BSQ (Ex - Quelle) Q12 Bonus

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    • Bei mir ist heute ein Schlichtungsverfahren gegen die BSQ Bausparkasse entschieden worden.
      Der Schlichter unterstützt meinen Antrag vollumfänglich.

      Nun habe ich 6 Wochen Zeit die Schlichtung anzunehmen oder auch nicht.
      Natürlich werde ich den Schlichtungsvorschlag annehmen.
      Sehr wahrscheinlich wird die BSQ Bausparkasse den Vorschlag nicht annehmen.
      1. Hat jemand hierzu Erfahrungen, ob die BSQ Bausparkasse Schlichtungsvorschläge annimmt?

      2. Darüber hinaus dürfte ich ja nun mit einem positiven Schlichtungsvorschlag gute Karten im Klageweg haben, oder?

      3. Dann noch eine weitere Frage: Die BSQ Bausparkasse behauptet, sie habe mir in 2015 gekündigt. Eine solche Kündigung habe ich nicht erhalten. Dies habe ich dann bei Erhalt der Abrechnung der BSQ auch so mitgeteilt.
      Es wäre ja Ende 2018 Verjährung eingetreten. Im Dezember 2018 habe ich die Schlichtung angerufen.

      Wie viel Zeit bleibt mir nach Ablauf des Schlichtungsverfahrens Klage zu erheben?
    • einsumworbenheutepfui schrieb:

      Wenn der persönliche Steuersatz niedriger als ist, als der der Abgeltungssteuer, zahlt man zu.
      Dazu gibt es die Günstigerprüfung:
      Wenn die Abgeltungssteuer höher ist als der persönliche Steuersatz, kann man nachträglich beim Finanzamt diese Prüfung beantragen und bekommt ggf. den Unterschiedsbetrag erstattet.. Man muss also auch in diesem Fall nicht zuzahlen.

      bundesfinanzministerium.de/Con…d-guenstigerpruefung.html
    • Einstumworben Heutepfui schrieb:

      Rheingold schrieb:

      Aufsichtsratvorsitzender der BSQ ... Schreiben an ihn ...
      Gute Idee.Übrigens, Botzem ist unter ander auch Vorstandsmitglied der Debeka Bausparkasse AG und Vorsitzender des Finanz- und Risikoauschuss beim Verband privater Bausparkassen e. V. ...

      EdlerRitter schrieb:

      Bei mir ist heute ein Schlichtungsverfahren gegen die BSQ Bausparkasse entschieden worden.
      Der Schlichter unterstützt meinen Antrag vollumfänglich.

      Nun habe ich 6 Wochen Zeit die Schlichtung anzunehmen oder auch nicht.
      Natürlich werde ich den Schlichtungsvorschlag annehmen.
      Sehr wahrscheinlich wird die BSQ Bausparkasse den Vorschlag nicht annehmen.
      1. Hat jemand hierzu Erfahrungen, ob die BSQ Bausparkasse Schlichtungsvorschläge annimmt?

      Nach meiner Kenntnis und Erfahrung nimmt die BSQ den Schlichtungsvorschlag zum Bonus auf keinen Fall an. Wie es dann abläuft: siehe meinen Beitrag Nr.88.
    • VERLUSTBESCHEINIGUNG
      @Einsumworbenheutepfui Die Verlustbescheinigung wird für die Gesamtsumme aller seit Bausparbeginn berechneten Boni ausgestellt.

      @ alle
      WICHTIGER HINWEIS
      Was mir auch erst jetzt aufgefallen ist: Die BSQ hat die jährliche Versteuerung des Bonus nicht etwa vom getrennten Bonuskonto abgeschrieben, sondern hat dies jährlich von Eurem BAUSPARGUTHABEN abgezogen (schaut auf Eure Kontoauszüge)! Wenn Ihr also keinen Bonus bekommen habt und nach Kündigung nur das Bausparguthaben ausgezahlt bekommt, habt Ihr damit Steuern für Zinsen (=Bonus) bezahlt, die Ihr überhaupt nicht bekommen habt.

      Daher dann eine Verlustbescheinigung bei der BSQ beantragen, die Ihr bei der nächsten Einkommensteuererklärung einreichen könnt.

