Tipps & Tricks

Krypto-Steuer: Warum Deine Nachweise jetzt noch wichtiger werden

Nach einem Jahr steuerfrei verkaufen? Damit könnte Schluss sein. Was sich bei der Krypto-Steuer ändern könnte und warum Deine Transaktionsnachweise jetzt wichtig sind.

Nadine Graf
Nadine Graf • Geldanlage
Bitcoin

Bei Krypto denkt man wahrscheinlich nicht als Erstes an Belege und Steuerunterlagen. Doch das könnte künftig noch wichtiger werden: Die Bundesregierung will Krypto-Gewinne stärker besteuern. Im Raum steht auch, die bisherige Haltefrist von einem Jahr abzuschaffen. 

Deshalb solltest Du genau festhalten, wann Du Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen gekauft, verkauft oder getauscht hast.

Denn auch bei steuerfreien Gewinnen solltest Du im Zweifel belegen können, wann Du Deine Coins gekauft hast und wie viel Du dafür bezahlt hast.

Aktuell gilt:

  1. Verkaufst Du Kryptowährungen erst nach mehr als einem Jahr, ist Dein Gewinn in der Regel steuerfrei.
  2. Verkaufst Du früher, kann Einkommensteuer anfallen.
  3. Steuerfrei bleibt der Gewinn innerhalb der Jahresfrist nur, wenn Deine Gewinne aus allen privaten Veräußerungsgeschäften zusammen unter der Freigrenze von 1.000 € bleiben.

Wichtig ist dabei: Auch ein Tausch kann steuerlich relevant sein. Wenn Du zum Beispiel Bitcoin gegen Ethereum tauschst, kann das wie ein Verkauf behandelt werden. Je häufiger Du handelst, desto schwieriger wird es deshalb, später noch nachzuvollziehen, wann Du welche Coins gekauft und wieder abgegeben hast.

Behalte Deine Krypto-Transaktionen im Blick

Heb am besten die Abrechnungen zu Deinen Transaktionen auf. Wichtig sind vor allem:

  • Kaufdatum,
  • Kaufpreis,
  • Menge
  • und Gebühren.

So kannst Du im Zweifel zeigen, wie lange Du Deine Coins gehalten hast und wie hoch Dein Gewinn tatsächlich war.

Krypto-Steuer vor dem Umbruch

Noch wichtiger könnte eine saubere Dokumentation künftig werden. Die Bundesregierung plant, die Besteuerung von Kryptowährungen zu ändern.

Für Dich könnte die Reform vor allem dann einen Unterschied machen, wenn Du Krypto länger hältst. Fällt die einjährige Haltefrist weg, könnten auch Gewinne nach mehreren Jahren noch steuerpflichtig sein. Die Haltedauer würde dann nicht mehr darüber entscheiden, ob Dein Gewinn steuerfrei bleibt. Wie Krypto-Gewinne stattdessen besteuert werden und ab wann die neuen Regeln gelten könnten, ist allerdings noch offen.

Unser Rat

Lass Dich von der Diskussion um die neuen Steuerregeln nicht zu größeren Krypto-Investments verleiten. Eine mögliche Steuerersparnis macht Krypto nicht weniger riskant. Die Kurse schwanken stark und Du kannst viel Geld verlieren. Wenn Du Bitcoin kaufen möchtest, nutz eine seriöse Plattform. 

In unserem Bitcoinanbieter-Vergleich empfehlen wir aktuell Bitvavo, Finst und Bison. Bitvavo und Finst stellen unter anderem Transaktionsübersichten und Steuerreports als PDF oder CSV bereit. Bei Bison bekommst Du eine Steuerbescheinigung.

Hast Du bereits Krypto oder möchtest Du trotzdem investieren, sichere Deine Abrechnungen und Transaktionsdaten regelmäßig. So kannst Du später noch nachvollziehen, wann und zu welchem Preis Du Deine Coins gekauft hast.

Für Deinen langfristigen Vermögensaufbau sehen wir Krypto allerdings nicht als Basis. Dafür empfehlen wir breit gestreute Aktien-ETFs, mit denen Du Dein Geld auf Tausende Unternehmen weltweit verteilst.

Zu unseren Empfehlungen zählen etwa der SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), der Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80) und der iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259). Krypto ist dagegen eine spekulative Beimischung und sollte, wenn überhaupt, nur einen kleinen Teil Deines Vermögens ausmachen.

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Von Nadine Graf, und Martha Falkenburger
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