Tipps & Tricks

Steigende Goldpreise: Ist Deine Anlage noch ausreichend geschützt?

Du willst Gold sicher lagern? Diese Punkte solltest Du beachten.

Henriette Neubert Versicherungen
Gold

Kursanstieg: Schließfächer oft zu niedrig abgesichert
Schadensfall: Versicherung zahlt nur mit klaren Nachweisen
Geldanlage: Gold nur als Beimischung sinnvoll

Selbst nach dem Kursrutsch Ende Januar liegt der Goldpreis auf Jahressicht noch rund 50 % im Plus: Eine Feinunze (ca. 31 g) ist laut gold.de aktuell etwa 4.270 € wert (Stand: 12. Februar 2026, 14:30 Uhr). Heißt konkret: Dein Gold ist heute deutlich mehr wert als noch vor einem Jahr.

Ist Dein Gold gut abgesichert?

Wenn Du bereits länger in physisches Gold, also Münzen und Barren, investierst, solltest Du schauen, ob Deine Versicherungssumme dafür überhaupt (noch) ausreicht. Denn viele Banken sichern Schließfächer nur sehr gering ab. In Gelsenkirchen – wo die Schließfächer Ende Dezember ausgeraubt wurden – zum Beispiel mit gerade mal 10.000 €. Das kann schnell zu wenig sein, wenn Du über die Jahre nachgekauft hast oder der Goldpreis stark gestiegen ist.

Falls Du eine Hausratversicherung hast, kannst Du dort schauen, ob und bis zu welcher Summe ein Bankschließfach abgesichert ist. Wenn Dein Gold inzwischen mehr wert als abgesichert ist, solltest Du den Betrag nachversichern lassen.

Außerdem solltest Du wissen, welche Voraussetzungen Du im Schadensfall erfüllen musst und welche Nachweise der Versicherer haben will. Wir haben dazu bei einigen Versicherern für Dich nachgefragt. Das sind die wichtigsten Punkte, die dabei immer wieder genannt wurden:

Was im Schadensfall wichtig ist

  • In erster Linie ist relevant, was im Schließfach aufbewahrt bzw. gestohlen wurde. Mach daher am besten Fotos und heb die Kaufbelege und Zertifikate auf. Aber nicht im gleichen Safe wie das Gold – sonst freuen sich die Täter doppelt
  • Hilfreich ist auch, wenn eine weitere Person bezeugen kann, was im Schließfach war
  • Bei Sammler- oder Erbstücken solltest Du ein professionelles Wertgutachten machen lassen, damit der genaue Ersatzwert festgelegt werden kann
  • Frag aber auch sonst nach, ob in Deinem Fall ein Wertgutachten oder ein Echtheitsnachweis nötig ist

Diese Alternative zum Bankschließfach hast Du

Um Dein Gold zu lagern, kannst Du auch einen fest in der Hauswand verbauten Tresor bei Dir zuhause nutzen. Das ist allerdings mit hohen Anschaffungskosten im niedrigen vierstelligen Bereich verbunden. Außerdem ist die Versicherungssumme für solche Tresore begrenzt. Auch hier solltest Du also genau prüfen, ob der Schutz ausreicht.

Für ein Bankschließfach musst Du dagegen je nach Größe und Bank einige Hundert Euro pro Jahr an Gebühren zahlen. Neben den Versicherungskosten schmälern auch diese Kosten Deine Rendite. Zur Einordnung: Dafür musst Du aber keine Steuern auf die Gewinne zahlen, wenn Du Dein Gold nach einem Jahr Haltedauer oder später verkaufst.

Noch eine Option ohne physisches Gold

Möchtest Du kein physisches Gold kaufen und so bei Gebühren und Versicherung sparen, kannst Du auch auf Wertpapiere setzen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir Dir im Ratgeber zu Goldminenaktien, Gold-ETCs, Gold-ETFs vorstellen. Einen Lieferanspruch hast Du damit aber nicht automatisch – und wenn, dann ist das oft teuer.

Sollte Gold überhaupt Teil Deiner Geldanlage sein?

Wir warnen nicht vor Gold als Geldanlage, empfehlen Dir aber, höchstens 10 % Deines Vermögens zu investieren. Denn langfristig liefert Gold weniger Rendite als weltweit gestreute Aktien-ETFs. Sieh es deswegen eher als eine Anlage, die Schwankungen bei Deinem restlichen Portfolio ausgleichen könnte. Kurz gesagt: Gold ist Absicherung – kein Renditeturbo.

Die günstigsten Preise für Barren und Münzen findest Du auf Vergleichsportalen. Wir empfehlen gold.de oder gold-preisvergleich.de. Mehr Infos liest Du in unserem Ratgeber zum Goldkauf.

Du hast schon Gold, willst es aber nicht behalten? In diesem Artikel geben wir Dir Tipps für den Goldverkauf.

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Von Henriette Neubert, Amelie Junk , und Nadine Graf
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