AMUNDI ETF MSCI WLD (WKN A0X8ZX) mit AIS-AM.MSCI WLD EOC (WKN A2H59Q) zu verschmelzen."

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    • AMUNDI ETF MSCI WLD (WKN A0X8ZX) mit AIS-AM.MSCI WLD EOC (WKN A2H59Q) zu verschmelzen."

      Hallo,

      ich habe folgende Nachricht von meiner Depotbank erhalten,

      "die Fondsgesellschaft hat angekündigt, das Wertpapier-Sondervermögen des Fonds AMUNDI ETF
      MSCI WLD (WKN A0X8ZX) zum 18.04.2018 mit dem Fonds AIS-AM.MSCI WLD EOC (WKN
      A2H59Q) zu verschmelzen."

      Den neuen Fond/ETF kann ich jedoch nicht finden.

      Der AMUNDI ETF MSCI WLD (WKN A0X8ZX) wurde in der Vergangenheit von Finanztip empfohlen.

      Ist der AIS-AM.MSCI WLD EOC Euch bekannt?

      Gruß

      Flasher64
    • Hallo @Flasher64, @Kater.Ka,

      ich bin an der Sache dran und frage gerade bei Amundi alle möglichen Details nach. Info bislang: Sie verschmelzen die in Frankreich aufgelegten ursprünglichen Amundi-Fonds zum 18.4.2018 auf Fonds einer Fondsgesellschaft namens „Amundi Index Solutions”mit Sitz in Luxemburg. Offizielle Info ist: aus administrativen Gründen. Man wolle "Fonds zusammenfassen, die nach derselben Anlagestrategie gemanagt werden". Frage ist nun, ob die Verschmelzung bedeutet, dass Anleger Gewinne versteuern müssen. Sobald ich mehr weiß, bekommt ihr Bescheid. Warum es noch keine Infos zu den neuen Fonds gibt, habe ich auch gefragt. Ich hoffe, auch hier bald mehr zu bekommen.

      Viele Grüße,
      Sara
    • Hallo @Flasher64, @Kater.Ka,

      wie es aussieht, müssen Sparer, die "alte" Amundi ETFs tatsächlich Veräußerungsgewinne versteuern, bzw. das passiert dann automatisch bei Verschmelzung. Tipp: Ausreichenden Freistellungsauftrag einrichten für alle, die betroffen sind! Ich finde, dass Amundi die ganze Sache nicht besonders transparent vollzogen hat un kann gut verstehen, wenn sich betroffene Sparer ärgern! Wir testen die in D handelbaren ETFs auf den MSCI World bald neu und werden die Empfehlung des Amundi ETF dann überprüfen.

      Viele Grüße,
      Sara
    • Hallo @Sara, @Flasher64,
      verstehe ich das richtig, dass WKN A0X8ZX automatisch verkauft wird und die Erlöse in WKN A2H59Q re-investiert werden?
      Was ist, wenn zum Zeitpunkt des Veräußerungstermins kein Gewinn, sondern ein Verlust gegenüber dem Einstiegskurs vorliegt? Kann man dies dann ebenfalls steuerlich geltend machen?
      Ich finde leider überhaupt keine Informationen zu WKN A2H59Q. Gibt es hier irgendwo offizielle Informationen, inwiefern sich dieser Fonds vom Ursprungsfonds unterscheidet?
      Hat der Anleger im Endeffekt auch etwas von den "administrativen Gründen" von Amundi, sprich: gibt es vorteilhaftes Umtauschverhältnis o. ä.?
      Sollte man sich alternativ überlegen, die Anteile zu gegebenem Zeitpunkt selbst zu verkaufen und in einen anderen Fonds zu re-investieren?
      Ich bin etwas erstaunt, dass dies ohne weitere Kommunikation von Amundi erfolgt. Bei ETF geht man ja eher von langfristigen Anlagen aus und dieses Vorgehen fördert nicht unbedingt das Vertrauen in die Fonds-Gesellschaft.

      Ich würde mich freuen, wenn es im Forenkreis ein paar Wissende gibt, die Ihre Informationen gerne teilen wollen.

