[Umfrageergebnis] Finanzwissen der Deutschen

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    • [Umfrageergebnis] Finanzwissen der Deutschen

      Wer sich mal richtig gruseln möchte sollte sich die Umfrageergebnisse zum Finanzwissen der Deutschen ansehen. Mehr als die Hälfte der Befragten haben eine eher schlechte oder schlechte Finanzplanungskompetenz, wobei die Eigensicht eine ganz andere ist, Besonders erschreckend: Die 18-30jährigen haben die geringste Finanzkompetenz.

      bankenverband.de/newsroom/pres…kenntnisse-uber-finanzen/

      @Florence ggf. was für die Redaktion
    • Danke,den Vorschlag leite ich gerne an unser Newsletter-Team weiter.

      Auf der Seite des Bankenverbands gibt es auch einen Aufruf zur Teilnahme am "European Money Quiz". Vielleicht spannend für diejenigen unter Euch, die Finanzwissen an Jugendliche vermitteln: schulbank.bankenverband.de/sch…ney-quiz/quiz-trainieren/
      Und vielleicht auch, um das eigene Wissen auf die Probe zu stellen ;) .
    • Ich finde es schlimm, dass so ein wichtiges Thema in der Schule viel zu kurz kommt. Wir haben selbst in der Oberstufe das Thema nie wirklich behandelt, wobei es sich ja wirklich anbieten würde.
      Ein Grundwissen sollte allen Menschen zu Verfügung gestellt werden, immerhin betrifft es uns alle. Und da sich die meisten gerade der jüngeren Generationen nicht mehr auf die gesetzliche Rente verlassen können und es von der Politik auch gefordert wird, sollte da auch mehr angeboten werden.
    • Wenn sich das Finanzwissen der Deutschen scheinbar verschlechtert statt, trotz vieler, vieler Angebot sich zu informieren, sich zu verbessern, was stimmt dann nicht?

      Sind die Menschen einfach zu dumm und werden (siehe zu Verschlechterung in der Bankeninfo) immer dümmer? Warum eigentlich geben u.a. die öffentlichen Hände riesige Summen an Geld aus um über Fernsehen- undRundfunkprogramme, das Internet oder Zeitschriften um die Bürger informiert zu halten, wenn das doch überhaupt keinen positiven Effekt hat?
    • Wakomata schrieb:

      Warum eigentlich geben u.a. die öffentlichen Hände riesige Summen an Geld aus ... um die Bürger informiert zu halten,
      Ich habe nicht den Eindruck, dass für die Finanzbildung etwas getan wird. Es werden sehr stark die kollektiven Sicherungssysteme thematisiert, was den jungen Menschen aber nicht helfen wird, da sie aufgrund des demographischen Wandels eh keine Rente mehr bekommen werden. Ansonsten wird nach meiner Beobachtung nichts getan.
    • Man muss sich doch nur mal das komplizierte Steuerrecht oder die Formel zur Berechnung der Rente anschauen, das versteht doch ein Normalsterblicher kaum. Ich gebe @Wakomata Recht, dass es schon Angebote gibt, aber ich vermute, dass es für viele einfach zu weit weg oder zu anstrengend ist.
      Und was die Rente anbelangt, da habe ich keine Illusionen @Kater.Ka da wird für meine Generation nichts daraus. Ich versuche gerade deswegen mich zu informieren und aktiv zu werden, kann aber auch die Leute in meinem Freundeskreis verstehen die es genau anders sehen. Meine beste Freundin z. B. legt so gut wie gar kein Geld zurück und investiert auch nicht, aus Überzeugung.
      Unterm Strich sind die Deutschen ja immerhin immer noch eine Sparernation, was immerhin zeigt, dass grundsätzlich auch an schlechte Zeiten gedacht wird und somit muss es nur noch klüger angelegt werden, aber da ist immerhin schon ein anderer Nährboden. Andererseits ist das "zu konservative" wie immer noch zur Sparkasse auf kostenpflichtige Konten ohne Zinsen zahlen, vielleicht auch ein Mentalitätsproblem.
    • @driverinb
      Ich spiele gar nicht auf das Steuerrecht und das Rentenrecht an. Beide sind, da bin ich sicher, für niemanden in Gänze durchschaubar.
      Wenn ich aber lese und höre, dass Menschen wieder mal auf eine Anlage mit 15% Rendite hereingefallen sind, dann frage ich mich, was die eigentlich so tun im Leben. Viele Stellen, nicht zuletzt auch der Finanztip warnen ausdauernd seit vielen Jahren vor dubiosen Anlagemöglichkeiten. Offensichtlich ist die Gier verbunden mit Ignoranz stärker als alle Vernunftapelle.
    • @Kater.Ka

