Autokauf - finanzielle Aspekte

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    • Autokauf - finanzielle Aspekte

      Hallo Finanztip-Community,

      ich würde über eine allgemeine Frage betreffend Autokauf / Finanzen mit Euch fachsimpeln, genauer: wie viel Geld für ein Auto auszugeben *sinnvoll* ist.

      Ausgangslage:
      Es steht der Kauf eines neuen Gebrauchtwagens an - die finanzielle Situation ließe einen Kauf bis zu 30.000,- Euro zu (weniger wäre natürlich besser).

      Aber: solide Autos gibt es zweifellos auch schon zwischen 10.000 bis 20.000 Euro!
      (Sogar auch für weniger, allerdings werden die Einbußen bei unter 10k € meines Erachtens schon deutlich spürbarer.)

      Frage:
      Wenn ein Kfz für z.B. 15.000,- € alles Notwendige bietet (insb. hinreichende Sicherheitsstandards), wie kann man es dann "rechtfertigen", eines für 25.000,- € zu kaufen?
      Klar, letzteres ist im Zweifel neuer und/oder bietet mehr Ausstattung, die durchaus zweckmäßig sein mag und Spaß machen kann.

      Anlass für die Überlegung war eine Situation neulich im Supermarkt:
      Da war mein Lieblingsgetränk reduziert, 70 Cent günstiger pro Liter; also habe ich gleich mehrere eingepackt und mich über eine Ersparnis von ein paar Euro gefreut. ....vermutlich handelt im Supermarkt jeder mehr oder weniger so.

      ....aber wenn ich hier über ein paar Euro Ersparnis freudig zur Kenntnis nehme - wie kann ich dann bei einem Pkw die 10.000,- € teurere Variante rechtfertigen? Wo ist die Verhältnismäßigkeit?

      Wie gesagt, das teurere Auto wird auch das tollere sein - aber "10.000 Euro toller", bzw. 1,6-mal so toll??? Das ist eigentlich schwer vorstellbar?

      Und irgendwas Sinnvolles, was man stattdessen mit dem Geld machen könnte, findet man immer: Immobilie abbezahlen, Urlaube machen...

      Wie seht Ihr das - egal bei welchem Preis, ob man ein Kfz für 30k oder 70k € kauft, ist ja letztlich egal - in jedem Fall hat wohl der Umstand Gültigkeit, dass ein mehrere Tausend Euro günstigeres Auto immer noch sehr solide/ausreichend sein wird...?!?
    • Bei uns steht gerade der zweite Autokauf innerhalb eines Jahres in der Familie an. Einmal kein TÜV mehr nach 17 Jahren, jetzt wird meiner mit 12 Jahren / 160.000 km reparaturanfällig, fahre gerade ohne Klimanalage. Der Kaufpreis ist nachrangig, das reguliert sich über meinen Geiz.

      Bei uns steht daher die Funktion im Vordergrund. Das Auto letztes Jahr brauchte einen Allrad und Bodenfreiheit, da die Nutzer nur über einem schlecht geräumten und löchrigen Feldweg zu erreichen sind. Es wurde das billigste Auto, ein Duster als EU-Fahrzeug mit ungarischer Tageszulassung.

      Bedingt durch die hohen Rabatte für Neuwagen durch die Internethändler sehe ich das Thema Gebrauchtwagen kritisch. Ich habe folgendes Modell: Auf den LP erhält man bei den Marken die wir so kaufen (Ford, Seat, Skoda) ungefragt 25% Rabatt. Auf den reduzierten LP rechne ich dann einen Jahres-Wertverlust von 10%, da wir die Autos fahren bis sie auseinanderfallen, das sind 10 Jahre / 150-200 Tkm.

      Nach diesem Modell müsste ein Jahreswagen 25+10 = 35% unter LP liegen, der übliche Drei-Jahres-Leasing-Rückläufer bie 25+3*10 = 55% unter LP liegen. Ich habe den Eindruck dass sie höher liegen.

      Ein weiteres wichtiges Argument für Neuwagen ist die Schadstoffklasse. Wir haben jetzt schon zwei mit 36W0 und ich würde damit keines mehr kaufen geschweige denn etwas älteres. Die Präsidentin vom Umweltbundesamt wurde zwar zurückgepfiffen, aber das ist ja nur eine Frage der Zeit mit hell- und dunkelblau.

