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ETF-Flops: Die 5 schlechtesten ETFs seit Jahresanfang

Tech, China und Indonesien – diese ETFs haben zuletzt kräftig an Wert verloren. Warum sie so schlecht gelaufen sind und was Du daraus lernen kannst.

Nadine Graf
Von Nadine Graf, Timo Halbe, Giulia Tita und Felix Petersen
Die schlechtesten ETFs

Nachdem wir Dir bereits gezeigt haben, welche ETFs in den letzten 5 Jahren zu den Top-Performern gehörten, drehen wir den Spieß nun um. Manche ETFs haben seit Jahresanfang fast 34 % eingebüßt. Die meisten davon investieren in Aktien aus einzelnen Ländern:

Die schlechtesten ETFs seit Jahresanfang

  • Platz 1: HSBC MSCI Indonesia (ISIN: IE00B46G8275): Gesamtrendite –33,76 %
  • Platz 2: KraneShares CSI China Internet (IE00BFXR7892): –27,34 %
  • Platz 3: HSBC Hang Seng TECH (IE00BMWXKN31): –20,58 %
  • Platz 4: Global X China Electric Vehicle and Battery (IE00094FRAA6): –19,49 %
  • Platz 5: UBS Solactive China Technology (LU2265794946): –18,91 %  

Quelle: JustETF, Zeitraum: 31. Dezember 2025 bis 17. September 2026

Das steckt hinter den Namen:

  • Der HSBC-MSCI-Indonesia-ETF investiert ausschließlich in indonesische Aktien. Besonders stark vertreten sind Banken und andere Finanzunternehmen. Zu den größten Positionen gehören aktuell Bank Central Asia, Bank Rakyat Indonesia und Bank Mandiri.
  • Der KraneShares-CSI-China-Internet-ETF setzt auf chinesische Unternehmen, deren Geschäft stark mit dem Internet zusammenhängt. Zu den größten Positionen zählen  derzeit Tencent, Alibaba, PDD und Meituan. Damit konzentriert sich der ETF stark auf chinesische Internet- und Tech-Konzerne.
  • Der HSBC-Hang-Seng-TECH-ETF bündelt 30 große Technologieunternehmen aus China. Besonders stark vertreten sind aktuell unter anderem Meituan, der Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International (SMIC), BYD, Alibaba, NetEase, Xiaomi und Tencent.
  • Der Global-X-China-Electric-Vehicle-and-Battery-ETF konzentriert sich auf chinesische Unternehmen rund um E-Autos und Batterien – von Fahrzeugherstellern bis zu Produzenten von Batterien und wichtigen Rohstoffen. Die größten Positionen waren am 9. September 2026 der Batteriehersteller CATL und der Autobauer BYD mit jeweils rund 10 %.
  • Der UBS-Solactive-China-Technology-ETF investiert ebenfalls fast vollständig in China. Trotz seines Namens stecken darin nicht nur klassische Tech-Unternehmen, sondern auch Firmen aus Kommunikation, Konsum und Gesundheitswesen. Zu den größten Positionen zählen Alibaba, Tencent, Xiaomi, Meituan, NetEase und BYD.

Was sind die Probleme der fünf ETFs?

  1. Starke Abhängigkeit von China und Indonesien

    Vier der fünf ETFs setzen ausschließlich oder sehr stark auf chinesische oder in Hongkong notierte Unternehmen. Damit hängt ihre Entwicklung stark davon ab, wie sich Chinas Wirtschaft und Aktienmarkt entwickeln. Hinzu kommen politische und regulatorische Risiken. Beim HSBC-MSCI-Indonesia-ETF besteht ein ähnliches Problem: Er konzentriert sich auf ein einziges Schwellenland und ist damit deutlich weniger breit gestreut als ein weltweiter Aktien-ETF.

  2. Fokussierung auf einzelne Branchen

    Bei den China-ETFs kommt teilweise noch eine starke Branchenkonzentration dazu. Der KraneShares-CSI-China-Internet-ETF investiert gezielt in chinesische Internetunternehmen, der HSBC-Hang-Seng-TECH-ETF in große chinesische Technologiewerte. Der Global-X-China-Electric-Vehicle-and-Battery-ETF ist sogar auf E-Autos, Batterien und deren Zulieferer spezialisiert. Dadurch können Probleme in diesen Branchen die ETFs besonders stark treffen.

Außerdem: Einige der ETFs hängen stark von wenigen großen Unternehmen ab. Beim Global X machen allein CATL und BYD jeweils rund 10 % des Fonds aus. Beim KraneShares kommen Tencent, Alibaba und PDD zusammen auf rund 27 % (Stand: 10. September 2026). Läuft es bei solchen Schwergewichten schlecht, kann das den gesamten ETF deutlich belasten.

Das Grundproblem ist bei allen fünf ETFs ähnlich: Du verteilst Dein Geld deutlich weniger breit als mit einem weltweit gestreuten Aktien-ETF. Länder-, Branchen- und teilweise auch Unternehmensrisiken schlagen deshalb stärker auf Dein Depot durch. Die hohen Verluste zeigen, wie stark solche spezialisierten ETFs schwanken können – und warum sie sich nicht als breit gestreute Basis für Deine Geldanlage eignen.

Und das kannst Du daraus lernen

Breit gestreute Welt-ETFs wie z. B. auf den MSCI ACWI IMI sind nach wie vor die beste Option. Denn ...  

  1. Du investierst in eine Vielzahl von unterschiedlichen Branchen – und eben nicht nur in eine wie die Tech- oder Finanzbranche und   
    Beim MSCI ACWI IMI wird Dein Geld auf etwa 8200 Unternehmen aus 47 Ländern verteilt.
  2. Er setzt nicht nur auf ein einzelnes Land oder eine Branche, sondern ist breit gestreut und gibt Dir deutlich mehr Stabilität und Flexibilität.

Übrigens: Sollte ein Land oder eine Branche im MSCI ACWI IMI schwächeln, werden die entsprechenden Unternehmen gegen besser performende ausgetauscht. Damit brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen, dass Du wichtige Zukunftstrends verpassen könntest.


Wenn Du noch auf der Suche nach dem richtigen ETF bist, hilft Dir unser ETF-Finder dabei den für Dich passenden und günstigen ETF auszuwählen. Um aber überhaupt in ETFs investieren zu können, brauchst Du erst noch ein Wertpapierdepot. 

Wir können Dir zwölf Depotangebote empfehlen. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gibt’s bei Smartbroker+ , Traders Place und Comdirect. Mehr zum Thema findest Du in unserem Ratgeber zu den ETFs.   

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