Überweisung blockiert wegen Verdacht auf Geldwäsche

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    • Überweisung blockiert wegen Verdacht auf Geldwäsche

      Hallo,

      meine Mutter hat mir einen größeren Geldbetrag überwiesen um mich bei der Finanzierung eines Eigenheimes zu unterstützen. Das Geld hat sie via ihr Girokonto von ihrem Sparkonto auf mein Girokonto bei einer Online-Bank transferiert. Daraufhin kontaktierte mich meine Bank per Email um nach einer Rechnung oder einer Vertragskopie zu fragen. Da es keine Rechnung oder einen Vertag gibt habe ich den Hintergrund dem Bankangestellten geschildert. Erst danach erfuhr ich, dass sie kontrollieren müssen ob es sich um Geldwäsche handelt.

      Mittlerweile ist seit der Überweisung über eine Woche vergangen und meine Bank reagiert seit mehreren Tagen nicht mehr auf meine Emails. Der Telefonsupport kann mir nur sagen, dass es in Bearbeitung ist und sie mich nicht an die zuständige Person durchstellen können.

      Den Verdacht der Geldwäsche finde ich ziemlich lächerlich, da klar nachvollziehbar ist vorher das Geld kommt. Kann eine Bank für solch einen langen Zeitraum das Geld einfach einbehalten? Wer kommt für etwaige Zinsen auf?

      Vielen Dank für Ratschläge!
    • Maristo schrieb:

      Hallo,

      meine Mutter hat mir einen größeren Geldbetrag überwiesen um mich bei der Finanzierung eines Eigenheimes zu unterstützen. Das Geld hat sie via ihr Girokonto von ihrem Sparkonto auf mein Girokonto bei einer Online-Bank transferiert. Daraufhin kontaktierte mich meine Bank per Email um nach einer Rechnung oder einer Vertragskopie zu fragen. Da es keine Rechnung oder einen Vertag gibt habe ich den Hintergrund dem Bankangestellten geschildert. Erst danach erfuhr ich, dass sie kontrollieren müssen ob es sich um Geldwäsche handelt.

      Mittlerweile ist seit der Überweisung über eine Woche vergangen und meine Bank reagiert seit mehreren Tagen nicht mehr auf meine Emails. Der Telefonsupport kann mir nur sagen, dass es in Bearbeitung ist und sie mich nicht an die zuständige Person durchstellen können.

      Den Verdacht der Geldwäsche finde ich ziemlich lächerlich, da klar nachvollziehbar ist vorher das Geld kommt. Kann eine Bank für solch einen langen Zeitraum das Geld einfach einbehalten? Wer kommt für etwaige Zinsen auf?

      Vielen Dank für Ratschläge!
      Naja, die Bank ist m.E. rechtlich dazu verpflichtet, solche Transaktionen zu beobachten und ggf. zu melden. Immerhin handelt es sich um potentielle, entgangene Steuereinnahmen des Staates.

      Es sieht ja nach einer Schenkung aus und hierfür gibt es Freibeträge; ab einer gewissen Schwelle fällt eben Schenkungssteuer an.

      Die Finanzämter / Steuerfahnder gehen meines Wissens rigoros mit solchen Sachverhalten um und dass - selbst bei "kleinen" Steuerdelikten von KMU's - der Staat einen riesen "Krawall" (Blaulicht, Lärm, Zoll) ausübt, was den Ruf eines Akteurs nachhaltig schädigen kann und anscheinend explizit der Abschreckung dienen soll, sollte jedermann für das Thema sensibilisieren. Und allerspätestens mit dem Wissen, dass Finanzämter "Steuer-CD's" kaufen.

      Ich kann daher nur dazu raten, mit offenen Karten zu spielen und dies ggf. dem Finanzamt zu melden (es könnte sogar sein, dass man eine Schenkung, auch wenn keine Steuer anfällt, dem FA melden muss.. bitte mal genau nachlesen im Gesetztestext). Es ist durchaus möglich, dass die Bank das Geld einbehalten darf und von Deiner Seite kein Anspruch auf etwaige Zinsen besteht. Insbesondere wenn sich der Verdacht erhärtet.

      Ich bin aber kein Steuer-oder Rechtsberater und dies stellt somit nur meine subjektive Meinung dar. Wenn sich das Thema in den nächsten Tagen nicht löst, empfehle ich Dir, Deinen Rechtsbeistand zu konsultieren.
    • Maristo schrieb:

      Den Verdacht der Geldwäsche finde ich ziemlich lächerlich, da klar nachvollziehbar ist vorher das Geld kommt. Kann eine Bank für solch einen langen Zeitraum das Geld einfach einbehalten? Wer kommt für etwaige Zinsen auf?
      Der Verdacht auf Geldwäsche zeugt davon, dass die Bank keine Ahnung von Geldwäschevorschriften hat.
      Sie scheint überängstlich zu sein und macht sich bei Eingang eines größeren Geldbetrages in die Hosen, weil ihre sonstigen Kunden wahrscheinlich nur Kleinbeträge auf den Konten führen.

      Wechseln Sie die Bank!


      Comandante schrieb:

      Naja, die Bank ist m.E. rechtlich dazu verpflichtet, solche Transaktionen zu beobachten und ggf. zu melden. Immerhin handelt es sich um potentielle, entgangene Steuereinnahmen des Staates.
      Das ist schlicht falsch. Banken sind nicht der Steuerüberwachungsdienst des Staates.
      Es gibt immer noch ein Bankgeheimnis. Die Finanzämter dürfen zwar Anfragen bei Kreditinstituten machen, ob dort Konten für einen bestimmten Steuerpflichtigen geführt werden und falls dies zutrifft, dürfen sie sich auch den Kontostand mitteilen lassen.

      Aber ohne eine Anfrage des Finanzamtes hat die Bank keinerlei Befugnisse, irgendetwas an das Finanzamt zu melden.

      Bei Geldwäsche müssen Verdachtsfälle gemeldet werden. Aber wenn jemand einen großen Geldbetrag per Überweisung(!!!) auf sein Konto erhält, ist das kein Geldwäscheverdachtsfall.