      Ggf. für Unkundige: Die Verlustbescheinigung enthält nicht den Betrag der gezahlten Abgeltungssteuer, sondern den Gesamtbetrag des Bonus. Für diesen Betrag könnt Ihr quasi andere Sparzinsen in voller Höhe erhalten, ohne dass Ihr dafür Abgeltungssteuer bezahlen müsst. Dafür müsst Ihr in der Einkommensteuererklärung andere Spareinkünfte angeben, für die Ihr im Steuerjahr bereits Steuer bezahlt habt (Steuererklärung beilegen).Und diesen Teil der Steuer erstattet das Finanzamt zurück.

      Wenn Ihr im Steuerjahr nun weniger andere Spareinkünfte habt als der Gesamtbetrag des Bonus: Das Finanzamt überträgt den nicht ausgenutzten Betrag auf das Folgejahr, und den könnt dann Ihr im darauffolgenden Jahr (oder in Folgejahren) erneut für versteuerte Spareinkünfte geltend machen und bekommt deren Steuer zurück..

      Pech für die, die über den Sparer-Freibetrag hinaus gar keine versteuerten Spareinkünfte haben. Die haben von der Verlustbescheinigung nichts !!

      Danke, liebe BSQ, für Euer großartiges Verfahren des jährlichen Steuereinzuges zu Lasten des Bausparers (andere Bausparkassen ziehen die Steuer erst ein, wenn der Bonus auch tatsächlich ausgezahlt wird …) !
    • Einstumworben Heutepfui schrieb:

      EdlerRitter schrieb:

      1. Welches ist das zuständige Gericht? Da die BSQ ihren Sitz in Nürnberg hat, ist es das Nürnberger Gericht?
      2. Muss die BSQ meine Anwalts- und Gerichtskosten tragen, wenn ich obsiege?
      3. Welche Anwaltskosten muss ich vorweg tragen
      1. Wie hoch ist die Streitsumme?2. Ja.
      3. s. 1.
      Die Bausparsumme beträgt 10.000 Euro. Guthaben im Jahr 2015 ohne Bonuszinsen betrug 8.500 Euro. Die Grundverzinsung beträgt 2% im Tarif Q12. Wobei die Bonuszinsen von 2,75% ja erst entstehen, wenn ich als Bausparer auf das Darlehen verzichte.
      Den Bausparvertrag hat die BSQ in 2015 gekündigt.
      Der Schlichter sieht die Kündigung als unwirksam an.
      Also: Seit 2015 zahlt die BSQ keine Zinsen mehr.
    • Einstumworben Heutepfui schrieb:

      @EdlerRitter

      Erstmal Glückwunsch!

      Könnttest Du bitte nochmal schreiben, welche Punkte genau Dein Antrag enthalten hat, die dann positiv von der Schlichtungssstelle beschieden wurden?
      Danke.
      Bei mir hat die BSQ Bauspar AG den Bonuszins zum Guthaben hinzugerechnet - nach dem OLG Celle ist dies unzulässig.
      Sehr geholfen hat folgendes PDF Dokument der Verbraucherstelle Baden-Württemberg. Der dort aufgeführte Fall 3.5 auf Seite 11 entspricht genau meinem Fall:
      verbraucherzentrale-bawue.de/s…ion%20Bausparkassen_0.pdf

      Der Schlichter nimmt auch Bezug auf die Urteile des OLG Celle und stimmt der Rechtsauffassung des OLG Celle zu.

      Nach Bezugnahme auf die Urteile heißt es in der Begründung des Schlichters
      "Die Wirksamkeit einer auf das Erreichen der Bausparsumme durch die Addition von Vertrags- und Bonusguthaben
      gestützten Kündigung wurde verneint, da die Fälligkeit des Anspruchs auf Bonuszinsen ausschließlich an ein
      Verhalten des Bausparers, nicht aber an ein Verhalten der Bausparkasse anknüpft.
      Dieses ausschließlich dem Bausparer vertraglich zugestandene Initiativrecht wird von der Bausparkasse
      unterlaufen, indem sie trotz Fehlens einer Willenserklärung oder eines vertraglich geregelten
      Fälligkeitstatbestands die Zinsen eigenmächtig dem Sparer aufdrängt und so die - vorzeitige - Kündigung
      des Bausparvertrags herbeiführt. Dieser Rechtsauffassung ist zuzustimmen.

