Schwäbisch Hall zwingt Verbraucher zum Übersparen der Bausparverträge

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    • @muellerhen
      In Sachen (Bausparkassen)recht kenne ich mich leider nicht aus.
      Bei mir geht es aktuell "nur" um Kündigung nach §313 und §314 BGB (Kündigung aus wichtigem Grund) und dabei warte ich aktuell 1. auf das Schlichtungsverfahren und 2. auf die Entwicklung bei der Klage des Bundesverband Verbrauchzentrale gegen die Aachener BSK.

      Ich glaube @chris2702 empfiehlt die Beratung der Verbraucherzentrale. Vielleicht auch etwas für dich um eine fundierte Entscheidung treffen zu können?
    • Hallo Maxxam,

      gibt es Neuigkeiten zu Deinem Schlichtungsverfahren.
      Ich habe das selbe Problem. Wollte mich jetzt an die Schlichtungsstelle wenden, habe aber diesen Beitrag hier gefunden.
      Ich bin mit dem Jahreskontoauszug 2016 erstmalig aufgefordert worden die Differenzsumme der "versäumten" Regelsparbeiträge nachzuzahlen. Im letzten Schreiben wurde mir dann die letzte Frist zum 31.12.2017 gesetzt, wo sie mir mit Verweis auf ABB §2 Absatz 3 mit der Kündigung drohen.

      So ein Schlichtungsverfahren scheint ja lange zu dauern?!
    • Hallo TEM,

      das Schlichterverfahren hat in meinem Fall so lange gedauert, weil die beiden Pateien wechselseitig mit monatsfrist Stellung zur Stellungnahme des anderen nehmen können. Da die BSK jedesmal ziemlich krauses Zeug behauptet hat, ging das mehrfach hin und her.

      Nun, die Schlichterstelle hat nun gesprochen: Meine Anliegen wurde abgelehnt. :(

      Hat mich nicht sonderlich überrascht, die Schlichterstellen werden ja von den Bausparkassen finanziert und nun ja, eine Krähe hackt der anderen eben kein Auge aus.
      Zumindest habe ich meinem Unmut über die Diskrepanz von Vertragsversprechen zu geschäftspolitischer Neuinterpretation durch die BSH zum Ausdruck gebracht.

      Habe dem Schlichterspruch nicht angenomment und werde meine Regelsparbeiträge mit dem Vermerk "unter Vorbehalt" zahlen. Falls es jemanden mit Rechtsschutzversicherung gibt, der das das gleiche Problem vor einem ordentlichen Gericht zu Verbraucher Gunsten ausficht, stände mir dann eine Rückforderung der Beiträge offen.

      Falls es einen solchen Helden gibt, würde ich mich freuen hier von ihm zu hören... ;)
    • Hallo Zusammen,

      stehe offensichtlich vor der gleichen Herausforderung wie alle anderen hier:
      Ich habe einen Bausparvertrag von 1994, den ich aufgrund des relativ hohen Guthabenzinses bewußt so hoch wie möglich gespart habe. Und nun die Kündigung der BSH nach Aufforderung zur Regelbesparung.

      In meinem Fall habe ich aber parallel noch ein Tilgungsaussetzungsdarlehen und einen weiteren Bausparvertrag zur Ansparung dafür.
      Habe ich irgendeine Chance aufgrund dieser misslichen Geschichte dieses Darlehen zu kündigen und da raus zu kommen (weil dieses auch noch einen vergleichsweise hohen Zinssatz hat)?

      Danke für Rat und Tips!
    • Hallo User0815,

      wenn die BSH dich zur Zahlung der Regelsparbeiträge auffordert, gehe ich davon aus, dass der Bausparvertrag von 1994 nur bespart wird und keine Absicht besteht das zugehörige Darlehen zu nutzen (der andere Vertrag mit dem Tilgungsdarlehen ist mit diesem nicht vertraglich verknüpft?).

      Die BSH kann den 1994er Vertrag nun kündigen wenn:

      a) er seit 10 Jahren zuteilungsreif ist
      -> muss Du leider akzeptieren

      b) er überspart ist
      -> muss Du leider akzeptieren

      c) Du mit 6 Monaten Regelsparbeiträgen im Rückstand bist
      -> zahle die ausstehenden Beiträge, wenn Du weiter vom guten Zinssatz profitieren willst bis a) oder b) eintrifft
      -> teile der BSH mit, dass Du nur unter "Vorbehalt bezahlst" und vermerke dies auch auf den Überweisungen, so kannst Du, falls es einen Gerichtsbeschluss zu dem Thema gibt, gegebenenfalls die Zahlungen zurückfordern.


      Das Tilgungsaussetzungsdarlehen mit dem weiteren Bausparvertrag ist vermutlich ein eigenständiges Thema (?).
      Kenne mich mit Tilgungsaussetzungsdarlehen nicht so aus, aber wenn ich richtig verstehe, heisst, das, dass Du bereits Gelder von der BSH in Anspruch genommen hast für die Du zur Zeit nur die Zinsen abbezahlst und später über das Darlehen des zweiten Bausparvertrages rückzahlen willst?
      Da solltest Du Deinen Vertrag im einzelnen prüfen lassen, vielleicht hast Du Glück und findest ein Schlupfloch, wie zB. eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung (vgl. Tausende Euro sparen durch fehlerhafte Widerrufsbelehrung - Baufinanzierung - Finanztip-Community)

      Eröffne doch mal hier im Forum ein neues Thema "Tilgungsaussetzungsdarlehen kündigen" und erläutere das Problem näher, dann finden Dich Leidensgenossen vielleicht leichter.

      LG,
      maxxam