Die Verbraucherzentralen warnen vor einer neuen Phishing-Mail mit dem Betreff „Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt“. Darin heißt es, Deine Steuererstattung ist bereits bestätigt.
Bevor das Finanzamt das Geld überweisen kann, sollst Du allerdings Deine Identität prüfen und die Kartendaten Deines Bankkontos bestätigen. Zusätzlich setzen Dich die Betrüger unter Zeitdruck: Die Freigabe ist angeblich nur bis zum 31. August 2026 möglich. Ohne Bestätigung wird die Erstattung nicht ausgezahlt.
Warum die Nachricht nicht von Elster stammt
Die Aufforderung, für eine Steuererstattung Deine Kartendaten einzugeben, ist ein klares Warnsignal: Für eine Überweisung braucht das Finanzamt keine Kartennummer. Eine Steuererstattung wird direkt auf die beim Finanzamt gespeicherte IBAN überwiesen.
Das Finanzamt fordert per Mail also weder Kontoverbindungen noch Kreditkartennummern, PINs oder andere Zugangsdaten von Dir an. Außerdem informiert es Dich in Mails nicht über eine konkrete Nachzahlung oder Erstattung. Eine echte Mail vom Online-Steuerportal Elster weist Dich nur darauf hin, dass in Deinem Benutzerkonto eine neue Nachricht liegt. Und die solltest Du nur lesen, indem Du die Elster-Website selbst im Browser aufrufst.
Daran erkennst Du die Phishing-Mail
Mehrere Merkmale entlarven die Nachricht als Betrugsversuch:
- Die Mail enthält eine unpersönliche Anrede
- Die Absenderadresse passt nicht zum Finanzamt oder zu Elster
- Du sollst über einen Link persönliche Karten- und Kontodaten eingeben
- Angebliche Elster-Identitätsprüfung soll Dich zur Preisgabe Deiner Daten verleiten
- Eine kurze Frist erzeugt Druck und verleitet dazu, vorschnell zu handeln
Lass Dich auch von einem professionellen Design, einem Elster-Logo oder einer scheinbar plausiblen Erstattungssumme nicht täuschen. Absenderadressen, Logos und Internetseiten lassen sich fälschen.
Das solltest Du jetzt tun
Klicke nicht auf den Link und antworte nicht auf die Nachricht. Verschiebe die Mail in den Spam-Ordner oder lösche sie. Du kannst sie außerdem an phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten. Die Verbraucherzentralen sammeln und untersuchen dort aktuelle Betrugsversuche.
Wenn Du prüfen möchtest, ob tatsächlich ein neuer Steuerbescheid oder eine Mitteilung vorliegt, öffne Elster ausschließlich über die offizielle Website oder Deine bekannte App. Nutz dafür niemals den Link aus der Mail.
Du hast bereits Daten eingegeben?
Hast Du auf der gefälschten Seite Karten- oder Kontodaten eingetragen, solltest Du sofort Deine Bank kontaktieren und die betroffene Karte sperren lassen. Kontrolliere außerdem Deine Kontoumsätze und widersprich unbekannten Abbuchungen möglichst schnell.
Hast Du auch Deine Elster-Zugangsdaten preisgegeben, ändere Deinen Zugang ausschließlich über das offizielle Portal. Verwendest Du das gleiche Passwort noch bei anderen Diensten, ändere es auch dort. Bei einem finanziellen Schaden solltest Du zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten.
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