Geldanlage Rentner

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    • Geldanlage Rentner

      Hallo,
      ich bin 67 Jahre alt und habe einen nennenswerten Betrag auf Tagesgeldkonten liegen mit bekanntermaßen geringen Zinserträgen. Außerdem habe ich bereits in zwei ETFs investiert. Jetzt stellt sich die Frage, ob ich einen Teil des Geldes vom Tagesgeldkonto, auf das ich voraussichtlich in absehbarer Zeit nicht zugreifen muss, in weitere ETFs umschichten soll. Haltet Ihr Neuinvestitionen in ETFs in meinem Alter für sinnvoll? Oder welche Alternativen zu Tagesgeld seht Ihr in meinem Fall?

      Danke für Eure Hinweise
    • Hallo @Muema, willkommen in der Community.

      Zu dem Thema gibt es einen Grundsatzartikel, in dem u.a. auf das Thema Risiko abgehoben wird. finanztip.de/geldanlage/ Dort einfach mal die verschiedenen Musterportfolios anschauen und speziell auf die zwischenzeitlichen Verluste schauen und sich fragen, wie es einem damit geht.

      Alternative zum Tagesgeld ist natürlich Festgeld mit gestaffelten Laufzeiten.

      Finanztest hatte im Heft 09/18 eine Untersuchung der Renditen u.a. in der Auszahlphase, bei der sich gezeigt hat, dass auf lange Sicht auch im Alter ein höherer Risikoanteil mehr bringt.

      Wir hatten hier vor einiger Zeit schon mal die Diskussion, ob die alte Regel Aktienquote in Prozent = 100-Lebensalter noch gilt. Es ging eher in die Richtung, dass ein komfortables Polster für absehbare Ausgaben der nächsten Jahre zzgl. einer Reserve vorhanden sein sollte, darüber hinaus aber nichts gegen ein ETF-Investment mit langem zeitlichem Horizont spricht.
    • Mein Vater ist 72. Ich lege für ihn Geld in ETF an. Bei uns gelten folgende Grundsätze:

      1) Es wird nur Geld angelegt, das er vermutlich gar nicht mehr braucht. Das er auch vererben könnte aber vorerst als sein Eigentum betrachtet. Geld, das in den nächsten 15 Jahren eingeplant wird, geht nicht in ETF.

      2) Ich fordere meinen Vater regelmäßig auf, sich vorzustellen, sein Vermögen habe sich über Nacht halbiert. Bekommt er Angst? Panik? Oder geht es ihm gut? Solange letzteres der Fall ist, kann er weiterhin ETF kaufen.
    • Bei der Frage Neuanlage in ETF geht es ja um die Frage, wie risikoaffin man ist.

      Geld auf dem Tagesgeldkonto heißt (bei Inflation von 2% oberhalb der Verzinsung) in den nächsten 20 Jahren ist ein Drittel des Geldes weg - und das mit Sicherheit.

      Beim ETF kann es Schwankungen geben, da sieht das Risiko etwas anders aus und fühlt sich auch anders an.

      Es ist, wie eigentlich immer, eine Geschmacksfrage.
    • Hallo @Muema,
      wilkommen im Forum. Wenn das Geld beim Ableben nicht alle sein soll, kann man das durchaus machen. Ich mache es auch so. Ich investiere in aktive Fonds, wie in ETFs. Es gibt aber auch bei ETFs große Unterschiede beim Risiko. Ein ETF auf den MSCI-World hat ein vertretbares Risiko. Von exotischen ETFs sollte man aber die Finger lassen.
      Altersgerechte Grüße

      Altsachse