Nur noch diese Woche: Hol Dir bis zu 972 Euro von Dazn zurück

Dazn-Kundinnen und -Kunden könnten überzahlte Beiträge zurückfordern: Der vzbv hält zwei Preiserhöhungen für rechtswidrig. Wer einen bestehenden Vertrag ohne Zustimmung teurer fortgeführt hat, kann sich noch bis zum 25. September 2026 kostenlos der Sammelklage anschließen.

Manuel Vonau
Von Manuel Vonau
smartphone mit dazn logo und briefumschlag mit geld

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält zwei Preiserhöhungen von 2021 und 2022 des Sport-Streaming-Diensts Dazn für rechtswidrig. Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm läuft deshalb eine Sammelklage. Wenn Du betroffen bist, kannst Du Dich noch bis zum 25. September 2026 kostenlos ins Klageregister eintragen.

Die Sammelklage betrifft Kundinnen und Kunden aus Deutschland, deren bestehender Vertrag mit Dazn ab August 2021 oder – wenn sie nur von der zweiten Preiserhöhung betroffen waren – August 2022 ohne ihre Zustimmung teurer wurde. Nach Einschätzung des vzbv könnten sie zu viel gezahlte Beiträge zurückbekommen.

Wie viel Geld es genau sein könnte, hängt davon ab, wie lange Du schon Deinen Vertrag hattest. Wenn das Urteil wie geplant am 18. November gefällt werden sollte, können wir folgende Beispielrechnung durchführen, bei der Du von August 2021 bis einschließlich November 2026 ein Monatsabo hattest:

  • Von August 2021 bis Juli 2022 hättest Du zwölf Monate lang jeweils drei Euro zu viel gezahlt.
  • Ab August 2022 wären es bis November 2026 monatlich 18 Euro zu viel gewesen.

Zusammengerechnet heißt das, , Du könntest in diesem Beispiel bis zu 972 Euro zurückbekommen. Ob und wie viel Geld Du jedoch tatsächlich erhältst, hängt vom Ausgang der Klage und der Vertragsverlauf Deines Vertrages ab.

So kannst Du Dich der Dazn-Klage anschließen

Prüfe zunächst mit dem Klage-Check des vzbv, ob Dein Vertrag von der Sammelklage betroffen ist. Dafür brauchst Du möglichst alte Vertragsunterlagen oder Rechnungen, aus denen hervorgeht, wann Du Dein Dazn-Abo abgeschlossen hast und welche Preise Du gezahlt hast. Eine Zustimmung zur Preiserhöhung musst Du nicht nachweisen – gerade diese soll bei den betroffenen Verträgen gefehlt haben.

Wenn Du teilnehmen kannst, führt Dich der vzbv durch die Anmeldung. Anschließend musst Du Dich selbst ins Klageregister des Bundesamts für Justiz eintragen. Dafür gibt es im Klage-Check des vzbv eine Anleitung und Ausfüllhilfen. Als Unterlagen solltest Du Verträge, Zahlungsnachweise, Schriftverkehr mit dem Anbieter bereitlegen haben, die Du eventuell als Nachweise brauchst. Die Teilnahme an der Sammelklage ist für Dich kostenlos.

Achtung: Die Eintragung ist nur noch bis zum 25. September 2026 möglich.

Diese Dazn-Preise sind betroffen

Im August 2021 erhöhte Dazn die Preise für laufende Verträge:

  • Monatsabos kosteten statt 11,99 Euro nun 14,99 Euro.
  • Jahresabos kosteten statt 119,99 Euro nun 149,99 Euro.

Bei Monatsabos galt der höhere Preis ab August 2021, bei Jahresabos ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Ab August 2022 erhöhte Dazn die Preise erneut:

  • Statt 14,99 Euro kostet es 29,99 Euro im Monat
  • Statt 149,99 Euro kostet es bis zu 299,99 Euro im Jahr

Das OLG Hamm verhandelt den Fall unter dem Aktenzeichen I-12 VKl 1/24. Laut vzbv äußerte auch das Gericht in der mündlichen Verhandlung am 4. September Bedenken gegen die Preiserhöhungen. Eine Entscheidung ist für den 18. November 2026 angekündigt. Trotz guter Voraussetzungen garantiert Dir die Teilnahme an der Klage keine Erstattung. Dazn hat keine öffentlichen Statements zum Verfahren abgegeben.

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