Wärmepumpe geplant? Diese Fragen sollte Dein Anbieter beantworten können
Eine Wärmepumpe sollte genau zu Deinem Haus passen. Diese Fragen sollte Dein Fachbetrieb beantworten können – und bei diesen Aussagen solltest Du skeptisch werden.

Eine Wärmepumpe sollte genau zu Deinem Haus passen. Diese Fragen sollte Dein Fachbetrieb beantworten können – und bei diesen Aussagen solltest Du skeptisch werden.


(Quelle: KI generiert)
Eine Wärmepumpe sollte passend zu Deinem Haus geplant werden und nicht einfach die Leistung Deiner alten Heizung übernehmen. Denn passen Leistung, die Art und Größe der Heizkörper und nötige Vorlauftemperatur nicht zusammen, kann die Anlage unnötig viel Strom verbrauchen.
Du musst deshalb nicht selbst zum Heizungsplaner werden. Aber Dein Fachbetrieb sollte Dir erklären können, warum er die Leistung Deiner geplanten Wärmepumpe für passend hält.
Dabei hilft Dir die Finanztip-Checkliste für Wärmepumpen. Sie zeigt Dir, was Du im Beratungsgespräch klären solltest: Wie hoch ist die Heizlast? Welche Vorlauftemperatur brauchst Du an kalten Tagen? Reichen die Heizkörper? Welche Leistung sollte die Wärmepumpe haben? Und welche Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, wird erwartet?
Die JAZ zeigt, wie effizient die Wärmepumpe über ein Jahr arbeitet. Eine JAZ von 3 bedeutet beispielsweise: Aus einer Kilowattstunde Strom werden drei Kilowattstunden Wärme.
Schlechte Planung kann die JAZ drücken. Ist die Wärmepumpe zu groß, kann häufiges An- und Ausschalten den Stromverbrauch erhöhen. Ist sie zu klein, muss öfter der elektrische Heizstab helfen, und der verbraucht viel. Und unnötig hohe Vorlauftemperaturen erhöhen den Strombedarf ebenfalls.
Wie viel das ausmachen kann, zeigt eine Beispielrechnung: Braucht Dein Haus 16.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr, benötigt eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,4 rund 4.700 Kilowattstunden Strom. Bei einer JAZ von 2,5 wären es 6.400 Kilowattstunden.
Bei 33 Cent pro Kilowattstunde laut Finanztip-Strompreisbarometer wären das rund 560 Euro mehr Stromkosten im Jahr. Die Rechnung zeigt nicht, was eine falsche Planung pauschal kostet: Auch Wärmepumpentyp, Gebäude und Wetter beeinflussen die JAZ. Zum Vergleich: Im aktuellen Fraunhofer-Feldtest erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand im Mittel eine JAZ von 3,4.
Skeptisch solltest Du werden, wenn Dein Anbieter die Wärmepumpe lediglich anhand der Leistung Deiner alten Heizung auswählt. Auch umfangreiche Sanierungen ohne nachvollziehbare Begründung oder der direkte Rat zu einer Hybridheizung sollten Anlass sein, genauer nachzufragen.
Viele ältere Gas- und Ölheizungen wurden seinerzeit großzügig dimensioniert. Entscheidend ist deshalb die Heizlast, also wie viel Wärme Dein Gebäude tatsächlich benötigt. Finanztip nennt für ein 120-Quadratmeter-Haus als grobe Orientierung rund 4,8 Kilowatt bei einem Neubau von 2010 und etwa 9,6 Kilowatt bei einem sanierten Altbau.
Das sind nur typische Richtwerte. Die Heizlast Deines Hauses sollte ein Fachbetrieb berechnen, am besten auch raumweise. So lässt sich zugleich prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper ausreichen.
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