      Bei der aktuellen Autosuche gehen wir so vor dass ich mir den Fahrersitz bequem einstelle und mich dann dahinter auf die Rückbank setze, um zu testen ob es für die Kinder auch in Zukunft groß genug sein wird, da wir das Auto ja lang fahren wollen. Ferner muss eine Anhängelast von mindesten 1.500 kg für unseren Wohnwagen vorhanden sein, gerne mit Leergewicht des Fahrzeugs >1.500 kg um die Tempo 100-Regelung nutzen zu können.

      Mögliche Fahrzeuge habe ich dann auf meinauto.de verglichen mit einer Mindestausstattung Parkhilfe v+h, falls vorhanden Rückfahrkamera, AHK, falls vorhanden beh. Frontscheibe (Auto steht draußen und wir sind auf dem Berg). So, jetzt liegt ein Zettel vor mir mit 5 Kandidaten mit Internet-Preis zwischen 22.653 und 24.477 Euro. Für die beiden billigsten laufen Anfragen welche Schadstoffklasse (36ZC oder besser) zugesagt wird. Wer uns zuerst hier etwas definiert zusagt erhält die Bestellung.

      Um auf die Frage zurückzukommen: Meinem Geiz geschuldet stecke ich ungern viel Geld in unseren Fuhrpark, Autos finde ich eh zu teuer. Wenn wir dann eines kaufen sollte es eben so sein, dass es lange ohne viel Aufwand fahrbar ist, deswegen die Prüfung des Raumangebots. Als Luxus ist In den jetzt angefragten Konfigurationen zur Mindestausstattung ein wenig Assistenzsysteme dazu gekommen, ich werde ja älter.
    • chris2702 schrieb:

      dass 10.000 lieber gespart

      Geldvergelter schrieb:

      die finanzielle Situation ließe einen Kauf bis zu 30.000,- Euro zu
      Ein wenig pointiert würde ich sagen: Wenn die Immobilie nicht abbezahlt ist lässt Deine finanzielle Situation genau 0 EUR für einen Autokauf zu. Wenn es aufgrund Reparaturanfälligkeit, Familienzuwachs, Fahrverbot, ... nicht anders geht würde ich jederzeit 10.000 EUR oder besser mehr sparen.
    • Also aus volkswirtschaftlicher Sicht sollte man natürlich das teurere Auto wählen (wegen Nachfrageimpuls etc.).

      Ggf. könnte der Kauf eines Importwagens unsere Außenhandelsbilanz in der Tendenz normalisieren (Exportweltmeister bzw. Importdefizit).

      Oder anders: Wenn man es sich leisten kann und sich damit wohlfühlt, warum nicht?

      Und wenn sich das kleinere Auto besser "anfühlt", dann eben das.
    • chris2702 schrieb:

      Willst du vor dir selbst rechtfertigen 10.000 mehr auszugeben "weil es einfach mega ultra wichtig ist"?

      Oder suchst du Argumente um deinem Partner/Partnerin klar zu machen, dass 10.000 lieber gespart oder für was sinnvolleres ausgegeben werden?

      Man kann wie immer in verschiedene Richtungen argumentieren.
      eher weder noch, wenn überhaupt, dann ersteres. Aber eigentlich geht es mir um eine möglichst rationale Betrachtungsweise.

      Kater.Ka schrieb:

      chris2702 schrieb:

      dass 10.000 lieber gespart

      Geldvergelter schrieb:

      die finanzielle Situation ließe einen Kauf bis zu 30.000,- Euro zu
      Ein wenig pointiert würde ich sagen: Wenn die Immobilie nicht abbezahlt ist lässt Deine finanzielle Situation genau 0 EUR für einen Autokauf zu. Wenn es aufgrund Reparaturanfälligkeit, Familienzuwachs, Fahrverbot, ... nicht anders geht würde ich jederzeit 10.000 EUR oder besser mehr sparen.
      Nach der Logik dürften die meisten Eigemheimbesitzer keine Autos mehr kaufen (ebenfalls überspitzt gesagt).

      Derzeit gibt/gab es Immobilienzinsen von weit unter 2%; wenn man ein sicheres Einkommen hat, und die Immobilie voraussichtlich mehrere Jahre vor der Rente abbezahlt ist, muss die Abzahlung m. E. keineswegs mehr das einzig wahre Ziel fürs Geld sein.
    • Ich würde mir Gedanken machen über das Verhältnis von deinem jährlichen Familiennetto zu den jährlichen Abschreibungen für das Auto.

