Interessanter Beitrag wie große Unternehmen Steuern sparen und wir Normalsterbliche das Nachsehen haben

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    • Interessanter Beitrag wie große Unternehmen Steuern sparen und wir Normalsterbliche das Nachsehen haben

      Hallo, ich habe einen interessanten Beitrag auf Youtube gesehen, der Mal wieder zeigt, wie Großunternehmen Steuern "sparen" bzw geschickt vermeiden und was passiert, wenn das normale Menschen machen wollen. So etwas finde ich immer unglaublich.

      Ich finde es ja immer noch unglaublich, auch dieser Cum-Ex-Skandal oder die Panama-papers... was das für Dimensionen sind.

      youtube.com/watch?v=FjfoNLaE1Hc
    • Und welche Schlüsse ziehst du für dich daraus? Manchmal hat man bei den Diskussionen den Eindruck, es gibt die ehrliche Fraktion, die versucht, die Steuerhinterziehungen der Reichen und Konzerne durch eine Maximierung der eigenen Steuerlast ausgleichen zu wollen. Erst kürzlich hat mir einer erzählt "nein, ich reiche meinen Laptop nicht bei der Steuer ein, den nutze ich ja nur zu 50% beruflich, das ist ja irgendwie kleinlich".

      Wenn ich sehe was mit meinen Steuern passiert (Elbphilharmonie, BER, Stuttgart 21), kann ich nur sagen, dass so viel wie möglich davon in meiner Tasche bleiben sollte, denn damit finanziere ich die Pampers der nächsten Steuerzahlergeneration. Und was das Finanzamt akzeptiert, das wird schon stimmen. :D
    • Danke für dein Feedback lieber Christoph, ich sehe das genauso wie Du! Es geht ja nicht darum, dass ich keine Steuern zahlen möchte. Ich finde es wichtig Steuern zu zahlen, die der Gemeinheit zugute kommen, aber Steuerverschwendung oder das wissentliche Entgehenlassen von Steuern wie bei den Cum Ex-Geschäften und besonders auch die von dir genannten Milliardenversenkungslöchter wie BER, Elbphilharmonie, Stuttgar 21 und Co, das kann es einfach nicht sein. Ich finde da muss viel mehr kontrolliert werden. Ich arbeite seit ich 15 bin nebenbei und auch jetzt neben meinem Studium und da guckte das Finanzamt selbst bei meinen bescheidenen Einkünften immer ganz genau hin. Große Unternehmen können da einfach einen Deal abschließen und bei Steuermittelverschwendung und realen Einkünften Millionen- und Milliardenhöhe passiert oft gar nichts und dann ist es ja kein Wunder, dass man da ein Ungerechtigkeitsgefühl hat. Mir geht es nicht darum den Statt "abzuzocken", ich möchte einfach fair behandelt werden und das soll gerade für große Unternehmen auch gelten.

      Und ich würde einen Laptop auch in jedem Fall versuchen komplett abzusetzen, dass ich ja nur legitim. Ich denke wir normalen Menschen gehen mit dem bisschen Geld, was wir vom Finanzamt zurück bekommen sehr viel verantwortlicher um als so mancher Politiker oder so manches Unternehmen. Zumal ich ja alleine durch die Mehrwertsteuer etc. einen großen Teil dieses Geldes direkt wieder abgebe und durch meine Käufe auch den deutschen Binnenmarkt stärke.

      Wenn ich alle meine Freunde und Familie mitnehmen könnte und das Schiff nicht mit Schweröl fahren würde und ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich aber (um ehrlich zu sein) vielleicht auch einfach immer durch die Welt reisen und dadurch keine Steuern zahlen. ^^ Aber irgendwelche Briefkastenfirmen in Steueroasen, das würde ich auch nicht machen, wenn ich das nötige Geld hätte, weil ich das einfach nicht richtig finde. Aber ich weiß auch nicht genau wie man das Problem lösen könnte. Was denkst Du?
    • Mir ist es extrem wichtig meinen Beitrag zum Gemeinwohl in Form von Steuerzahlungen zu leisten. Ich bin stolz und zufrieden, mit meinem guten Gehalt mehr beitragen zu können, als der Durchschnitt der Bevölkerung.

      Allerdings sollten sich Steuerzahlungen an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren. Und das tun sie bei multinationalen Konzernen und "den Reichen" nicht. Und dieses Problem ist auch nicht national sondern nur international lösbar, denn solange man sich in Steueroasen zurückziehen kann, gibt es einfach Beispiele wo Milliardengewinne mit einstelligen Prozentsätzen besteuert werden. Ich bin nicht motiviert, das auszugleichen.

      Das zweite Problem ist Verschwendung, die genannten Beispiele sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes zählt alljährlich unzählige Beispiele auf, was mit unser aller Geld passiert. Und das Problem der Verschwendung wird keineswegs kleiner über die Zeit oder über mediale Aufdeckung. Ich als Arbeitnehmer habe nur sehr begrenzte Möglichkeiten, meine Steuerlast zu senken. Ich würde das auch niemals in einer Weise tun, die mich mit den Gesetzen in Konflikt bringt. Aber legale Möglichkeiten nicht auszuschöpfen, weil ich als geizig gegenüber der Steuerkasse gelten könnte, käme mir nicht in den Sinn.
    • Na ja.

