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Bürgergeld-Aus: Wie die neue Grundsicherung funktioniert
Der Bundestag hat beschlossen: Das Bürgergeld wird abgeschafft und durch die Grundsicherung ersetzt. Was sich ab 1. Juli ändert.

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Der Bundestag hat beschlossen: Das Bürgergeld wird abgeschafft und durch die Grundsicherung ersetzt. Was sich ab 1. Juli ändert.


Gut drei Jahre nach seiner Einführung ist das Bürgergeld wieder Geschichte. Stattdessen kommt ab 1. Juli 2026 die “Grundsicherung”. Betroffen sind mehr als 5 Mio. Menschen, die aktuell Bürgergeld beziehen.
Während die monatlichen Auszahlungen gleich bleiben, werden einige Regeln deutlich strenger – vor allem für Menschen, die Termine beim Jobcenter nicht wahrnehmen oder Arbeit ablehnen.
Die Reform soll mehr sein als nur ein neuer Name. Kritiker fanden das Bürgergeld zu teuer und zu locker bei Menschen, die nicht arbeiten wollen.
Mit der neuen Grundsicherung soll deshalb stärker darauf geachtet werden, dass die Betroffenen mit dem Jobcenter zusammenarbeiten. Wer Termine verpasst oder Pflichten nicht erfüllt, muss schneller mit Konsequenzen rechnen.
Der Staat übernimmt weiterhin die Kosten für Miete und Heizung – aber unter strengeren Bedingungen.
Beim Bürgergeld gab es eine Karenzzeit von zwölf Monaten. In der Zeit wurden auch höhere Wohnkosten übernommen. Diese Karenzzeit fällt jetzt weg. Wenn Deine Wohnung zu teuer ist, musst Du also schneller umziehen oder die Mehrkosten selbst zahlen.
Ausnahmen gibt es für Familien mit Kindern: Sie dürfen ein Jahr lang auch in einer Wohnung leben, die bis zu 1,5-mal so teuer ist wie die als angemessen geltende Miete.
Beim Bürgergeld gab es Schonvermögen von 40.000 € im ersten Jahr (15.000 € im zweiten). Wenn Du Bürgergeld bekommen hast, durftest Du in dieser Zeit trotzdem so viel Vermögen besitzen.
Bei der Grundsicherung gelten deutlich niedrigere Freibeträge, die sich nach dem Alter richten:
Das bedeutet: Vor allem jüngere Menschen müssen ihr Erspartes schneller einsetzen, bevor sie staatliche Unterstützung bekommen.
An den monatlichen Regelsätzen ändert sich nichts:
Zusätzlich übernimmt das Amt weiterhin die angemessenen Kosten für Miete und Heizung.
Bei Pflichtverletzungen kann das Jobcenter künftig härter durchgreifen. Wenn Du Termine verpasst oder nicht mit dem Amt zusammenarbeitest, können die Leistungen um 30 % gekürzt werden. Die Kürzung kann dann bis zu drei Monate dauern.
Wer wiederholt Termine beim Jobcenter verpasst, kann sogar komplett leer ausgehen: Nach drei versäumten Terminen kann die Zahlung ganz gestrichen werden.
Eine Ausnahme gilt weiterhin für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Außerdem sollen Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen stärker betreut werden.
Die neue Grundsicherung soll vor allem eines erreichen: Mehr Menschen schneller in Arbeit bringen. Dafür werden einige Regeln verschärft – etwa beim Vermögen, bei den Wohnkosten und bei Sanktionen.
Wenn Du Dich an die Vorgaben des Jobcenters hältst und aktiv nach Arbeit suchst, soll sich im Alltag wenig für Dich ändern.
Wenn Du wissen willst, ob Du Anspruch auf Bürgergeld bzw. die neue Grundsicherung hast, schau in unseren Ratgeber zu Bürgergeld/Grundsicherung.
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