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Schneller, günstiger, einfacher? Das steckt hinter den neuen Energie-Plänen

Die Reformpläne der Bundesregierung bringen drei vielversprechende Neuerungen in Richtung Energiewende. Auch für Deinen Geldbeutel?

Benjamin_Weigl
Von Benjamin Weigl und Larissa Glas
Schneller, günstiger, einfacher? Das steckt hinter den neuen Energie-Plänen

CDU/CSU und SPD haben vergangene Woche ihr Koalitionsprogramm vorgestellt. Neben zwei großen Aufregern will sie an mehreren Stellen ansetzen, um die Energiewende voranzubringen. Was genau geplant ist und was sich für Dich ändern könnte:

1. Einführung von Smart Meter Light

Bisher bekommen nur bestimmte Haushalte ein intelligentes Messsystem (kurz: iMSys oder auch “Smart Meter”) kostenlos eingebaut. Und zwar solche, die z. B. aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs dazu verpflichtet sind oder bestimmte Wärmepumpen oder Wallboxen nutzen. Alle anderen zahlen für den freiwilligen Einbau oft eine einmalige Einbaugebühr von bis zu 100 €.

Hier setzt das sog. „Smart Meter Light“ an. Das ist wie das Smart Meter ein intelligenter Stromzähler, mit dem Du z. B. Deinen Stromverbrauch genauer verfolgen oder einen dynamischen Tarif nutzen könntest.

Unterschied zum “normalen” Smart Meter:

Es wird nicht vom Netzbetreiber gesteuert (das heißt, er kann Deinen Stromverbrauch nicht drosseln), muss nicht BSI-zertifiziert sein und braucht kein VPN (Virtual Private Network) für die Datenübermittlung. Die abgespeckte Smart-Meter-Variante soll einen deutlich einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Einbau in vielen Haushalten ermöglichen. 

Gehörst Du zu den Pflichteinbaufällen, bekommst Du wie bisher ein Smart Meter, da z. B. eine Wallbox oder Wärmepumpe durch den Netzbetreiber steuerbar sein müssen. Im Gegenzug bekommst Du Netzentgeltrabatte.  

2. Zentrale Datenplattform für Smart-Meter-Rollout  

Ein Fortschritt wäre auch die geplante zentrale Datenplattform für den Rollout der Smart Meter. Derzeit gibt es rund 900 Netzbetreiber in Deutschland, die unterschiedliche IT-Systeme nutzen – ein echter Dschungel. Hier soll künftig einheitlich und zentral gearbeitet werden.

3. Schnellerer Netzausbau

Voraussetzung für die obigen Neuerungen und ihre Vorteile ist ein Stromnetz, das die nötigen Kapazitäten bereitstellt. Ein Paket zur Beschleunigung des Netzausbaus soll bis Jahresende vorliegen. Ziel ist, dass Netzausbauprojekte künftig doppelt so schnell fertig werden können.

Stromkosten sparen kannst Du bereits jetzt – mit einem günstigen Tarif, den Du im erst kürzlich überarbeiteten Finanztip-Stromvergleich findest. 

Ob sich ein dynamischer Stromtarif für Dich lohnt, erklären wir Dir im zugehörigen Ratgeber. Wir empfehlen Dir hier die Tarife Ökostrom Dynamic vom Anbieter Lichtblick, Volkswagen Naturstrom Flex (Volkswagen Group Charging), Naturstrom smart (Naturstrom) und dynamicOctopus (Octopus Energy). Einen Überblick findest Du in unserer Vergleichstabelle.

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