty:
      Erstmal Danke.
      Bei der GKV habe ich mich schon informiert. Das Praktikum zählt als Startpunkt. Den Sache KVdR nehme ich mal als nicht ernsthaftes Problem - da ich mich eh nicht festlegen möchte bis genau 67 arbeiten zu müssen. Man weiss ja nie - und so ärgere ich mich später nicht.

      Wie bist du bei der PKV vorgegangen ? Ist die PKV denn verpflichtet mir eine Zusatzversicherung ohne ges.Prüfung anzubieten ? Immerhin werde ich ja kündigen. Hast du dir die Option schon vorher irgendwie bestätigen lassen ? Bist du vor der Aktion bei deinem Berater gewesen?
      Sorry für die Fragen - aber ich kann mir nicht vorstellen freundlich verabschiedet zu werden - und irgendwie möchte ich mir einen Fahrplan zurechtlegen.
      Danke und Gruß
    • Hallo @eeul, willkommen in der Community!

      Ich habe Deinen Post hierher verschoben, da in diesem Thread Dein Thema diskutiert wird.

      Leider sieht es ab 55 schlecht aus. Nähere Infos dazu findest Du hier:
      finanztip.de/pkv/pkv-rueckkehr-gkv/#c13914

      Schildere aber gerne Deine Situation noch genauer, vll. hat jemand hier noch Rat.

      Noch ein Hinweis: Schon versucht, bei Deiner Versicherung in einen günstigeren Tarif zu wechseln?
      finanztip.de/pkv/pkv-tarif-wechsel/
    • Danke für die bisherigen Tips.
      Ich zahle zur Zeit 561 /Monat bei einer Selbstbeteiligung von 1500 €/Jahr. Bei meinem letzten Versuch, den Tarif zu wechseln wurde eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt. Ich muss wahrscheinlich in den günstigen Basistarif wechseln, der ohne Gesundheitsprüfung angeboten wird. Die einzige andere Möglichkeit in meinem Alter wäre über die Familienversicherung aus der PKV herauszukommen wenn ich das richtig sehe.
    • @Saidi

      1. es gibt klare BGH Rechtsprechung zum Thema Mehrleistungen und sowohl zum Aspekt Risikoprüfungen für Mehrleistungen als auch zur sachgrundlosenm Ausschluss von Mehrleistungen!

      2. Wichtig ist die Frage, was denn Mehrleistungen exakt sind und die enumerative Aufzählung - da geht bitte ohne quaklifizierte Beratung nicht viel! Da ist der Verbraucher überfordert und Verbraucherportale bitte auch!

      3. der unqualifizierte Ausschluss von Mehrleistungen ist nicht kundenorientiert und auch nicht praktizierter Verbaucherschutz!

      4. die erneute Erstantragsprüfung ist aber auch ein Thema!

      5. die Beratung gehört in qualifizierte Hände!


      P.S.: nicht bei jeder PKV gibt es "echte" Paralleltarife!
    • eeul schrieb:



      Ich zahle zur Zeit 561 /Monat bei einer Selbstbeteiligung von 1500 €/Jahr. Bei meinem letzten Versuch, den Tarif zu wechseln wurde eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt. Ich muss wahrscheinlich in den günstigen Basistarif wechseln, der ohne Gesundheitsprüfung angeboten wird. Die einzige andere Möglichkeit in meinem Alter wäre über die Familienversicherung aus der PKV herauszukommen wenn ich das richtig sehe.
      1. wo ist jetzt bitte 561 Euro viel?

      2. was ist denn bitte an Altersversorgung wirklich vorhanden?

      3. der Basistarif ist nicht wirklich eine Lösung!

      4. Beratung wäre hier wichtig - die bekommt man bei BERATERN!

      5. eine Gesundheitsprüfung ist eigentlich keine Herausforderung, weil es entweder um Mehrleistungen geht (ddie muss man sich mal aufbereiten lassen) und die erneute Erstantragsprüfung auch im Raum steht (auch hier besteht Bedarf f+r eine qualifizierter Beratung)
    • nft schrieb:

      @eeul:


      In meinen Augen bleibt dir vermutlich nur der Wechsel in einen günstigeren Tarif , wenn nicht sogar in den Basis-tarif.
      Es gibt nicht immer einen "günstigeren" Tarif - ggf. kann man den Selbstbehalt erhöhen oder die Leistung reduzieren!

      Und - es gibt ggf. auch den Anspruch auf den Standardtarif - das ist NICHT der Basistarif!
    • Saidi schrieb:



      Leider sieht es ab 55 schlecht aus. Nähere Infos dazu findest Du hier:
      finanztip.de/pkv/pkv-rueckkehr-gkv/#c13914

      Schildere aber gerne Deine Situation noch genauer, vll. hat jemand hier noch Rat.

