Online-Betrug auf Rekordniveau: Warum fast jeder betroffen sein kann

Gefälschte Nachrichten, Links oder Webseiten wirken heute oft täuschend echt. Umso wichtiger ist es, die Tricks der Betrüger zu kennen.

Finanztip Redaktion
Von Finanztip Redaktion
Online-Betrug auf Rekordniveau

Letztes Jahr wurde jeder Zehnte in Deutschland Opfer von Cyberkriminalität. Wer davon betroffen ist, kann dabei nicht nur viel Geld, sondern oft auch das Vertrauen in Online-Shops oder sogar in seine Bank verlieren. Das zeigt der aktuelle Cybersicherheitsmonitor 2026 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). 

Eine Umfrage des Zahlungsdienstleisters Adyen ist sogar noch alarmierender: Demzufolge war in den vergangenen zwölf Monaten jeder vierte Verbraucher von Zahlungsbetrug beim Online-Shopping betroffen. Dabei geht es schnell um größere Summen: Demnach haben Menschen in Deutschland 2026 durch Betrug beim Online-Shopping im Schnitt etwa 395 € verloren.

Wo Betrüger am häufigsten zuschlagen

Am größten ist das Risiko beim Online-Shopping. In der BSI-Umfrage haben 22 % der Befragten angegeben, dass sie hier Opfer von Cyber-Kriminalität waren. Doch auch Dein E-Mail-Postfach, Deine Online-Bankkonten oder Dein Bankzugang kann zum Ziel von Betrügern werden.

Wenn Kriminelle Erfolg haben, geht’s ihnen zwar meistens, aber nicht immer nur um Geld: Vielleicht musstest Du Dein Konto sperren lassen, Passwörter ändern oder hattest noch ganz andere Folgen. Und das wiederum kostet Dich Zeit, Nerven und ganz oft auch das Vertrauen in z. B. den Online-Store oder sogar in Deine Bank.

Mit diesen Maschen kommen Betrüger an Deine Daten

Besonders bei unbekannten Shops solltest Du vorsichtig sein, denn hinter auffällig günstigen Angeboten können Fake-Shops stecken. Ob ein Shop echt ist, kannst Du mit dem Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale checken.

In manchen Fällen werden auch Deine Daten oder Zahlungsinfos abgegriffen und missbraucht. Das passiert nicht nur in großen Onlineshops, sondern auch auf Kleinanzeigenportalen oder in auf Social Media beworbenen Shops.

Gib diese Daten niemals weiter

Oft kommen Betrüger auch über gefälschte E-Mails und SMS an Deine Daten, im Namen Deiner Bank oder anderen Anbietern. Dabei setzen sie Dich gern unter Druck und behaupten z. B., dass sie dringend eine Bestätigung bei Deinem Konto brauchen.

Deshalb: Gib niemals Passwörter, TANs oder andere Zugangsdaten per E-Mail, SMS oder Telefon weiter. Klick außerdem nicht unüberlegt auf Links. Wenn Du unsicher bist, öffne die Website lieber selbst über die offizielle App oder gib die Adresse direkt im Browser ein.

Was Du beim Betrugsfall tun solltest

Wenn Geld von Deinem Konto verschwunden ist oder sensible Daten gestohlen wurden, solltest Du sofort handeln: Lass Karten und Online-Banking sperren, änder Deine Passwörter, informier Deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei. Bewahr auch verdächtige Nachrichten als Beweismittel auf.

Wichtig: Hast Du Geld verloren, ist es nicht automatisch weg. Wenn Überweisungen ohne Deine Zustimmung ausgeführt wurden, muss die Bank den Betrag grundsätzlich erstatten. Häufig berufen sich Banken dabei auf grobe Fahrlässigkeit. Das müssen sie dann allerdings erstmal beweisen.

Mach mit und bleib dran

Wie sicher fühlst Du Dich im Internet? Hast Du schon Erfahrungen mit Online-Betrug gemacht oder schützt Du Dich mit bestimmten Tricks? Mach jetzt bei unserer kurzen Umfrage mit.

Außerdem schon mal zum Vormerken: In unserem nächsten Kurs in der Finanztip Academy zeigen wir Dir, wie Du typische Betrugsmaschen erkennst und Dich im Alltag besser vor Cyberkriminalität schützt. Weitere Infos folgen in Kürze.

Bis dahin: Noch mehr Tipps, wie Du Dich vor Betrügern im Netz schützt, gibt’s in unserem Ratgeber zu Phishing und Betrug beim Online-Banking. Fragen rund um das Thema Passwörter haben wir Dir in diesem Beitrag zusammengefasst.

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