      Ich bin da ganz anderer Meinung. Ich lege Wert darauf für meine eigenen Finanzen die Verantwortung zu tragen: Im Guten wie im Bösen.

      Und wie wärs mit dem Vorschlag, dass ich für meine Finanzbildung selbst etwas tun muß? Der ewige Ruf nach dem Staat führt zur Vergesellschaftung von Schulden und der Privatisierung von Erträgen.


      Wer glaubt durch „Aufklärung“ oder „Bildung“ etwas zu verändern bei dem Finanzwissen der Menschen, die kümmern sollte, was und wie mit ihrem Geld geschieht, der irrt, denke ich. Immer noch haben allzuoft Leichtsinn, Dummheit und Gier jede Form von Rationalität bei Geldanlage geschlagen. Nach dem Reinfall natürlich, wenn das Gejammeregroß ist wird alles besser- bis zum nächsten Mal.
    • Wakomata schrieb:

      Ich bin da ganz anderer Meinung.
      Ich teile Deine Meinung. Mein Punkt war Deine Kritik an Ausgaben der öffentlichen Hand für Information der Bürger. Auch die teile ich. Ich bin der Meinung dass hier für Finanzbildung (fast) nichts getan wird.

      Selbstverständlich soll und muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn aber andere Themen im Vordergrund der Information stehen wird sich wenig Interesse an den einzelnen Finanzen entwickeln.
    • Naja, Gier, Leichtsinn und Kurzfristdenken (Planungshorizont bis Monatsende) kann man den Mensch anerziehen, man kann es ihnen auch wieder austreiben.

      Es kommt ja darauf an, ob sich ein Mensch mit seiner Art zu wirtschaften und darüber zu denken wohlfühlt oder nicht.

      Mit Bildung wird man einige erreichen, aber garantiert nicht alle. Außerdem gibt es ja Interessensgruppen, denen ein gewisses Maß an (wirtschaftlicher) Dummheit ganz zuträglich ist.

      Also hat die Aufklärung nicht nur Freunde.

      Und was die Komplexität von Renten- und Steuerrecht anbelangt, due liegt meiner Meinung nach im Alter der Gesetze begründet. Ein Gesetz startet in der Regel recht einfach. Nur finden sich mit der Zeit immer mehr besonders schützenswerte oder anders zu behandelne Personenkreise, die einer zusätzlichen Regelung bedürfen. Wenn man das nur lange genug macht, dann hat man einen Riesenkatalog, wie etwa Paragraph 3 AO. :S
    • Wakomata schrieb:

      Ich halte nichts davon, erwachsene Menschen zu pädagogisieren. Ab einem gewissen Alter ist jede(r) für sich und sein Tun verantwortlich.
      Was die Änderung der Komplexität von Steuer- und Rentenrecht betrifft, weiß ich keine Lösung.

      Ich sehe den Staat in der Pflicht, für eine Annäherung der Chancen jedes Einzelnen zu sorgen. Und das kann nur über die Schulbildung erfolgen. Was Erwachsene tun, sei bitte jedem selbst überlassen. Insofern Zustimmung meinerseits zum Zitat oben. Ich hatte konsistent über mein gesamtes Schulleben 2 Schulstunden pro Woche die schlicht für die Tonne waren. Hätte man die genutzt uns Schülern Finanzbildung zu vermitteln, wäre da viel gewonnen gewesen.