      Beispiel:
      Du verdienst ein deutsches Durchschnittsgehalt von 25.000 netto und fährst einen Golf für 25.000 euro, den du 10 jahre fahren willst. Dann gibst du 10% deines Nettos für die Karre aus, jährlich über 10 Jahre.

      Wir geben 5% fürs Familienauto und 2% für den Zweitwagen aus. Für mich als sparsamer Hesse sind Autokosten für egal wieviele Autos von >10% jährlich insgesamt nicht wirtschaftlich vertretbar. Aber wenn ich mir junge Kerle in S-Klassen von AMG so ansehe, gibt es sicher Leute die das anders machen. ;)
    • Geldvergelter schrieb:

      Nach der Logik dürften die meisten Eigemheimbesitzer keine Autos mehr kaufen (ebenfalls überspitzt gesagt).

      Derzeit gibt/gab es Immobilienzinsen von weit unter 2%; wenn man ein sicheres Einkommen hat, und die Immobilie voraussichtlich mehrere Jahre vor der Rente abbezahlt ist, muss die Abzahlung m. E. keineswegs mehr das einzig wahre Ziel fürs Geld sein.
      2% für ein 30.000 Euro-Auto sind auch 600 Euro im Jahr. Ich würde eher das bestehende Auto noch ein wenig weiter fahren oder ein günstigeres.

      Allerdings stamme ich aus anderer Zeit, meine erste Baufinanzierung war 6,7% nominal, 8,2% effektiv.
    • Danke, insbesondere die Relation zum Jahresfamilieneinkommen ist ein interessanter Ansatz (wobei man dann wohl noch Wertverlust/Weiterverkaufswert und laufende Kosten berücksichtigen müsste...).


      Eine weitere These, die ich zu dem Thema gehört habe, lautet:


      "Bei einem Auto geht es u.a. um die Sicherheit der Familie - da würde ich das Budget voll ausschöpfen."


      ...auch nicht so ganz fernliegend, denke ich. Wobei man halt sagen muss, dass auch etwas günstigere Autos schon sehr gut in puncto Sicherheit sein können...


      Zu meinem o.g. "Supermarkt-Vergleich":

      Der scheinbare (?) Widerspruch (Supermarkt-Schnäppchen für ein paar Euro wird höher bewertet als Auto-Preisdifferenz von mehreren tausend Euro) ist wohl über den quantitativen Gegenwert aufzulösen:
      Von dem Supermarktprodukt profitiere ich vielleicht 5 Minuten. Im Auto hingegen verbringe ich viele hunderte Stunden.
      ...damit kommt man wiederum zu der (nicht so fernliegenden) Erkenntnis, das ein teureres Auto umso gerechtfertigter wird, je mehr man es fahren wird.
      Und weiter: je mehr Personen darin sitzen, desto mehr wirkt sich der Vorteil des teureren Autos aus: bei einer 5-köpfigen Familie wird insgesamt 5 Mal mehr profitiert als bei einem Einzelfahrer...

      So gesehen scheint es doch ein paar rational zu rechtfertigende Gründe für die weitgehendere Ausschöpfung des Budgets zu geben...

      Lasst mich wissen, ob ich Eurer Meinung nach etwas übersehe/falsch gewichte/etc. pp., oder wie Ihr das generell seht...! :)
    • Ein Auto das beim Tüv durchgewunken wird ist per se erstmal sicher. Die Unsicherheit liegt in der Natur des Fahrers. Fährt er mit Alkohol, selbst wenn es "legal" ist? Fährt er müde? Schaut er aufs Smartphone? Telefoniert er? Streitet er sich mit seinem Beifahrer? Ist er unkonzentriert? Fährt er riskant? Es gibt in Deutschland (fast) keine unsicheren Autos. Nur unsichere Fahrer.

