Die Feinunze Gold (rund 31 g) ist in den letzten Monaten auf bis zu 4.800 € gestiegen und hat damit ihr bisheriges Rekordhoch erreicht. Doch diese Rallye wird aktuell nicht fortgesetzt: Inzwischen ist sie “nur” noch gut 3.500 € wert.
Historisch betrachtet ist das zwar immer noch hoch. Aber allein in den vergangenen Tagen ging es um rund 10 % nach unten. Seit dem Hoch Ende Januar bedeutet das einen Verlust von fast 25 %. Wir ordnen für Dich ein:
Was steckt hinter dem Rückgang beim Goldpreis?
Der wichtigste Grund sind die Zinsen. Gold zahlt weder Zinsen noch Dividenden. Bieten Anleihen wieder attraktive Renditen, wird Gold weniger interessant.
Genau das zeichnet sich derzeit ab: Wegen der höheren Inflation erhöhen die Notenbanken die Zinsen. Die EZB hat in dieser Woche bereits erhöht, die US-Notenbank Fed könnte bald nachziehen.
Starker US-Dollar belastet Goldpreis zusätzlich
Denn Gold wird weltweit in Dollar gehandelt. Wird der Dollar stärker, wird Gold für Käuferinnen und Käufer außerhalb der USA teurer und die Nachfrage sinkt. Und auch geopolitische Krisen sind kein Garant für steigende Preise: Wenn Staaten oder Investoren wegen teurerer Energie Geld benötigen, verkaufen sie oft Goldbestände.
Wie geht es jetzt weiter?
Möglicherweise könnte es sogar wieder nach oben gehen. Denn ein wichtiger Treiber des Gold-Booms waren die Zentralbanken, die ihre Goldbestände in den vergangenen Jahren massiv aufgestockt haben. Laut EZB ist Gold inzwischen die größte Reserveposition der Zentralbanken weltweit und hat US-Staatsanleihen überholt. Trotzdem lässt sich die Entwicklung nicht vorhersagen.
Unsere Empfehlung
Wir empfehlen Dir ein Investment in Gold nur bedingt. Denn Gold ist keine klassische Geldanlage, sondern vor allem eine Absicherung gegen extreme Krisenszenarien. Hast Du bereits ein größeres Vermögen aufgebaut, kannst Du bis zu 10 % davon in Gold halten.
Wenn Du Gold kaufst, dann in Münzen oder Barren und über seriöse Portale. Wir empfehlen gold.de und gold-preisvergleich.de. Prüf dann mindestens einmal im Jahr Dein Portfolio, um rebalancen zu können.