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Steuererstattung für Dich? Achtung vor diesem neuen Phishing-Trick

Bei diesen betrügerischen Mails rund um die Steuererklärung solltest Du aktuell aufpassen.

Von Jonas Fehling und Amelie Junk
Laptop und Ausrufezeichen

Wenn Du zur Steuererklärung verpflichtet bist, musstest Du das bis zum 31. Juli 2026 erledigen. Diesen Termin haben vor der Abgabefrist laut Verbraucherzentrale Cyberkriminelle genutzt, um täuschend echt wirkende Phishing-Mails zu verschicken – im Namen von Elster oder privaten Steuersoftware-Anbietern wie z. B. unseren Empfehlungen Wiso Steuer und Check24 Steuer.

Daran hast Du sie erkannt:

  • Aufforderung auf einen Link zu klicken, um persönliche Daten einzugeben und so Dein Konto zu synchronisieren oder aktualisieren
  • Unpersönliche Anrede, teils nur mit einem “Hallo”
  • Absender-E-Mail-Adresse von einem vermeintlichen Unternehmen aus Spanien

Achtung, jetzt sind neue Mails im Umlauf

Update 24.08.: Aktuell warnt die Verbraucherzentrale (VZ) quasi vor dem logischen zweiten Teil dieser Phishing-Welle. Denn mittlerweile könnte das Finanzamt durchaus mit der Bearbeitung Deiner Steuererklärung fertig sein. Diesen Anlass nutzen die Kriminelle und verschicken laut Phishing-Radar der VZ erneut Mails:

  • Sie kommen mit dem Betreff “Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt” und im Namen des Finanzamts. Klingt erst mal gut
  • Aber: Um die Erstattung zu bekommen, musst Du sie angeblich noch mit einer Identitätsprüfung freigeben und Bankkonto- bzw. Kartendaten bestätigen. Das soll angeblich durch einen Klick in der Mail über das geschützte Elster-Portal passieren. Klingt sicher? Nein. Das Portal ist fake, hier wollen die Kriminellen nur Deine Bankdaten abfischen. Außerdem gibt es so ein Vorgehen kurz vor einer Auszahlung überhaupt nicht. Schon gar nicht wird Dich ein offizieller Anbieter oder Dienst auffordern, Bankdaten per Klick auf einen Maillink zu aktualisieren. Das allein ist immer höchst verdächtig und ein gutes Indiz für einen Phishing-Versuch
  • Woran Du die Mail sonst noch erkennst: Die Anrede ist unpersönlich, die Absenderadresse unseriös, außerdem wird Druck aufgebaut, dass Du die Freigabe nur noch bis 31.08. erteilen kannst

Unsere Tipps

  • Klick niemals auf Links in solchen Mails und verschieb sie unbeantwortet in den Spam-Ordner
  • Öffne Dein Steuerprogramm, auch Elster, ausschließlich und ohne den Umweg über E-Mails direkt. Wenn wirklich eine Benachrichtigung oder ein To Do für Dich vorliegt, findest Du das dort auch so
  • Du hast schon Daten durch einen Klick auf einen E-Mail-Link eingegeben? Änder sofort Deine Passwörter und achte demnächst besonders auf verdächtige Kontobewegungen oder Nachrichten

Schütz Dich vor Phishing –  mit unserem Kurs

Du willst lernen, Phishing-Angriffe zu erkennen, Deine wichtigsten Konten zu schützen und im Ernstfall richtig zu handeln? Dann werd Finanztip-Unterstützerin oder -Unterstützer und mach unseren neuen Academy-Kurs zum Thema Phishing. Die erste Lektion ist kostenfrei.

Du willst oder musst die Steuererklärung noch machen? Unsere Steuersoftware-Empfehlungen findest Du auch direkt unter diesem Text.

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