      Du kannst dir mit deinem Gedankenkonstrukt sehr leicht in die Tasche lügen. Sind 200 PS in Gefahrensituationen sicherer als 150? Rechtfertigt bequemes Sitzen elektrische Sitze? Man kann es sich immer so zurecht biegen, dass man die Investition für sich rechtfertigt. Aber letztlich ist das einzig sinnvolle Invest ein alle zwei Jahre aufgefrischtes Adac Sicherheitstraining und ein klarer Kopf am Steuer. Die Extras fürs Auto sind nur Nice to have.
    • Der Unsicherheitsfaktor "Mensch" besteht natürlich immer - das gilt aber unabhängig bei von der Wahl des Kfz und spielt daher bei der Abwägung keine Rolle.

      Das mit dem Tüv ist erstmal auch richtig, allerdings sollte man nicht meinen, alle Autos mit Tüv seien gleich sicher - auch in den letzten Jahren kamen noch viele hilfreiche Sicherheitsextras auf den Markt (Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Warner, Notfall-Bremsassistent...), die ältere Autos noch nicht haben.
    • Also ich finde der Autokauf ist ein sehr emotionales Thema, nur mit rationalen Argumenten komme zumindest ich hier selten weiter.

      Von bis ist da wirklich alles drin und es ist nicht nur immer eine Frage der sicherheitsrelevanten Ausstattung.

      Ich nehme mal das für mich im Sommer letzten Jahres bestimmende Thema des Familienkombis heraus (also absoluter Erstwagen):
      Was ein Audi A6 bietet, bietet auch ein VW Passat, bietet auch ein Skoda Superb und bietet wohl auch ein Renault Talisman oder Peugeot 508. Sie alle haben die relevanten Sicherheitssysteme (manche Serienmäßig, manche als günstiges Paket, manche als teures Extra). Alle bieten viel Kofferraum und Platz im Fond.
      Die Wertigkeit der Innenmaterialien ist allerdings eklatant verschieden. Über Design und Motorenpalette kann man natürlich streiten. Auch ob man eine Automatik oder Allrad "braucht".

      Ich bin jemand für den es keinen Sinn macht den Preis das Basismodells zu vergleichen, sondern immer mit vergleichbarer Ausstattung. Beim reinen Preis-/Leistungsverhältnis hätte da nach meiner Gewichtung der Skoda Superb das Rennen gemacht.
      Er ist es aus verschiedenen subjektiven Gründen nicht geworden :D

      Allerdings muss ich sagen, dass ich manchmal denke ich hätte es machen sollen, weil meine Kinder (4,5 und 1,5) nicht einsehen, wieso ein Auto kein reiner Gebrauchsgegenstand sein soll :P
      Ich muss aber auch dazu sagen, dass meine Frau noch einen 7 Jahre alten Tiguan hat mit dem Sie den meisten "Kinderkram" erledigt. Den großen Kombi nutze ich betrieblich und für Urlaubsfahrten bzw. mal für Wochenendausflüge. Wenn ich durch das Fahrtenbuch nicht einen gewissen Teil meiner Kosten "absetzen" hätte können, wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Wir freuen uns z.B. auch sehr über die elektrischen Memorysitze (mit Spiegelverstellung), denn ich bin 1,86 und meine Frau 1,60. "Gebraucht" hätte man das aber natürlich nicht.

      Als Fazit muss ich sagen, dass ich mich immer wieder freue das für mich vom Design her schönste Auto genommen zu haben und finde, wenn man es sich leisten kann sollte man das Auto nehmen, dass einem am besten gefällt (Innen, Außen und von der Probefahrt her).
      Insb. wenn man viel fährt (obwohl: ich fahre unter 10.000km im Jahr, weil ich 1 Min von meinem Büro wohne) sollte man hier nicht sparen. Fährt man auch hier viel finde ich das Argument zählt doppelt. Man hat es so lange und nutzt es so oft, da ist der Unterschied einfach immer präsent und wenn er nur subjektiver Natur (Geschmackssache) ist.

      Ich habe dafür noch nie einen Boss Anzug besessen. Ich trage immer S. Oliver, weil ich den Unterschied vom Design her absolut nicht sehe, mir S. Oliver besser passt und er nicht mal die Hälfte kostet.
      Das sieht dafür sicher manch anderer Anzugträger anders :whistling:
    • Ja ist ne tolle Sache, wenn meine Frau nicht in 75% der Fälle meinen Schlüssel nehmen würde und dann zu faul wäre wieder hoch zu laufen und ihren zu holen sobald es ihr unten auffällt.
      Wenn sie dann wenigstens den Memory deaktivieren würde, damit er sich beim nächsten Mal wieder auf mich einstellt, aber nein das vergisst man auch und dann ist der Schlüssel beim Aussteigen auch auf sie programmiert :S

      @chris2702 es ist schlussendlich der A6 geworden. Ich habe lange auf den Passat Alltrack gesetzt, aber nachdem dieses Jahr der neue A6 kommt habe ich Mitte letzten Jahres so einen hohen Rabatt auf den A6 bekommen, dass der ausstattungsbereinigte Unterschied 6.000 € netto war. Und das waren mir die 4 Ringe wert.