      Was ich meine ist, kurzgesagt:

      Ich kann die Verantwortung für mein Leben und das was ich tue, nicht tue nicht delegieren. An keine Parteien, an keinen Verein. Ich muß schon selber machen.Nur meckern ist sinnlos


      „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“Meinte Herr Kant


      Und Frau Bachmann:

      „Die Wahrheit sit dem Menschen zumutbar“


      Und Wakomata fügt hinzu:

      Auch wenn die meisten Menschen die gar nicht wissen wollen.
    • Ja, das finde ich auch. Wenn ein Unternehmen nur 0,1 Prozent Steuern bezahlt aber nachweislich Milliarden verdient, dann kann das nicht sein. Aber finde ich super, dass Du genau wie ich der Meinung bist, dass es auch etwas schönes ist, wenn man etwas beitragen kann!

      Wie stehst Du denn zu dem Vorschlag, dass die weltweiten Unternehmensgewinne betrachtet werden (Ab Minute 39:53) Ob die Mitarbeiter vor Ort, gerade bei Unternehmen die digitale Dienstleistungen anbieten der richtige Weg sind, da bin ich mir nicht sicher. Bei Amazon würde das sicher funktionieren, bei Google bin ich mir da schon nicht mehr so sicher. Aber wenn nachweisbar wäre, dass in Deutschland eine Summer X verdient wurde und die dann auch entsprechend versteuert werden würde, das wäre gerecht, dass angeblich hier nichts verdient wird, das kann doch schon der gesunde Menschenverstand nicht zulassen.
      Letzten Endes müssten, wie Du sagst, alle Länder zusammen arbeiten. Hoffen wir Mal, dass es da bald Fortschritte gibt. So kann das ja auf Dauer nicht weitergehen und dann muss Deutschland als ein relativ reiches und mächtiges Land auch mehr Druck machen. Da würden sicher auch einige große Unternehmen dann Zugeständnisse machen.
    • Ich glaube nicht, dass man immer „einzelner Mensch ist“ wenn es um Interessen geht.
      Ich schreibe mails und Briefe und ermuntere jeden der meckert, das auch zu tun. Das befreit und wenn genug Briefe und mails zusammenkommen, dann nützt es. Gute Adressaten sind die lokalen Volksvertreter, die Bürgermeister und –innen, z.B.
      Ich schreibe auch dem Bundespräsidenten. Nur leider muß ich feststellen, dass die Stäbe solcher Leute in dem Maß in dem sie hierarchisch oben angesiedelt immer weniger verstehen, wozu es sie eigentlich gibt und was das Thema ist, das sie verstehen sollen.
      Da hilft dann nur Kabarett.
    • Das finde ich echt super, dass du das machst! Briefe an meine Volksvertreter habe ich echt noch nie geschrieben. Du hast mich auf jeden Fall motiviert das heute Mal zu tun! Wenn es um Produkte oder Unternehmen geht, da habe ich hingegen auch immer Mails geschrieben und mich ans Beschwerde- und Qualitätsmanagement gewendet auch in der Hoffnung, dass ich nicht die einzige bin, sondern viele Leute das auch tun.
      Aber grundsätzlich hoffe ich, dass gerade die Menschen, die einfach reicher und stärker sind auch diesen Anspruch entwickeln.

      Wie stehst du denn zu der Idee, dass die Gesamtgewinne betrachtet werden und nicht nur die angeblichen auf nationaler Ebene?
    • driverinb schrieb:

      Wie stehst du denn zu der Idee, dass die Gesamtgewinne betrachtet werden und nicht nur die angeblichen auf nationaler Ebene?
      Das sehe ich eher kritisch. Würde im Umkehrschluss bedeuten, dass z.B. Gewinne eines deutschen Unternehmens durch Verkäufe im Ausland dort besteuert werden. Wollen wir das als Exportnation?

      driverinb schrieb:

      Briefe an meine Volksvertreter habe ich echt noch nie geschrieben. Du hast mich auf jeden Fall motiviert das heute Mal zu tun!
      Das Thema beginnt doch schon früher, auf kommunaler Ebene. Schau doch mal den Haushaltsplan Deiner Gemeinde an, in wie weit dieser ausgeglichen ist ohne Schulden zu machen bzw. sogar mit Schuldentilgung. Dann die Frage stellen, in wie weit Ausgaben und Leistungen reduziert werden.

      Dann kann man auf die Makroebene gehen: Die GroKo hat eine Mehrheit und hat sich - damit sie akzeptiert wird - ein Bürger-Verwöhn-Programm gegeben, das nicht finanziert ist und mit dem nichts in Richtung Schuldenabbau getan wird.
    • @Kater.Ka ja, als Exportnation wäre das natürlich wieder nachteilig, wobei ich diesen Exportüberschuss auch sehr kritisch sehe, das kann langfristig/mittelfristig ja auch nicht gut gehen, oder was meinst du?

      Also ich kenne mich leider mit Einnahme-Ausgaben und Schuldenpolitik und so noch nicht so gut aus. Deswegen finde ich es immer interessant , wenn Leute die sich da schon ein bisschen mehr mit beschäftigt haben, mir ihre Gedanken mitteilen.

      Meine Eltern sind echte Schwaben und auch immer fürs Sparen. Aber mein Papa meinte z. B., dass als das die Zinsen so niedrig waren, es klug gewesen wäre, wenn Deutschland da mehr Schulen gemacht hätte um zu investieren, was irgendwie auch einleuchtend war. Bzw. was ich nicht verstanden habe, wieso dann nicht Geld geliehen wurde um die alten Schulden, zu den hohen Zinsen damit abzubezahlen. Ist so etwas überhaupt möglich? Also, dass Deutschland Schulden dann quasi vorzeitig zurückzahlt?