      Vielen Dank im Voraus und Gruß!
    • Hallo @Sparer0815, in einem anderen Thread habe ich auf eine Dokumentensammlung von Amundi verlinkt, in dem die Modalitäten pro Fonds erläutert sind. s. Fondsfusion Amundi MSCI EMER. Mkts (WKN A1C9B1) - Geldanlage - Finanztip-Community

      Zu der Frage nach den Vorteilen:

      Natürlich gibt es keine Vorteile, das hat sich seit Zeiten von Carl Fürstenberg Aktionäre sind dumm und frech" nicht geändert. s de.wikipedia.org/wiki/Carl_F%C3%BCrstenberg

      Ich kann wie im anderen Beitrag nur empfehlen den Unmut nicht hier zu posten sondern 1. bei Deiner Depotbank, die den Fonds vielleicht über Aktionen promotet und 2. bei der Fondsgesellschaft direkt zu artikulieren. Ich habe einen ganzen Zoo von Fonds sowohl gemanagt wie ETF und dabei habe ich so ein Vorgehen noch nicht erlebt. Es gibt zwar immer wieder Änderungen, diese hatten aber nie eine fühlbare, hier steuerliche Auswirkung auf mich.
    • Ich würde Steuern als unvermeidliches Resultat von realisierten Gewinnen am Kapitalmarkt sehen. Steuern sind (zumindestens für Kleinanleger) quasi ein Äquivalent zu der Botschaft, dass das Jahr gut gelaufen ist.

      Klar, man kann thesaurieren, man kann auch Rürup Versicherungen u.ä. kaufen um Steuerzahlungen zu verschieben.

      Aber unterm Strich fallen auf realisierte Gewinne Steuern an. Und das sollte man einfach akzeptieren.
    • Hallo @Beuteschema,
      da gibt es nicht nur den Freistellungsauftrag. Der Grundfreibetrag ist in 2018/ 9000€. Bei mir, der ich ja verheiratet bin, sind das immerhin 18000€.
      Wenn in der Zukunft zu erwarten ist, geringere Einkünfte zu haben, kann man auch Einkünfte aus Geldanlagen in diesen Zeitraum zu verschieben. Leider ist das mit der neuen Besteuerung nur noch eingeschränkt möglich.
      Sinnvoll ist es jedes Jahr kurz unterhalb des Freibetrages zu bleiben. So verschenkt man kein Geld.
      Gruß

      Altsachse
    • Beuteschema schrieb:

      oder macht es Sinn, vorher zu verkaufen (auch wenn man eigentlich ein Langfrist-Investment vorgesehen hat). Mein Freistellungsauftrag ist leider schon aufgebraucht...

      Hallo @Beuteschema,

      ich persönlich glaube, dass sich der sofortige Verkauf des "alten" ETF zur Investition in den "neuen" ETF aus rein steuerlicher Sicht vermutlich nicht lohnen wird. Das ist aber von vielen Details abhängig, ein paar beachtenswerte davon versuche ich mal hier aufzuzählen. Hoffentlich kann jemand aus dem Forum noch Weiteres beisteuern und/oder falsche oder missverständliche Aussagen korrigieren kann. :)

      - Beim sofortigen Verkauf des "alten" ETF wären die Steuern auf den aktuellen Gewinn schon heute fällig und auch evtl. Kauf- und Verkaufsgebühren sind heute zu bezahlen. Das Investment in den "neuen" ETF wäre um Steuern und Gebühren vermindert. Das muss der "neue" ETF aufholen.
      - Davon abzurechnen ist die steuerlich eventuell geringere Belastung des Gewinns im Rentenalter. Weil die aber nur schwer vorherzusagen ist, gibt es einen gewissen Unsicherheitsfaktor - meiner Meinung nach: Je weiter das Rentenalter entfernt liegt, desto größer die entsprechende Unsicherheit.

      - Wenn der "alte" ETF höhere Ausschüttungen vornimmt als die gesetzliche Vorabpauschale für den "neuen" ETF, dann fallen vergleichsweise höhere Steuern an. Ansonsten sollte die Höhe der Abgeltungsteuer identisch oder geringer sein, wenn man einen verbrauchten Freibetrag unterstellt.