      Das OLG Celle hat die Revisionen jeweils zugelassen. Die betroffene Bausparkasse hat
      zunächst von den Zulassungen Gebrauch gemacht (BGH, XI ZR 537/15 und XI ZR 540/15), dann jedoch die
      vor dem Oberlandesgericht siegreichen Kläger entweder klaglos gestellt oder sich mit ihnen nach
      Rücknahme der Revision geeinigt (vgl. Presseveröffentlichung des BGH Nr. 119/2017 vom 19.07.2017).
      Damit sind die Urteile rechtskräftig geworden. Es ist zu erwarten, dass die betroffene Bausparkasse
      zur Vermeidung einer höchstrichterlichen Entscheidung auch künftig so verfahren und ein Urteil
      zu dieser Rechtsfrage durch den Bundesgerichtshof nicht mehr ergehen wird."
    • EdlerRitter schrieb:

      Bei mir ist heute ein Schlichtungsverfahren gegen die BSQ Bausparkasse entschieden worden.
      Der Schlichter unterstützt meinen Antrag vollumfänglich.

      Nun habe ich 6 Wochen Zeit die Schlichtung anzunehmen oder auch nicht.
      Natürlich werde ich den Schlichtungsvorschlag annehmen.
      Sehr wahrscheinlich wird die BSQ Bausparkasse den Vorschlag nicht annehmen.
      1. Hat jemand hierzu Erfahrungen, ob die BSQ Bausparkasse Schlichtungsvorschläge annimmt?

      2. Darüber hinaus dürfte ich ja nun mit einem positiven Schlichtungsvorschlag gute Karten im Klageweg haben, oder?

      3. Dann noch eine weitere Frage: Die BSQ Bausparkasse behauptet, sie habe mir in 2015 gekündigt. Eine solche Kündigung habe ich nicht erhalten. Dies habe ich dann bei Erhalt der Abrechnung der BSQ auch so mitgeteilt.
      Es wäre ja Ende 2018 Verjährung eingetreten. Im Dezember 2018 habe ich die Schlichtung angerufen.

      Wie viel Zeit bleibt mir nach Ablauf des Schlichtungsverfahrens Klage zu erheben?

      In der Vergangenheit haben die "Schlichter" oft zugunsten der Bausparkassen entschieden und, vorsichtig ausgedrückt, meiner Meinung nach damit auch die richterlichen Entscheidungen mitbestimmt. Schließlich waren die letzten BGH-Urteile derart verbraucherfeindlich, dass es sich der Verband nun erlauben kann, auch mal großzügig zu tun und Kundeninteressen zu berücksichtigen. Und das wohl umso leichter, als zuvor schnell mal die Schlichtungsordnung geändert wurde (s. a. @Rheingold s Beitrag 60).

      Ja, die Ablehnung von Schlichtungssprüchen durch "BSQ" hat Konjunktur (s. a. test.de/Bausparvertrag-BSQ-muss-Zinsbonus-zahlen-5282033-0/). Den Schlichtern ist das natürlich bekannt, und sie werden wohl kaum etwas dagegen unternehmen. Warum auch? Schafft nicht "BSQ" erst die Voraussetzungen, um die Verbandsinteressen weiter voranzutreiben!?

      Aber man weiß ja nie. Immerhin ist Deine Sache ja hier nun öffentlich geworden. Und die Juristen von "BSQ" haben den Thread natürlich im Blick. Vielleicht lässt sich Kreuziger ja auch für Dich einen seiner berühmt-berüchtigten Vergleiche einfallen.
      Lass Dich aber bitte nicht auf ein Stillschweige-Gebot ein, sondern poste hier zumindest das Ergebnis.

      Wenn Dir der Mut nicht ausgeht, was ich Dir und uns allen hier wünsche, ist es vor einer Klage vielleicht ratsam, dich erstmal an die Bafin zu wenden. Auch die Verbraucherzentrale sollte informiert werden (wenn Du in Baden-Würtemberg wohnst, kannst Du gleich die mit "BSQ" & Co. sehr befasste dortige Stelle einschalten).
      Und schreib an die Medien!

      Im Klagefall würde ich, falls Du nicht in der Nähe von Nürnberg wohnst, das Dir nächste Amtsgericht nehmen und Deine Klage selbst einreichen. Mit dem Schlichterspruch in der Tasche, brauchst Du erstmal keinen Anwalt.

      Ach ja, "BSQ" behauptet viel, wenn der Tag lang ist. Dass sie Dir in 2015 gekündigt haben, wird sicher per Einschreiben geschehen sein, oder? ...
      Und selbst wenn das wirklich mal stimmen sollte, das Schlichtungsverfahren hemmt die Verjährung (§204 BGB, Abs. 1/4).

      !