Diesel (Euro 5) Leasing endet im Dezember - kaufen oder zurückgeben?

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    • Diesel (Euro 5) Leasing endet im Dezember - kaufen oder zurückgeben?

      Liebe Community,

      die Finanztip-Redaktion bat mich als Antwort auf meine Anfrage, Euch hier um einen Rat bzw. Eure Meinung und Erfahrungen zu fragen, auch weil diese Problematik vielleicht auch noch andere von Euch betrifft.

      Ich habe einen Euro5-Diesel im Vario-Leasing, also kann ihn am Ende der Laufzeit zurückgeben oder eben zum zuvor angesetzten Restwert rauskaufen. Im Prinzip war es so gedacht, dass ich das Auto in jedem Fall übernehme und über das Auto an sich (Volvo XC60) kann ich mich auch nicht beschweren. Bin sehr zufrieden damit. Nun läuft das Leasing im Dezember aus und ich müsste den fest vereinbarten Restwert an Sixt-Leasing bezahlen. Nun ist jetzt heute wegen der Dieselproblematik nichts mehr so wie es war als ich den Vertrag vor 4 Jahren abgeschlossen habe. Und nun? Im Prinzip ist das Auto noch immer nicht verkehrt aber ich frage mich ob ich nicht zuviel dafür bezahle wenn es doch jetzt weniger wert ist wegen Euro 5. Und dann weiß ich auch nicht ob ich weiter damit überall hin fahren kann. Ich muss jetzt immerhin nicht zwingend in die Städte fahren aber auch wenn ich das Auto weiterverkaufen möchte, ist doch der Wert nicht mehr wie zuvor gedacht. Wenn es noch einer haben will...

      Habt ihr hier schon Erfahrungen mit einem ähnlichen Fall gemacht? Ich ärgere mich nun über diese Situation, da ich geplant hatte, dieses Auto länger zu behalten. Jetzt steckt mein Geld da drin und bei einem neuen Leasing eines Benziners wäre mein eingezahltes Geld natürlich weg. Für den Restwertbetrag bekomme ich sonst kein neues Auto in dieser Klasse und hier weiß ich auch, was ich habe. Ein top gepflegtes Auto.

      Was denkt ihr :?:

      Viele Grüße,
      Krissi
    • Hallo @Krissi, willkommen in der Community.

      Vorab: Ich würde keinen Euro 5 neu kaufen, da es schon existierende und geplante Fahrverbote für Euro 5 gibt. Wir wohnen am Rand eines Ballungsraum, über den demnächst verhandelt wird, und haben, weil wir gelegentlich in die Stadt müssen, unsere Nicht-Euro6-Fahrzeuge ersetzt.

      Ich würde das Auto dann übernehmen wenn 1. der Übernahmepreis einigermaßen zum Marktpreis passt [lt. ADAC Gebrauchtwagenschätzung liegt der Händler-VK bei knapp 50% des Neupreises, damit müsste der Preis unter Privatleuten so bei knapp 45% liegen, Basis 4 Jahre 93 Tkm] und 2. mein Nutzungsprofil so ist, dass ich das Auto weitere 4-5 Jahre bis zur Endfälligkeit fahren will und kann (s.oben Fahrverbote). Unabhängig von der monetären Aussage wäre ein 3. Punkt wichtig: Das Auto nur dann übernehmen, wenn Du die Dieseldiskussion aushältst. Wenn ich mir die bisherige Entwicklung und die von der Umwelthilfe geplante Prozessserie vor Augen halte [die DUH misst nach eigenen Angaben in deutlich mehr Städten s. duh.de/abgasalarm/] werden die Einschläge im Zweifelsfall noch näher kommen.
    • Hallo Kater Ka,

      vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Einen neuen Euro 5 Diesel möchte ich auch nicht kaufen. Lediglich den aus dem Leasing übernehmen, den ich schon habe. Aber ich frage mich halt ob es eine gute Idee ist, da noch mehr Geld reinzustecken wenn es dann plötzlich heißt, dass ich nicht mehr damit überall hinfahren kann. Es steht ja noch immer nicht fest, ob und wenn ja wann welcher Autokonzern welche Autos nachrüstet. Mein Volvo hat aber nur um die 30.000 km gelaufen in den 4 Jahren, ist also wie neu. Vielleicht ist es doch bessser, das Geld abzuschreiben und wieder neu zu leasen. Aber man fühlt sich halt schon verarscht, wenn man etwas so Großes kauft, das dann plötzlich nicht mehr zu benutzen sein soll. Das ist echt ein Skandal.
    • ADAC/DAT sagen ca. 54% des LP als Händler-VK bei 30 Tkm. Wenn ich unterstelle, dass der Restwert aus dem Leasing noch höher ist, würde ich das Fahrzeug tatsächlich nicht kaufen, da es verlorenem Geld noch mal Geld nachgeworfen ist.

      Wenn ich diesen Artikel ansehe spiegel.de/auto/aktuell/volvo-…l-anbieten-a-1230961.html will Volvo anscheinend was zur Nachrüstung tun. Da würde ich vor der endgültigen Entscheidung noch mal Volvo befragen. Ist allerdings insofern ein Risiko, da Deine Entscheidung jetzt ansteht und die Lösung erst nächstes Jahr kommen soll. Noch relevanter als Risiko ist die ungeklärte Frage, in welche Schadstoffklasse das Fahrzeug nach der Umrüstung eingruppiert wird, da diese im Moment an der Typenzulassung hängt.