      Es gab aber schon 1-2 Momente in denen ich mir den größeren Kofferraum des Superb gewünscht habe, denn das A6 Design kostet viel Kofferraum. Auch der Fonds ist etwas enger.
    • @Geldvergelter
      Ein Auto das größer ist, als sagen wir mal eins aus der Klasse von Polo und Co. braucht kein Mensch von Großfamilien mal abgesehen.
      Ich hätte aber gern ein größeres (viel größer) ein stärkeres (viel stärker) und ein viel luxuriöseres.
      Also rationalisiere ich und finde „objektive" Gründe, warum es eine S-Klasse von Herrn Benz oder Vergleichbares sein muß.
      Da ich aufgehört habe mich wenns zu offensichtlich ist selbst zu betrügen, kaufe ich das, wonach mir ist. Rechtfertigen muß ich das weder vor mir noch vor jemanden anderem. Denn letztere geht das einfach nichts an. Wenn ich denn das Geld dafür übrig habe. Wenn nicht: Siehe Polo und Co:
    • Hallo
      Ich überlege schon länger über einen Wohnmobilkauf, da wir uns fast jedes Jahr ein Wohnmobil mieten und damit in den Urlaub fahren. Ich habe mich aber noch immer nicht entschieden, wie ich das Fahrzeug finanzieren soll, denn das Geld habe ich nicht zusammen. Es muss also ein Kredit her. Allerding hab ich noch ein Problem, ob man es glaubt oder nicht, ich habe noch nie einen Kredit aufgenommen, das wäre das erste Mal für mich.
      Ich habe somit überhaupt keine Erfahrung damit. Was würdet ihr mir raten? Es handelt sich um ein Wohnmobil von diesem Anbieter rs-reisemobile.de, das mich um die 40.000 Euro kosten wird. Über jeden Rat bin ich sehr dankbar.
      Liebe Grüße
    • Hallo @Johanes, ich möchte in zwei Teilen antworten.

      Zum Thema Kredit gibt es bei Finanztip eine allgemeine Seite und eine spezielle zu Autokrediten.
      finanztip.de/kredit/
      finanztip.de/autokredit/
      Letztere hat Links zu den gängigen Vergleichsportalen. Dort kann man dann als Verwendungszweck Auto angeben und die entsprechende Laufzeit. Unter jeder Zeile steht der sog. 2/3-Zinssatz, der realistischer als der jeweilige hervorgehobene Lock-Zinssatz ist, den eher Kunden mit sehr guten Bonität bekommen. Im unteren Bereich stehen dann auch Angebote mit bonitätsunabhängigem Zinssatz.

      Der andere Aspekt ist, dass ich (und auch Finanztip) davor warnen würde für Konsum - und das ist Urlaub und Wohnmobil - einen Kredit aufzunehmen. Setzt man die 40.000 Euro Kaufpreis an (das wäre für ein Neufahrzeug günstig) kommen rund 536 Euro an monatliche Rate für Zins und Tilgung für 7 Jahre zusammen, d.h. pro Jahr rund 6.500 Euro, mit Steuer, TÜV, Inspektion, Versicherung bist Du dann mit rund 8.000 Euro im Jahr gut bedient. Ich kenne Deine Mietpreise nicht, bei 150 Euro / Tag in den Ferien müsste man das Womo mindestens 7 Wochen pro Jahr nutzen. Insofern klare Empfehlung nicht zu kaufen.

      Bitte nicht damit argumentieren, dass derzeit für Gebrauchtfahrzeuge phänomenal hohe Preise gefordert werden. Das kann sich auch schnell wieder ändern, speziell wenn man das Geld schnell braucht.

      Basis des Kredits aktuelle Abfrage bei Verivox, 84 Monate Laufzeit, 3,44% nominal. Kosten eigene Erfahrung.