niedrige Bausparzinsen fixieren ohne konkrete Baupläne

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    • niedrige Bausparzinsen fixieren ohne konkrete Baupläne

      Hallo,

      die Zinsen steigen ja wieder an, und ich frage mich, ob ich die aktuell günstigen Bauzinsen günstig festhalten kann - obwohl ich keine konkreten Baupläne habe? Ich bin jetzt 35 und denke, in frühestens 5-10 Jahren zu bauen - ich weiß aber noch nicht wann oder zu welchem Betrag. Trotzdem, günstig finanzierte 250.000 Euro wären sicherlich nicht schlecht als Option.

      Frage: gibt es eine Möglichkeit, sich günstig die aktuellen Zinsen zu sichern, ohne zu hohe Gebühren zu zahlen oder schon das ganze Geld dafür zu binden?

      Danke

      David
    • Hallo,

      die Idee ist zwar grundsätzlich verlockend, sich mit einem Bausparvertrag für ein in 5-10 Jahren anzugehendes Bauvorhaben jetzt niedrige Darlehenszinsen zu sichern. Das Vorhaben hat aber einige wesentliche Nachteile:

      In der Ansparphase erzielen Sie nur Minizinsen. Sie müssen schon lange nach einer BSK suchen, bei der abzüglich der Kosten kein Kapitalverlust entsteht. Üblicherweise müssen Sie 40% ansparen. Beim Beispiel bei 250 TEURO 100 TEURO, d.h. bei 10 Jahren jedes Jahr 10 TEURO. Wenn Sie das können, sollten Sie das Geld gewinnträchtiger anlegen. Sogar Festgeld bringt noch mehr.

      Was gern vergessen wird, die Mindesttilgungsraten (üblich 4-7%) sind beim Bausparen deutlich höher als bei einem Annuitätendarlehen. Können Sie diese hohe Tilgung dann leisten?

      Bausparen sollte m.E. im Standardfall nur ein Ergänzungsbaustein einer Baufinanzierung sein. Und die beste Finanzierung ist die, die man nicht braucht. D.h. vorher sparen bis es quietscht.

      Gruß Pumphut
    • Nachtrag: Rein zufällig ;) ist im Märzheft von Finanztest der Artikel
      „Die Zinsversicherung, Bausparen. Trotz niedriger Zinsen und höherer Gebühren kann sich ein Bausparvertrag noch lohnen. Nicht als Geldanlage aber als Finanzierungsbaustein – vor allem für Modernisierer.“
      erschienen.

      Ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt. Auch wenn das von Finanztest dargestellte Beispiel wahrscheinlich einen Rechen- oder Druckfehler enthält, hat der Bausparer durch Abschluss- und Jahresgebühr bei der Zuteilung weniger Kapital als er eingezahlt hat. Da ist der Wertverlust durch Inflation noch nicht berücksichtigt.

      Der Abschluss eines Bausparvertrages ist m.E. nur noch in wenigen Spezialfällen sinnvoll:

      Der in Finanztest dargestellte Fall einer Modernisierung, aber nur in den engen Grenzen ich brauche in 7-9 Jahren (nicht früher, nicht später) max. 30 TEURO Kredit.

      Als Sammeltopf für vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers, wenn man Fond ausschließt und relativ sicher bauen will oder schon hat.

      Eine neue Familienwohnung in einem Ballungsgebiet hat inzwischen die Grenze von einer halben Mio. überschritten. Den Hauptkredit über einen Bausparvertrag darstellen zu wollen, ist in keiner Weise sinnvoll.

      Gruß Pumphut
    • Würde Pumphut zustimmen, sehe wenig Sinn darin, vor allem wenn es kein konkretes Vorhaben gibt!

      Habe passend dazu gerade diesen Artikel gelesen. Ich denke die Einschätzung die da gemacht wird, dass es einen moderaten Anstieg gibt, ist stimmig, aber es sind eben nach wie vor keine hohen Zinsen. Die Baufinanzierung wird sich denke ich auch weiterhin in einem machbaren Rahmen bewegen, die Stabilität ist nach wie vor gegeben.

      Ich würde auch sagen: Einfach selber sparen, da hat man mehr davon. Oder das Geld anders anlegen, wo etwas mehr Gewinn verspricht. Und wenn es dann konkrete Pläne gibt zur Tat schreiten.