Tipps & Tricks
Diese 5 Anlagefehler kosten Dich Rendite und wie Du es besser machst
Du investierst schon, aber da geht noch mehr? Oft liegt es nicht am ETF, sondern an grundlegenden Anlageentscheidungen.

Tipps & Tricks
Du investierst schon, aber da geht noch mehr? Oft liegt es nicht am ETF, sondern an grundlegenden Anlageentscheidungen.


Schon kleine Fehlentscheidungen können sich über Jahre deutlich auf Dein Vermögen auswirken. Wir zeigen Dir fünf typische Fehler und wie Du sie vermeidest.
Dein Notgroschen gehört aufs Tagesgeldkonto: Wir empfehlen drei bis sechs Netto-Monatsgehälter als Reserve. Das Geld bleibt schnell verfügbar und wird verzinst. Zu unseren Top-Empfehlungen gehören derzeit Chase mit 4 % p. a. und Ikano mit 3,9 % p. a..
Geld, das Du mindestens 15 Jahre nicht brauchst, kannst Du dagegen langfristig anlegen. Der Unterschied ist groß: Für breit gestreute Aktienanlagen rechnet Finanztip langfristig mit durchschnittlich 6 % Rendite pro Jahr, für Zinsanlagen mit 2 %. Garantiert sind diese Renditen nicht. Es sind vielmehr langfristige Durchschnittswerte, die Dir Orientierung bieten können, was Dich in Zukunft erwarten könnte.
Heißt für Dich: Halte Deinen Notgroschen sicher zurück und investiere nur Geld in ETFs, auf das Du langfristig verzichten kannst.
KI-Aktie, Wasserstoff-ETF oder die Branche, über die gerade alle sprechen: Damit kannst Du Glück haben, gehst aber ein deutlich höheres Risiko ein. Denn läuft eine Branche schlecht, können andere die Verluste nicht ausreichend ausgleichen. Setz deshalb als Basis lieber auf einen breit gestreuten Welt-ETF, der Dein Geld auf viele Unternehmen, Länder und Branchen verteilt. Für neue Anlagen empfehlen wir ETFs auf den MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), FTSE All-World (IE00BK5BQT80) oder iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259). Der MSCI ACWI IMI deckt sogar bis zu 99 % des investierbaren weltweiten Aktienmarkts ab.
Dieser ETF lief in den vergangenen fünf Jahren besser, solltest Du jetzt wechseln? Lieber nicht. Denn die Gewinner von gestern müssen nicht die Gewinner von morgen sein.
Das zeigen nachhaltige ETFs: Von 2019 bis 2023 brachte der MSCI World 13,7 % Rendite pro Jahr, der MSCI World SRI sogar 15,3 %. Auch der MSCI World lag zwischen Ende 2020 und Ende 2025 vor dem breiter gestreuten MSCI ACWI IMI. Deshalb empfehlen wir für neue Anlagen den breiter gestreuten Index. Nicht weil er künftig mehr Rendite verspricht, sondern weil Du Dein Risiko auf mehr Unternehmen und Märkte verteilst. Lauf also nicht der höchsten Rendite hinterher, sondern setz auf breite Streuung, die Deine Anlage robust macht.
Heute MSCI World, morgen MSCI ACWI IMI und übermorgen der nächste ETF? Ständiges Optimieren kann mehr schaden als helfen.
Bestes Beispiel: Für neue Anlagen empfehlen wir inzwischen breiter gestreute Alle-Länder-ETFs. Hast Du schon einen MSCI-World-ETF, musst Du ihn deshalb aber nicht verkaufen. Lass die Anteile einfach liegen und lenk nur neue Sparraten in einen breiter gestreuten ETF. So vermeidest Du unnötige Transaktionskosten und musst Gewinne nicht früher als nötig versteuern. Eine neue Empfehlung ist also kein Grund, Dein ganzes Depot umzubauen.
Vielleicht denkst Du: „Die Kurse sind gerade zu hoch“ oder „Nach dem nächsten Rücksetzer steige ich ein“. Das Problem: Den perfekten Zeitpunkt erkennst Du immer erst hinterher.
Hast Du eine größere Summe übrig, die Du langfristig nicht brauchst, kannst Du sie direkt anlegen. Sparst Du das Geld erst nach und nach, kannst Du mit einem ETF-Sparplan starten. Wichtiger als der perfekte Einstieg ist, dass Du überhaupt anfängst. Denn je länger Dein Geld investiert ist, desto länger kann der Zinseszinseffekt für Dich arbeiten.
Für eine gute Geldanlage musst Du weder ständig die Börse beobachten noch jedem Trend hinterherlaufen. Bau Deinen Notgroschen auf, investiere langfristig und breit gestreut und bleib Deiner Strategie treu. So vermeidest Du viele typische Rendite-Killer.
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