      - Schwierig einzuschätzen ist natürlich der "entgangene Gewinn", falls die Ausschüttungen nicht oder zeitverzögert oder nur mit zusätzlichen Gebühren in den "alten" ETF reinvestiert werden können und/oder die Performance bei dem neuen ETF zukünftig besser sein wird. Ich weiß aber nicht, wie man das heute schon realistisch abmessen kann.

      - Bei den Kauf- und Verkaufsgebühren muss vermutlich jeder selber einschätzen, ob diese bei seinem Broker zukünftig sinken, steigen oder konstant bleiben werden.

      - Sollte sich in den nächsten Jahren an der steuerlichen Situation etwas ändern, z.B. Wegfall der Abgeltungsteuer oder höhere Provision-, so könnte der "alte" ETF immer noch verkauft und in den "neuen" ETF umgeschichtet werden. Normalerweise(!) gibt bei diesen Änderungen immer eine Frist, in welcher zu den "alten Konditionen" noch verkauft werden kann. Eine Garantie darauf gibt es aber nicht.

      - Gegen das Belassen des "alten" ETF spricht natürlich, dass das Depot unübersichtlicher werden kann. Aus diesem Grund kann natürlich auch handeln, das habe ich auch schon gemacht. Aber dies ist aber eine Entscheidung, die keinen steuerlichen Hintergrund mehr hat. Ich habe solche Verkäufe als rein kosmetische Maßnahme angesehen. Die steuerliche Auswirkung war auch immer sehr gering.

      viele Grüße
      erdnuss
    • Hallo,
      ich habe erst gestern (!) auch so eine Mitteilung bekommen, dass meine französischen ETFs "Amundi ETF STOXX EUROPE 600" und "Amundi ETF MSCI WORLD" mit gleichnamigen Fonds der SICAV AMUNDI INDEX SOLUTIONS in Luxemburg verschmolzen werden sollen. Bei genauem Lesen der Informationen (10 Seiten jeweils!) fiel mir auf, dass ich keine Anteile bekomme, sondern Aktien der Teilfonds bei der SICAV. Bei Eingabe der aufgeführten ISINs konnte ich die nicht finden. Der Austausch soll 1 : 1 erfolgen. Die große Frage ist jetzt: wie wird der Kurs der neuen Aktien sein?? Der kann ja deutlich unter dem bisherigen Wert der Anteile liegen, was einen erheblichen Verlust ausmachen könnte.
      Außerdem habe genau deshalb Index-Fonds gekauft, weil ich keine Aktien wollte. Ich könnte jetzt natürlich verkaufen, müsste dann aber einen Verlust von ca. 8% realisieren, was bei 100.000 EUR schon weh tut. Beim Kursverlauf der Amundi-ETFs fällt auf, dass diese seit Januar 2018 stark gefallen sind. Die Mitteilung von Amundi zur Verschmelzung ist datiert mit dem 21.12.2017. Könnte es da einen Zusammenhang geben?
      Ich bin ratlos und würde mich über Hilfe sehr freuen.
      MfG
      GBruno
    • Hallo @gbruno, willkommen in der Community.

      Die Luxemburger Investmentgesellschaften sind Aktiengesellschaften mit variablem Kapital, daher werden die Fondsanteile gelegentlich als Aktien bezeichnet. de.wikipedia.org/wiki/SICAV

      gbruno schrieb:

      Beim Kursverlauf der Amundi-ETFs fällt auf, dass diese seit Januar 2018 stark gefallen sind.
      Beide Fonds müssten entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung im ersten Quartal um ca. 4% gefallen sein. Seit Ende Januar noch etwa 1,5% mehr Verlust, da im Januar noch mal ein Allzeithoch erreicht wurde.


      gbruno schrieb:

      Ich könnte jetzt natürlich verkaufen, müsste dann aber einen Verlust von ca. 8% realisieren, was bei 100.000 EUR schon weh tut.
      Nach dem Beitrag oben von Sara von der FT Redaktion wird diese Aktion steuerlich eh als Verkauf behandelt, d.h. je nach historischem Kaufzeitpunkt fällt Steuer an (daher der Tipp auf ausreichenden Freistellungsauftrag zu achten) bzw. es kommt zu einem Guthaben im Verlusttopf.
    • Kater.Ka schrieb:

      Hallo @gbruno, willkommen in der Community.

