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Pelletpreise steigen deutlich: So viel mehr zahlst Du jetzt

Holzpellets sind wieder deutlich teurer. Eine Tonne kostet aktuell im Schnitt 400,89 € – rund 40 € mehr als noch zum Jahreswechsel. Wenn Du mit Pellets heizt, solltest Du jetzt besonders aufmerksam sein.

Sandra Duy, Redakteurin für den Bereich Energetische Sanierung
Sandra Duy Energetische Sanierung
Pelletpreise steigen deutlich: So viel mehr zahlst Du jetzt

Heizen mit Holzpellets war lange Zeit eine günstige Option. Jetzt steigen die Preise wieder deutlich. Aktuell kostet eine Tonne laut Heizpellets24 im Bundesdurchschnitt 400,89 €. Das ist ein kräftiger Anstieg innerhalb weniger Wochen. Zum Jahreswechsel hast Du noch rund 40 € weniger pro Tonne gezahlt.  

Zum Vergleich: Nach dem extremen Preissprung 2022 – ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die folgende Energiekrise – verteuerten sich Pellets gegenüber 2021 um rund 80 %. Danach hatte sich die Lage spürbar entspannt.  

Im Oktober 2024 lagen die Preise zeitweise bei rund 247 € pro Tonne. Dass sie Anfang 2026 nun wieder anziehen, ist saisonüblich, fällt aber deutlich ins Gewicht.

So stark belasten Dich die höheren Preise

Je nach Verbrauch kann der Unterschied schnell mehrere hundert Euro ausmachen. Ein Beispiel: Wenn Dein Haushalt vier Tonnen Pellets pro Jahr braucht, zahlst Du aktuell rund 1.603 € (4 × 400,89 €). Zum Jahreswechsel wären es noch rund 1.440 € gewesen. Das sind gut 160 € Unterschied.

Trotzdem kann Heizen mit Pellets günstiger sein als mit Gas. Laut Heizspiegel von co2online lagen die jährlichen Kosten für ein 130-qm-Einfamilienhaus mit durchschnittlichem Verbrauch zuletzt bei rund 1.465 € mit Pellets. Mit Gas waren es im Schnitt etwa 2.345 €. Ob das auch 2026 noch gilt, hängt stark von Deinem Verbrauch und dem regionalen Preis ab.

Preise vergleichen lohnt sich

Damit Du nicht zu viel zahlst, solltest Du vor der Bestellung unbedingt die Preise vergleichen. Wir empfehlen Dir dafür die Plattform Heizpellets24. Dort kannst Du die Angebote in Deiner Region unkompliziert nebeneinanderstellen und das Günstigste auswählen.

Außerdem gilt meist: Je größer die bestellte Menge, desto niedriger ist der Preis pro Tonne. Wenn Du genug Lagerplatz hast, kann sich eine größere Bestellung lohnen.

Qualität zahlt sich aus

Achte darauf, Pellets mit Zertifikaten wie DINplus oder ENplus zu kaufen. Sie haben unter anderem einen geringeren Aschegehalt und einen höheren Heizwert. Das schont Deine Heizungsanlage und sorgt für eine effizientere Verbrennung.

Gut zu wissen: Höhere Qualität muss Dich nicht automatisch mehr kosten. In unserem Test waren zertifizierte Pellets teilweise sogar günstiger als nicht zertifizierte Angebote.

Vorsicht vor Betrug beim Onlinekauf

Leider tauchen immer wieder Fake-Shops auf, die mit auffällig billigen Pelletpreisen und/oder gefälschten Zertifikaten locken. Im schlimmsten Fall bekommst Du minderwertige Ware – oder gar keine Lieferung.

Achte deshalb auf ein vollständiges Impressum, überprüf Bewertungen und sei bei Vorkasse vorsichtig, wenn Dir ein Anbieter unbekannt ist. Mehr dazu in diesem Beitrag.  

Lohnt sich eine Pelletheizung heute noch?

Grundsätzlich kann sich das Heizen mit Pellets weiterhin lohnen. Besonders in Bestandsgebäuden, die eine hohe Vorlauftemperatur benötigen, sind Pelletheizungen sinnvoll.

Für eine neue, besonders emissionsarme Anlage kannst Du staatliche Zuschüsse von bis zu 23.500 € bekommen. Lass Dich dazu am besten von einer Energieberatung oder einer Heizungsfachfirma beraten.

Wenn Du Dein Haus allgemein energieeffizienter gestalten möchtest, lass Dir einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen. Dafür empfehlen wir die Anbieter Enwendo, Fuchs&Eule, Novo und Senercon.

Unser Fazit für Dich

Die Pelletpreise steigen wieder. Umso wichtiger ist es, dass Du Angebote vergleichst, auf Qualität achtest und Dich nicht von vermeintlichen Schnäppchen blenden lässt.

Wenn Du ohnehin bald bestellen musst, prüf jetzt die Preise in Deiner Region. Und wenn Du über eine neue Heizung nachdenkst, rechne genau durch – inklusive Förderung und laufender Kosten.

Mehr Infos zur Heizungsförderung findest Du in unserem Ratgeber zur KfW Förderung für Heizungen

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