Wie werde ich Mini-Honorarberater?

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    • Ich denke weiterhin, dass es einen Markt dafür gibt. Es fragt sich nur, mit welchem Ansatz man an die Sache herangeht. Bei mir wäre es ein Hobby, von dem ich einmal im Monat Essen gehen kann. Eine Existenz darauf aufzubauen, kann ich mir nicht vorstellen, dafür gibt es in der Tat keinen Markt.

      Es käme sicher auch auf eine kreative Preisliste an. In meiner Region bringt ein Wechsel aus der Stromgrundversorgung ca. 200 Euro bei 2500 kwh. Wenn man sagt "Vergütung = 20% der Einsparung" wäre das aus meiner Sicht ein guter Deal für beide Seiten. Mit Nachsorge brauche ich für eine Stromwechsel höchstens 1 Stunde. 12000 kwh Gas bringen 300 Euro Ersparnis. Es gibt viele große Häuser mit 30-60 tsd kwh. Da ist viel Potential. Wenn die Leute es beim ersten Mal nicht kapieren, werden sie wiederkommen und ich habe langfristige Kunden.

      Schwieriger wird es bei Versicherungen. Hier geht es ja darum, die "optimale" Versicherung zu bekommen, die oft nicht die "billigste" ist. Dann gehen Produktverbesserungen zu Lasten meiner Provision, wenn ich auch hier meine Provision an die Einsparung kopple. Ich bin sicher Idealist, privat wähle ich auch nie den billigsten Anbieter, es sei denn er ist gleichzeitig der Optimale. Das würde ich für Tante Käthe auch nicht machen. Zumal die Einsparung auf Haftpflicht oder Hausrat multipliziert mit 20% wahrscheinlich nur noch für ein Eis reicht, das macht dann auch keinen Spaß. Aber hier könnte man vielleicht eine Stundenvergütung vorsehen. Einmal durch den Versicherungsordner, abgerechnet im 15 Minuten Takt, wenn sich keine Einsparung ergibt, gibt es keine Vergütung.

      Soviel zum Business Case. Inzwischen habe ich verstanden, das ein Großteil des Marktes (zurecht) streng reguliert ist. Das heißt, für einen Hobbyberater, Menschenfreund und Idealisten wie mich gibt es keinen "echten" Markt. Das habe ich zum Glück relativ schnell erkannt, auch dank Eurer Beratung (vielen Dank für alle Beiträge :thumbsup: ) . Insofern ist das Thema für mich abgeschlossen.
    • muc schrieb:

      Meiner Einschätzung nach werden gerade die Menschen, die eigentlich der Hilfe bedürfen würden, nicht willens und/oder nicht in der Lage sein, die bescheidenen 20 EUR/Stunde zu bezahlen, die hier als Beratungshonorar aufgerufen wurden.

      Wäre es anders, hätten die Verbraucherzentralen mehr Erfolg.
      Deine Einschätzung teile ich. Wobei die Beratungshonorare je nach Thema sehr unterschiedlich ausfallen können. In NRW geht es z.B. von Budget- und Rechtsberatung Energiearmut für 0 € bis Anschlussfinanzierungs­beratung mit 170 € für 1,5 Stunden. Die Themen, die vorrangig besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen betreffen bewegen sich dabei im Bereich von 0-20 €. Aber selbst zu einer 0 € Beratung kommt nur ein Bruchteil der Leute, die davon profitieren könnten. Besonders in der Prävention macht das fast keiner. Wenn der Stromversorger wegen nicht bezahlter Rechnungen mit Sperre droht und die Visitenkarte der Energieberatung rüberschiebt, klappt es deutlich besser. Doch das hätte man für alle Beteiligten vorher einfacher, billiger und angenehmer haben können (mal abgesehen von der Inkassoindustrie).