      Die Luxemburger Investmentgesellschaften sind Aktiengesellschaften mit variablem Kapital, daher werden die Fondsanteile gelegentlich als Aktien bezeichnet. de.wikipedia.org/wiki/SICAV

      gbruno schrieb:

      Beim Kursverlauf der Amundi-ETFs fällt auf, dass diese seit Januar 2018 stark gefallen sind.
      Beide Fonds müssten entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung im ersten Quartal um ca. 4% gefallen sein. Seit Ende Januar noch etwa 1,5% mehr Verlust, da im Januar noch mal ein Allzeithoch erreicht wurde.

      gbruno schrieb:

      Ich könnte jetzt natürlich verkaufen, müsste dann aber einen Verlust von ca. 8% realisieren, was bei 100.000 EUR schon weh tut.
      Nach dem Beitrag oben von Sara von der FT Redaktion wird diese Aktion steuerlich eh als Verkauf behandelt, d.h. je nach historischem Kaufzeitpunkt fällt Steuer an (daher der Tipp auf ausreichenden Freistellungsauftrag zu achten) bzw. es kommt zu einem Guthaben im Verlusttopf.
      Hallo Kater.KA,
      Danke für die schnelle Antwort. Ich mache mir doch einige Sorgen.

      Kater.Ka schrieb:

      Die Luxemburger Investmentgesellschaften sind Aktiengesellschaften mit variablem Kapital, daher werden die Fondsanteile gelegentlich als Aktien bezeichnet. de.wikipedia.org/wiki/SICAV
      Heißt das, Fondsanteile und Aktien sind äquivalent? Wird dann der Kurs der Aktie der gleiche sein wie der der Fonfsanteile? Und wie steht es mit der Sicherheit? Bei den ETFs ist ja das Sondervermögen (der Anleger) vor dem Zugriff von etwaigen Gläubigern im Insolvenzfall geschützt. Ist das hier auch so?
      Ich habe dummerweise gerade zum Zeitpunkt des Allzeithochs gekauft, und jetzt einen Verlust von 7,4%. Am Liebsten würde ich wegen der Unsicherheit betreffend den kommenden Aktienkurs verkaufen, aber das würde einen großen Verlust bedeuten. Ist es besser, abzuwarten?
      Grüße
      GBruno
    • gbruno schrieb:

      Heißt das, Fondsanteile und Aktien sind äquivalent?
      Ja

      gbruno schrieb:

      Wird dann der Kurs der Aktie der gleiche sein wie der der Fonfsanteile?
      Wenn Du vorher - nachher meinst würde ich unterstellen dass ja, allerdings würde ich mir das bestätigen lassen, da ich es aus der Mitteilung von Amundi nicht zweifelsfrei herauslesen kann.

      gbruno schrieb:

      Bei den ETFs ist ja das Sondervermögen (der Anleger) vor dem Zugriff von etwaigen Gläubigern im Insolvenzfall geschützt. Ist das hier auch so?
      Der Schutz bezieht sich auf die Insolvenz der Bank, das ist hier genauso, da unterschiedliche Rechtssubjekte.

      gbruno schrieb:

      Am Liebsten würde ich wegen der Unsicherheit betreffend den kommenden Aktienkurs verkaufen, aber das würde einen großen Verlust bedeuten.
      Nochmals: den Verlust realisiert Du auf jeden Fall, weil diese Verschmelzung steuerlich als Verkauf gilt, d.h. Du hast hinterher um den Steuerabzug weniger bei nicht vorhandenem Freistellungsauftrag / Verlustverrechnungstopf.
    • Hallo,
      ich hatte inzwischen Kontakt mit Amundi wegen des Tausches von Fondsanteilen gegen Aktien. Man erklärte mir, dass es sich um einen Fehler handele. Ich würde Nach der Verschmelzung ANTEILE an dem neuen Subfonds bekommen, deren Wert "nahezu gleich" sein werde. Zu künftigen Kursentwicklungen könne man nichts sagen (was ich verstehe). Jetzt bleibt mir nur abzuwarten, was am 18.04.18 passiert.