      Ich habe nicht viel Einblick in das Gefälle der Verhaltensweisen in Deutschland. Früher habe ich ab und zu Peter Zwegat beim pädagogisieren zugesehen. Bei RTL ist zwar auch immer Show dabei, aber so ganz fern der Realität wird schon nicht gewesen sein, was man da zu sehen bekommen hat. Und es ist einfach erschreckend, welch einfachste Zusammenhänge manchen Menschen nicht bewusst sind. Dies könnte man ändern, wenn in Mathe statt mit Äpfel und Birnen, mit monatlichem Taschengeldbudget und realistischen Handyvertragspreisen gerechnet würde. Und man dann merkt, dass 50 Euro Taschengeld und 49 Euro Handyrechnung spätestens am nächsten Justin Bieber Konzert nicht zusammen passen.
    • @chris2702
      Ich möchte nicht, dass vor den Wahlen der Bürger als „mündig“ bezeichnet wird und die jeweiligen Regierung ihm nach den Wahlen versucht, alle Problem abzunehmen und sei es, indem Regulierungsstränge in die wirtschaftlichen Zusammenhänge eingezogen werden, die weder dem Bürger nutzen, noch der Wirtschaft.

      Arm zu sein oder Hartz 4 Empfänger qualifiziert doch nicht zwangsläufig dazu, unverständig und dumm zu sein! Wer sich allerdings in diese (Hartz4) Matte fallen läßt ohne ernsthafte Versuche zu unternehmen da wieder rauszukommen, der disqualifiziert sich für mich schon, als ernstzunehmender Mensch angesprochen zu werden.

      Und ein ernsthafter Versuch seiner Misere zu entgehen ist für mich unbedingt, mich darüber zu informieren, wie das funktioniert mit meinem Geld, wie ich es zusammenhalte und wenn möglich mehre. Das kann jeder, denn es kostet fast nichts. Wer allerdings sein Geld sinnlos verpulvert, der soll auch selbst dafür sorgen an neues zu kommen.
    • Wakomata schrieb:

      @chris2702
      Ich möchte nicht, dass vor den Wahlen der Bürger als „mündig“ bezeichnet wird und die jeweiligen Regierung ihm nach den Wahlen versucht, alle Problem abzunehmen und sei es, indem Regulierungsstränge in die wirtschaftlichen Zusammenhänge eingezogen werden, die weder dem Bürger nutzen, noch der Wirtschaft.
      Ich bin allgemein für eine "Mündigmachung" der Bürger. Daher klares JA.


      @chris2702

      Wakomata schrieb:

      Arm zu sein oder Hartz 4 Empfänger qualifiziert doch nicht zwangsläufig dazu, unverständig und dumm zu sein! Wer sich allerdings in diese (Hartz4) Matte fallen läßt ohne ernsthafte Versuche zu unternehmen da wieder rauszukommen, der disqualifiziert sich für mich schon, als ernstzunehmender Mensch angesprochen zu werden.
      Ich würde niemals arme Menschen in irgendeiner Weise pauschal beurteilen. Nach dem Abi habe ich einen Freiwilligendienst mit Obdachlosen gemacht. Das Thema ist extrem vielschichtig.

      Aber das Thema Chancengleichheit und seine Ermöglichung durch den Staat ist ein Riesenthema. Mein Beispiel mit den 50 Euro ist auf jeden anwendbar. Ich denke, man muss schon Teenager sein, um von den Eltern 50 Euro Taschengeld bekommen, gefühlt ist das viel. Und wenn man dann die Grundrechenarten anwendet und sagt "ok, ich hab 50 Euro, das Handy kostet 49 Euro im Monat, das passt", der wird hundertpro in Probleme laufen. Weil man mit dem 1 übrigen Euro eben gar nichts machen kann. Aber nach diesem Schema verlaufen ganz viele Verschuldungskarrieren. Für die erste Rate hatte jemand noch Geld, aber es sind nunmal 24 Raten. Und dann kommt das zweite Bedürfnis, das dritte, und dann kommt die Spirale.
    • Mein Punkt ist: Dass ich heute zur oberen Mittelschicht gehöre, war schon immer wahrscheinlich, denn meine Eltern gehören dazu, meine Großeltern, meine Schwiegerfamilie.

      Hat jemand, der solche Startbedingungen nicht hat, einfach Pech gehabt? In Deutschland scheint das der Fall zu sein. Ich finde das zutiefst ungerecht. Aber wenn die Eltern und die Familie nicht die Kapazitäten hat, junge Menschen auf einen guten Weg zu bringen, dann ist doch der Staat insbesondere die Schule gefragt... oder wer sonst?