Tipps & Tricks
Günstige Immobilie: Auf diese Zahl kommt es an
Eine Wohnung kaufen und nie mehr Miete zahlen – das klingt verlockend. Laut einer Studie sind Eigentumswohnungen auch günstiger geworden. Stimmt das?

Tipps & Tricks
Eine Wohnung kaufen und nie mehr Miete zahlen – das klingt verlockend. Laut einer Studie sind Eigentumswohnungen auch günstiger geworden. Stimmt das?


Immobilie kaufen: Ist vielerorts in Deutschland sehr teuer
Aber: Eine Studie sieht Kaufchancen. Was ist dran?
Preis: Ein gutes Angebot erkennst Du am sog. Vervielfältiger
Im Finanztip Newsletter fragen wir regelmäßig, wie unsere Community lebt. Knapp die Hälfte wohnt zur Miete, in Großstadt, Kleinstadt oder auf dem Land.
Dann stellt sich irgendwann im Leben meist die Frage: Wäre ein Eigenheim nicht eine gute Sache? Statt Miete zu zahlen, tust Du so jeden Monat was für Dein Vermögen. Und Du kannst im Alter mietfrei in den eigenen vier Wänden leben.
In vielen Gegenden Deutschlands sind Immobilien sehr teuer – eine Studie sieht jetzt aber Kaufchancen bei Eigentumswohnungen.
Auf den ersten Blick klingt das widersprüchlich: Die Immobilienpreise in Deutschland sind laut dem Postbank Wohnatlas im Jahr 2025 wieder gestiegen. Es kommt aber nicht nur auf den Preis an sich an.
Noch wichtiger ist Frage: „Wie erkenn ich, ob ein Angebot günstig oder teuer ist?“ Das wollte auch ein Teilnehmer des Finanztip Experten-Coachings zum Immobilienkauf von unserem Experten Dirk wissen.
Hier hilft ein Maßstab, den professionelle Immobilieninvestoren verwenden: der Vervielfältiger. Er setzt den Kaufpreis ins Verhältnis zur erzielbaren jährlichen Nettokaltmiete. Und um den geht es auch in der Postbank-Studie.
Angenommen Du willst die Wohnung, in der Du lebst, kaufen:
Damit wäre der Kaufpreis eher teuer. Ein Wert bis 25 gilt als moderat, alles darüber als eher teuer bis sehr teuer.
Obwohl der Kaufpreis eher teuer wäre, würde sich der Kauf in unserem Beispiel aber lohnen. Das zeigt Dir der Mieten-oder-Kaufen-Rechner von Finanztip. Wir nehmen folgende Werte an:
Das Ergebnis: Kaufen kostet Dich im Monat 1.835 €. Davon gehen 1.525 € an die Bank, 310 € legst Du für die Instandhaltung zurück.
Mietest Du, zahlst Du fürs Wohnen nur 1.000 € pro Monat. Um die Instandhaltung kümmert sich Deine Vermieterin oder Dein Vermieter. Im Vergleich zur Kaufvariante gibst Du 835 € weniger aus, und die steckst Du als langfristige Anlage in einen Aktien-ETF.

Mietest Du, kommst Du nach 25 Jahren so auf ein Vermögen von 500.477 €. Kaufst Du, sind es 508.587 €. Nicht bedeutend mehr, aber es wäre das bessere Geschäft.
Aber gibt es überhaupt noch Regionen, in denen Du solche Kaufpreise findest? Der Postbank Wohnatlas sagt: ja. 2025 sind die Kaufpreise zwar insgesamt gestiegen, trotzdem kann sich Kaufen lohnen: In 284 von 400 untersuchten Regionen ist Kaufen im Vergleich zum Mieten günstiger geworden. Denn die Nettokaltmieten sind der Studie zufolge stärker gestiegen als die Kaufpreise.
Damit sinkt der Vervielfältiger – und der Kaufpreis rechnet sich im Vergleich zu einer ähnlichen Mietwohnung etwas früher.
Ein niedriger Vervielfältiger klingt erstmal verlockend. Er ist aber nicht alles. Am Ende ist auch wichtig, dass Du Deine Immobilie zu einem guten Preis verkaufen kannst, z. B. wenn Du im Alter in ein Pflegeheim musst. Oder Du im Ruhestand doch lieber näher zu Deinen Kindern ziehen möchtest.
51 Regionen sind der Studie zufolge besonders interessant. Hier liegt der Vervielfältiger unter 25 – und gleichzeitig werden Preissteigerungen von 0,6 % p. a. und mehr bis 2025 prognostiziert. Und zwar real, die Inflation ist also schon abgezogen. Hier findest Du also günstige Preise und gute Aussichten für eine positive Wertentwicklung.
Besonders interessant sind demnach:
Wenn Du schon in einer dieser Gegenden wohnst oder dort hinziehen willst: Denk daran, dass beim Immobilienkauf immer das jeweilige Objekt zählt.
Auch in super Gegenden gibt es schlechte Immobilien. Geh bei der Suche deshalb besonders sorgfältig vor. Und nutz auch in eher teuren Regionen den Vervielfältiger, um gute von zu teuren Angeboten zu unterscheiden.
Unsere Ratgeber zur Immobilienbewertung helfen Dir – und Du kannst auch am Finanztip Expertencoaching teilnehmen.
Einen großen Einfluss hat auch die Immobilienfinanzierung, die Du bekommen kannst. Wir raten Dir: Hol möglichst viele Angebote ein. Bei Deiner örtlichen Bank, aber zusätzlich auch bei großen Vermittlern.
Am besten bei Interhyp und Baufi24. Auch Dr. Klein, Hüttig & Rompf und Hypofriend sind empfehlenswert. Wie viel ein guter Zins ausmacht, zeigt Dir unser Baufinanzierungsrechner.
Deine Finanzen. Deine App.
Verpasse dank Push-Nachrichten keine News, Spartipps oder wichtigen To-Dos mehr, erhalte einen Überblick über Deine Finanzen mit dem Finanzcoach und speichere wichtige Inhalte für später.
Mit Deinem monatlichen Beitrag stärkst Du die Finanztip Stiftung und hilfst, unser Angebot auszubauen. Als Unterstützer erhältst Du zudem exklusiven Zugang zu Expertengesprächen und zur kompletten Finanztip Academy.
Unterstütze uns* Was der Stern bedeutet:
Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.
Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig die für sie richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).
Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links jedoch anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion ausführlich analysiert und empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.
Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.
Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.