      Noch ein Hinweis: Schon versucht, bei Deiner Versicherung in einen günstigeren Tarif zu wechseln?
      finanztip.de/pkv/pkv-tarif-wechsel/
      1. sieht es ab 55 nicht schlecht aus, sondern es schließt sich ausschließlich und ggf. eine einzige Tür!

      2. der Wechsel in einen "günstigere" Tarife bedarf einer qualifizierten Beratung. In der Regel sind das nur kurzfritisge Effekte und i.d.R. sind Versicherer da auch nicht wirklich kundenorientiert unterwegs!
    • nft schrieb:

      Wie bist du bei der PKV vorgegangen ? Ist die PKV denn verpflichtet mir eine Zusatzversicherung ohne ges.Prüfung anzubieten ? Immerhin werde ich ja kündigen. Hast du dir die Option schon vorher irgendwie bestätigen lassen ? Bist du vor der Aktion bei deinem Berater gewesen?
      Sorry für die Fragen - aber ich kann mir nicht vorstellen freundlich verabschiedet zu werden - und irgendwie möchte ich mir einen Fahrplan zurechtlegen.
      Danke und Gruß
      Ich hab mir das auch problematisch vorgestellt, aber es ging eigentlich recht kooperativ.

      1. Kontaktaufnahme mit meiner Generalagentur, das ich ab Tag X sehr wahrscheinlich GKV Patient bin aufgrund Pflichtversicherung
      2. Von seitens der Beraterin kam von ihr aus das Angebot (klar, sie wollen dich ja irgendwie als Kunden behalten) bzgl. den Zusatztarifen. Hatte mir dann verschiedene Sachen angeschaut und hab im Endeffekt alles genommen, was mir angeboten wurde:
      a) Krankentagegeld behalten
      b) Zahnzusatz 90% Erstattung
      c) Klinikzusatz
      d) zwei ambulante Tarife (davon ist einer der Kostenerstattungstarif mit einigen Selbstbehalten, es gibt dann noch eine weitere Zusatz die das Gap zwischen GKV + Kostenerstattungstarif abgedeckt inkl. ein paar Leistungen wie Brillen, Heilpraktiker, die nicht im Kostenerstattungstarif war
      e) Pflegezusatz behalten

      In Summe zahle ich für das gesamte Paket ca. 350 Euro, wobei meine Tochter mit dabei ist (die schlägt ca. 100 Euro zu buche). Der Restkostentarif alleine macht ca. 130-140 Euro aus, der Rest ist für sich Pillepalle.

      3. Der Vorteil ist, wenn Du innerhalb der Versicherung bleibst, das deine Altersrückstellungen erhalten bleiben und du bei einem gleichguten oder schlechteren Zusatztarif ohne Gesundheitsprüfung reinkommst, auch bei den Zusatzversicherungen. Da ich einen Premium-PKV Tarif hatte konnte ich in alles ohne Gesundheitsprüfung reinwechseln. Interessant fand ich, das die Leistungen teilweise sogar besser sind, so hatte mein alter PKV Tarif früher z.B.einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog. Da ich zwischenzeitlich an einer psychosomatischen Inkontinenz erkrankt war, war das sehr nett das die Inkontinenzwindeln ab Wechsel in den Restkostentarif gezahlt wurden :) Bei meinem alten Tarif bin ich voll auf den Kosten sitzen geblieben, da die Windeln ausgeschlossen waren. Daran denkt man mit 25 Jahren natürlich nicht, das man ein bisschen später im Leben auf sowas angewiesen ist.
      4. Verpflichtet ist sie mehr oder weniger ja, wenn sie so einen Tarif grundsätzlich im Angebot hat. Das ist dann vergleichbar mit dem Wechsel in einen leistungsschlechteren Tarif. Da ich mich aber nicht großartig streiten musste, kann ich das nicht verbindlich beantworten ob man da einen gerichtlichen Anspruch drauf hat. Da ich aufgrund meiner Vorerkrankungen sicherlich Widerstand bekommen hätte (Leistungsausschlüsse oder sowas), bin ich aber überzeugt das du einen rechtlichen Anspruch drauf hast.
      5. In dem Sinne bestätigen lassen hab ich es mir, ich hatte folgendes verlangt: schriftliches Angebot und das ich ohne Gesundheitsprüfung in die Tarife wechseln darf

      Allgemein:
      - einen sonstigen "freien" Berater hab ich nicht bemüht, da sich bei mir nicht mehr die Frage aufgrund der gesundheitlichen Situation gestellt hat die Gesellschaft zu wechseln. Und da das gesamte Package kostenmäßig vernünftig klang und die Leistungen stimmen, bin ich dann ohne großartigen Vergleich da rein.
      - da ich mit 38 Jahren noch recht jung bin, und hoffe noch eine Weile im Erwerbsleben bleibe, hab ich dann sehr gute Aussichten auf der KVdR (außer der Gesetzgeber lässt sich da noch irgendeine Schweinerei einfallen)

      Grüße
      switty